Review: Das Wassergespenst von Harrowby Hall

In der schönen kleinen Reihe „Die Unheimlichen“ aus dem Carlsen Verlag werden seit Kurzem regelmäßig gruselige Klassiker der Weltliteratur und auch neuere Texte als Graphic Novels herausgegeben, die von bekannten Comic-Künstlern in Szene gesetzt wurden.

Das neuste Buch der Serie ist „Das Wassergespenst von Harrowby Hall“, das der amerikanische Humorist John Kendrick Bangs vor bereits mehr als hundert Jahren geschrieben hat.

Darin erzählt er vom Fluch der Familie Oglethorpe, deren Residenz Harrowby Hall jedes Jahr am Weihnachtsabend von einem unheimlichen Wassergespenst heimgesucht wird.
Es stellt sich heraus, daß es der Geist eines Mädchens ist, das viele Generationen zuvor im See der das kleine Schloss umgibt, ertrank und der seither keine Ruhe findet.
Man versucht einen Trick nach dem anderen, um dem Gespenst Herr zu werden, bis der Erbe von Harrowby Hall einen verwegenen Plan fasst…
Doch lassen sich Geister wirklich auf ewig bannen?

„Das Wassergespenst von Harrowby Hall“ hat mit ausgesprochen gut gefallen.
Es hat eine perfekte Mischung aus gruseligen und humorvollen Elementen, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben.

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Illustriert wurde das schöne Bändchen von Barbara Yelin, die man bereits von ihren Graphic Novels „Irmina“, „Gift“ oder „Der Sommer ihres Lebens“ kennt und die der Geschichte einen einzigartigen Look verleiht.

Allen, die Graphic Novels lieben kann ich „Das Wassergespenst von Harrowby Hall“ nur wärmstens ans Herz legen.

Für alle Münchner unter Euch, die jetzt Lust auf diese Geschichte oder auf die Bilder von Barbara Yelin bekommen haben, kommt jetzt noch ein kleiner Veranstaltungstipp:
An diesem Donnerstag, den 14. 02. 2019 kommt Barbara Yelin um 18:00 Uhr in unsere Buchhandlung, also in die Hugendubel Filiale am Stachus.
Dort wird sie ein wenig von ihrer Arbeit erzählen und ihre Bücher signieren.
Der Eintritt ist natürlich frei.
Schaut also gerne mal vorbei!

 

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Review: Das unabwendbare Altern der Gefühle

Letztes Jahr hat mich Zidrou mit Die Adoption tief berührt, nun ist gerade seine neuste Graphic Novel „Das unabwendbare Altern der Gefühle“ beim Splitter Verlag erschienen und schon auf den ersten Blick war ich von der Geschichte gefesselt…

Mediterranee ist Anfang sechzig, als ihre Mutter stirbt. Schlagartig wird ihr bewusst, daß sie nun die Älteste in der Familie ist und das, was man wohl eine „alte Frau“ nennt, auch wenn sie sich in ihrem Inneren noch lange nicht so fühlt.

Ulysses ist Ende fünfzig, als er in Frührente geschickt wird. Seine Frau ist schon vor Jahren gestorben und so sitzt er Abends oft alleine vor dem Fernseher oder einem Sudoku, dabei will er noch nicht zum alten Eisen gehören.

Mit zwei so ähnlichen Geschichten und so schicksalhaften Namen ist klar, daß sich die beiden eines Tages begegnen müssen. Und so kommt es, daß sich Mediterranee und Ulysses ineinander verlieben, sich wieder jung fühlen und ihren zweiten Frühling genießen.

Doch dann passiert etwas, womit keiner rechnen konnte und was das Leben der beiden völlig auf den Kopf stellt…

„Das unabwendbare Altern der Gefühle“ hat mich wirklich sehr bewegt und am Schluß hatte ich – wie so oft bei großartigen Graphic Novels – Tränen in den Augen.

Zunächst einmal hat mich das Thema sehr angesprochen. Über Liebe und Sex im Alter liest man nicht sehr häufig; eigentlich fiel mit spontan nur „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ ein.
Dabei zeigt Illustratorin Aimée de Jongh die Körper von Mediterranee und Ulysses wirklich ungeschönt, mit Fettpolstern, Falten und Altersflecken und trotzdem mit sehr viel Schönheit, die von ihrer inneren Haltung und dem gemeinsamen Glück ausgeht.

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„Das unabwendbare Altern der Gefühle“ ist eine wirklich schöne Graphic Novel, mit einer Geschichte, die ans Herz geht, Charakteren, zu denen man (bei mir trotz deutlichem Altersunterschied) sofort eine Verbindung aufbaut und einer Wendung, die man garantiert nicht vorhersieht.

Von mir gibt es dafür eine klare Empfehlung!

Review: Die entsetzliche Angst der Epiphanie Schreck

Vor Kurzem erschien „Die entsetzliche Angst der Epiphanie Schreck“ bei toonfish, dem Kinderimprint der Splitter Verlags.
Da ich mich sofort in die Illustrationen verguckt hatte, war ich sehr gespannt auf diese Graphic Novel von Séverine Gauthier und Clément Lefèvre.

Epiphanie ist achteinhalb Jahre alt und fast genauso alt ist ihre Angst, die ihr wie ein Schatten folgt. Um genau zu sein ist es ihr Schatten vor dem Epiphanie Angst hat, denn sie leidet an Sciophobie.

An manchen Tagen ist die Angst so mächtig, daß Epiphanie weder ein noch aus weiß und so macht sie sich auf die Suche nach Hilfe. Dabei landet sie in einer seltsamen Welt, die eigenen, verrückten Regeln unterworfen ist, doch niemand hier scheint Epiphanie helfen zu können. Weder der Doktor, noch ein heldenhafter Ritter oder ein Dompteur, der versucht, den Schatten zu zähmen.
Im Gegenteil: je verzweifelter Epiphanie wird, desto größer und mächtiger wird ihre Angst…

Erst als sie begreift, daß sie selbst es schaffen muss, sich von ihrer Angst zu befreien, können Epiphanie und der Schatten Frieden schließen.

Clément Lefèvres Zeichenstil hat mich sofort angesprochen. Ein bißchen fühlte ich mich an „Chihiros Reise ins Zauberland“ erinnert.

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Auch die Grundidee der Geschichte fand ich sehr spannend: viele Kinder leiden an unbestimmten Ängsten, die sie oft nicht erklären können und die von Erwachsenen nicht ernst genommen werden. Das Leben kann in diesem Alter aber auch wirklich beängstigend sein!

Allerdings war mir die Erzählung stellenweise fast ein bißchen konfus. Man wird sofort in die Epiphanies Suche nach Hilfe geworfen und jagt dann atemlos von einem Abenteuer zum nächsten, so daß man oft das Gefühl hat, gar nicht richtig hinterherzukommen.

Trotzdem hat mir „Epiphanie Schreck“ gut gefallen. Für mich punktet die Geschichte vor allem durch die schönen Illustrationen und das schwierige Thema, das hier sehr kindgerecht aufgearbeitet wird.
Da das Buch ab acht Jahren empfohlen wird, habe ich es gleich noch meinem Zwölfjährigen in die Hand gedrückt, der es auch „sehr, sehr schön“ fand.

Schaut auf jeden Fall mal rein, wenn es Euch in die Finger fällt!

 

Review: Heimat – Ein deutsches Familienalbum

Ich kann mich noch an den Tag erinnern, an dem mir klar wurde, daß etwas in der Vergangenheit gründlich schief gelaufen sein muss…
Es war wohl in der fünften Klasse, als ein Junge im Religionsunterricht kichernd Hakenkreuze in sein Heft malte, etwas, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte.
Die Reaktion meines Lehrers darauf war so heftig und so erschüttert, daß ich versuchte, herauszufinden, was es damit auf sich hatte. Und bald schon verstand ich, daß etwas wirklich, wirklich schlimmes passiert war und vor allem, daß meine Großväter, die mit mir bastelten, spazieren gingen und scherzten, daß diese Männer damit zu tun haben mussten…

Nora Krug ist etwa so alt wie ich, auch sie hatte Großväter, die im Krieg gekämpft haben und Eltern, die diese Vergangenheit vielleicht nie richtig aufgearbeitet haben.
Als Deutsche, die mit ihrem jüdischen Ehemann in New York lebt, stolperte sie immer wieder über die Geschichte unseres Landes.
Und so stellte sie sich irgendwann die Frage, die sich vielleicht die meisten von uns schon einmal gestellt haben: Was hat meine Familie getan?

Nora reist zurück nach Deutschland, besucht Historiker, durchwühlt Archive, spricht mit Familienangehörigen und Freunden und versucht, sich ein Bild davon zu machen, in wieweit sich ihre Großeltern schuldig gemacht haben.

Dabei stößt sie auf unbequeme Wahrheiten, aber auch auf Verständnis und Vergebung.

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Die Form, die Nora Krug für ihre Spurensuche gewählt hat ist eine ganz einzigartige Mischung aus Autobiografie, illustriertem Sachbuch und Graphic Novel.
Dabei verwendet sie Comicstrips, Zeitungsartikel, alte Fotos und Kollagen.
Sie schafft es, kleine, auf den ersten Blick vielleicht banale Erinnerungsfetzen in einen größeren Zusammenhang zu bringen und so ihrer Geschichte eine runde Form zu geben.

„Heimat“ war ein Buch, das mir sehr aus der Seele gesprochen hat.
Ich denke, fast jede Familie hat ihren Anteil an Mitschuldigen und Opfern…
Die Aufgabe unser Generation ist es, sie nicht gegeneinander Aufzuwiegen, sondern in Erinnerung zu behalten und einen besseren Weg einzuschlagen.

Review: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß

Auf der Suche nach einer schönen dicken Graphic Novel, die mich mit nach Südtirol begleiten durfte, stieß ich auf „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ von Jiro Taniguchi nach dem gleichnamigen Roman von Hiromi Kawakami.

Taniguchis Graphic Novels waren mir schon öfter empfohlen worden und mit mehr als 400 Seiten versprach dieses Buch eine schöne Urlaubslektüre zu werden, die ich nicht schon nach nur einer Stunde durchgeblättert hätte.

Tsukiko ist Single, Ende dreißig, selbstbestimmt. Die Liebe nimmt in ihrem Leben keinen großen Platz ein, am liebsten sitzt sie nach der Arbeit noch in ihrer Lieblingsbar, trinkt ein wenig und genießt das leckere Essen.

Eines Abends kommt sie mit ihrem Sitznachbarn ins Gespräch, als er exakt dieselben Gerichte bestellt, wie sie.
Es stellt sich heraus, daß der ältere Herr neben Tsukiko ein ehemaliger Lehrer von ihr ist, doch da sie sich zunächst nicht mehr an seinen Namen erinnern kann, nennt sie ihn einfach nur Sensei.

Auch wenn sich Tsukiko und der Sensei nie verabreden, treffen sie sich doch nun immer häufiger in der Bar, essen und trinken gemeinsam und ziehen gelegentlich noch ein wenig um die Häuser.
Der Sensei ist ein Gentleman der alten Schule, der auch die ein oder andere seltsame Angewohnheit hat, doch Tsukiko fühlt sich bei ihm sehr wohl und verbringt gerne Zeit mit ihm.

Es dauert lange, bis sie begreift, daß sie mehr als nur einen väterlichen Freund in dem Sensei sieht, doch er scheint ihre Gefühle nicht zu erwidern… oder etwa doch?

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Wie anfangs schon erwähnt, ist „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ ein richtig dickes Buch, vermutlich die längste Graphic Novel, die ich bisher gelesen habe.
Der Zeichenstil ist dabei zwar an sich recht schlicht was die Gesichter betrifft, doch dann auch wieder mit herrlich detailverliebten Hintergründen.
Bis auf die ersten paar Seiten ist die ganze Geschichte in schwarz/weiß gehalten.

Den Roman von Hiromi Kawakami, auf dem diese Graphic Novel basiert habe ich noch nicht gelesen. Deshalb kann ich auch schlecht beurteilen, wie originalgetreu Jiro Taniguchi die Geschichte umgesetzt hat.
In einem Interview mit Kawakami und Taniguchi am Ende des Buches, erklärt die Autorin allerdings, daß sie mit der Adaption sehr glücklich ist, also gehe ich davon aus, daß die Stimmung der Geschichte auch gut in den Bildern transportiert wird.

„Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ ist eine recht ruhige und gefühlvolle Geschichte… Es geht um Freundschaft, Nähe und viel gutes Essen.
Es ist eine wirklich schöne Graphic Novel, die vielleicht auch ein guter Einstieg für klassische Roman-Leser ist.

Auf in den August!

Es ist August, das Wetter ist wunderbar, eigentlich schon ein bißchen zu heiß und wenn ihr das hier lest, bin ich gerade im schönen Italien, denn ich fleißiges Bienchen habe noch meine Monatsplanung für Euch vorgeschrieben.

Der August ist immer ein Monat, in dem ich möglichst keine Novitäten lese, einfach aus dem Grund, daß ich die nächsten Monate fast nur Neuerscheinungen durcharbeiten werde.
Als vorbildliche Buchhändlerin muss ich schließlich wissen, was man dieses Jahr an Weihnachten verschenken kann! 😉

Deshalb mache ich im August nochmal einen kleinen persönlichen Leseurlaub. Ein kurzes Luftholen, bevor ich mich in die Novitäten stürze.

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Na gut… Eine Neuerscheinung durfte dann doch mit… Nämlich Weit weg von Verona von Jane Gardam. Warum? Weil ich, wenn dieser Beitrag online geht, gar nicht weit weg von Verona bin und ich gerne „rebellisch“ lese. 😉
Von Jane Gardam habe ich bisher nur „Old Filth“ („Ein untadeliger Mann“) gelesen und auch wenn mir der Stil sehr gefallen hat, hat mich die Geschichte nicht wirklich packen können.
Die Handlung von „Weit weg von Verona“ hört sich jedoch ziemlich vielversprechend an. Eine Protagonistin, die immer die Wahrheit sagt? – Das verspricht spannend zu werden!

Mit nach Südtirol darf dann eine Woche später Uncommon Type („Schräge Typen“) von Tom Hanks.
Da der liebe Ehemann wegen seiner neuen Arbeitsstelle nicht mit in den Urlaub kann ist mein Vater eingesprungen und freut sich schon darauf, die Gegend um Meran mit seinen beiden Lieblingsenkeln unsicher zu machen.
Weil er die Filme von Tom Hanks immer gerne sieht, dachte ich, es wäre bestimmt ganz schön, dieses Buch mit in den gemeinsamen Urlaub zu nehmen und sich vielleicht ein bißchen daraus vorzulesen.

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Ohne Coverkäufe geht es wohl nie, deshalb durfte Nobody is Ever Missing („Niemand verschwindet einfach so“) von Catherine Lacey mit, obwohl die Besprechungen, die ich bisher gelesen habe eher so lala waren.
Wunderschön finde ich auch das Cover von Never Mind von Edward St Aubyn. Erst später bin ich dahinter gekommen, daß es ja der erste Teil der Patrick Melrose-Reihe ist, die vor kurzem mit Benedict Cumberbatch verfilmt wurde. Gesehen habe ich die Serie noch nicht. Jetzt wird erstmal gelesen!

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Zwei Titel bei denen ich noch gar nicht weiß, was mich erwartet, sind This Adventure Ends („Nicht nur ein Liebesroman“) von Emma Mills und Aquarium (Deutscher Titel ist überraschenderweise auch „Aquarium“) von David Vann.
Beide Bücher wurden von verschiedenen Bloggern über den grünen Klee gelobt, also immer her damit!

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Das Buch, auf das ich diesen Monat am meisten gespannt bin, ist The Water Cure von Sophie Mackintosh. Ich hatte es mir schon ausgesucht, da rutschte es noch auf die Longlist für den Booker Prize.
Offenbar ist es ein dystopischer Frauenroman im Stil von Der Report der Magd. Hoffentlich ist meine Erwartungshaltung deshalb nicht zu hoch. 😉

Und endlich mal kümmere ich mich ein wenig um den SUB-Abbau mit Schwimmen von Sina Pousset. Wie vielen anderen Bloggern wurde mir das Buch letzten Herbst vom Verlag zugeschickt und bisher habe ich nur überschwängliche Kritiken gelesen, aber nachdem ich ja eine schreckliche Jahreszeiten-Leserin bin, lag das Buch bis jetzt ungelesen herum. Jetzt bin ich aber gespannt!

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Zusätzlich durfte noch ein ganzer Stapel Comics, Mangas und natürlich die obligatorische Graphic Novel mit.
Diesen Monat ist es ein ziemlicher Wälzer, nämlich Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß nach dem gleichnamigen Roman von Hiromi Kawakami, illustriert von Jiro Taniguchi.
Denn ich werde die nächsten Wochen viel Zeit am See, Pool, und Spielplatz mit meinen Kindern verbringen. So richtig kann ich mich da nie auf Romane konzentrieren. Da ist es besser, ich kann alle paar Bilder kurz aufschauen um zu sehen, was die Jungs treiben. 😉

Ich freue mich wahnsinnig auf den Urlaub und hoffe, ich komme bei all dem Freizeitstress noch zum Lesen!

Was habt ihr im Sommer geplant?

Ich wünsche Euch einen wunderschönen August!

Liebe Grüße,
Andrea

PS: Diese Woche feiere ich ja meinen ersten Bloggeburtstag. Schaut deshalb auf jeden Fall auch noch bei meinem Gewinnspiel vorbei!

Review: Nightlights

Auf der Suche nach einer schöner Graphic Novel stolperte ich über „Nightlights“, einen Comic der Künstlerin Lorena Alvarez.
Sofort war ich in die bunten, fantasievollen Illustrationen verliebt, die mich ein wenig an die Filme des Studios Ghibli erinnerten, also musste ich es natürlich haben.

Sandy ist ein kleines Mädchen, der beim Einschlafen wundersame Lichter erscheinen, die sie mit in eine zauberhafte Traumwelt nehmen.
Tagsüber zeichnet sie die Wesen aus ihren Träumen und vergisst dabei alles um sich herum, aber weder ihre Eltern, noch ihre Freunde interessieren sich für Sandys Bilder. Erst Morfie, das neue Mädchen an Sandys Schule begeistert sich dafür und stellt mehr und mehr Fragen.
Doch bald schon beginnt Morfie in Sandys Traumwelt einzudringen und diese in einen Alptraum zu verwandeln…

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Ich muss leider sagen, daß ich „Nightlights“ ein wenig enttäuscht zugeschlagen habe.
Die Bilder sind wirklich unheimlich schön, aber ich war fast schon irritiert, wie schnell es wieder vorbei und wie unausgereift die Geschichte war.
Ich habe mich gefragt, ob ich vielleicht ein bißchen zuviel erwartet hatte und sich „Nightlights“ an eine viel jüngere Zielgruppe richtet, aber dann hätte es nicht so gruselig werden dürfen und ehrlich gesagt, machen das andere Autoren wie zum Beispiel Luke Pearson in meinen geliebten Hilda-Comics wesentlich besser und schaffen es, jung und „alt“ gleichermaßen anzusprechen.
Schade eigentlich!

Trotzdem werde ich diese Illustratorin mal im Auge behalten.
Ihr Stil gefällt mir ja gut, vielleicht ist die nächste Geschichte dann ausgereifter.