Neuigkeiten im November

Und schon ist es wieder November!
Das Jahr scheint regelrecht an mir vorbeizurasen und trotzdem warte ich und scharre mit den Hufen, denn in zwei Wochen werde ich mich beruflich ein wenig verändern und kann es kaum noch erwarten.
Keine Sorge! Ich bleibe weiterhin Buchhändlerin, allerdings habe ich die Chance, an einem sehr spannenden Projekt teilzunehmen, von dem ich aber noch nichts verraten darf.
Mitte des Monats werde ich Euch dann endlich erzählen können, worauf ich mich nun schon seit Wochen freue. Bis dahin vertreiben wir uns einfach die Zeit mit meinem Novemberstapel:

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Zwei Titel auf die ich schon lange gewartet habe sind „Bridge of Clay“ und „Someday“.

„Bridge of Clay“ ist das neue Buch von Markus Zusak, dem Autor von „Die Bücherdiebin“.
Seit etwa zehn Jahren war dieser Titel nun angekündigt, aber mit dem Erscheinen hat wohl niemand mehr gerechnet. Vermutlich hat ihn der Erfolg der „Bücherdiebin“ regelrecht verstummen lassen und da dies auch eines meiner Lieblingsbücher ist, habe ich natürlich absolut übertriebene Erwartungshaltungen.
Da müssen wir jetzt wohl durch…
Auf Deutsch erscheint „Bridge of Clay“ übrigens schon im Februar unter dem Titel „Nichts weniger als ein Wunder“.

Nicht ganz so lange, aber auch nicht zu kurz habe ich auf „Someday“ von David Levithan gewartet. Denn hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von Every Day („Letztendlich sind wir dem Universum egal“), welches ja vor kurzem verfilmt wurde.
Tatsächlich gab es zwar schon ein zweites Buch in der Reihe um die außergewöhnliche Person A, die jeden Tag im Körper eines anderen Menschen aufwacht, doch „Another Day“ („Letztendlich geht es nur um dich“) hat eigentlich nur die Geschichte des ersten Bandes aus der Sicht der anderen Hauptperson Rhiannon erzählt.
Da eigentlich jeder, der wissen wollte, wie die Geschichte von A und Rhiannon weitergeht, von diesem Teil enttäuscht war, habe ich ihn ausgelassen und hoffe, daß „Someday“ die Geschichte noch zu einem Happy End führen kann.

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Ein weiteres Buch, von dem ich mir viel erwarte ist „Loyalitäten“ von Delphine De Vigan. Eigentlich hatte ich es nicht wirklich auf meiner Leseliste, da es um ein 12jähriges Scheidungskind geht und ich ein wenig Angst habe, daß mir die Geschichte zu nahe geht. Schließlich wird mein Großer morgen selbst zwölf.
Trotzdem wurde ich neugierig, nachdem Torsten Woywod vom Dumont Verlag auf Instagram so von diesem Buch schwärmte. Bei dieser Gelegenheit erwähnte er nämlich, daß seine Lieblingsbücher der letzten Jahre „Vom Ende der Einsamkeit“ und Was man von hier aus sehen kann waren und da kann ich mich nur enthusiastisch anschließen, also hoffe ich, daß mich „Loyalitäten“ genauso mitreißen kann.

Zum Ausgleich habe ich mir dann noch das neue Buch von Wolf Haas mitgenommen, das mich dann wieder zum Lachen bringen darf.
Bisher kenne ich von Haas nur die Brenner-Geschichten und ich mag diesen derben österreichischen Humor.
Der knappe Klappentext lässt mich zumindest schon mal schmunzeln: „Er ist ein bißchen zu dick und ein bißchen zu jung für sie. Sie ist ein bißchen zu schön und ein bißchen zu verheiratet für ihn.“

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Dieser Monat wurde dann auch noch überraschend sachbuchlastig.

Besonders freue ich mich auf „1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte“ von Florian Illies.
Vor gut fünf Jahren las ich den ersten Teil von „1913“ und war absolut begeistert von diesem leicht fiktionalisiertem Bericht der Ereignisse eines Jahres.
Ich weiß noch, wie ich am nächsten Tag mürrisch im Laden stand und mein Chef fragte, warum ich so einen Flusch ziehen würde.
Ich: „Mmmh… Ich hab gestern „1913“ ausgelesen.“
Chef: „Und jetzt?“
Ich: „Will ich weiter lesen!“
Chef: „1914?“
Ich: „Neee… 1914 ist alles den Bach runter gegangen! Ich will „1913“ Teil 2!“
Könnt ihr Euch also vorstellen, wie ich gejubelt habe, als ich gesehen habe, daß mein Wunsch erfüllt wurde?
Ich betrachte dieses Buch als ganz allein für mich geschrieben. Schön, daß Florian Illies das gemacht hat. 😉

Im Bereich illustriertes Sachbuch sind diesen Monat dann auch noch zwei Titel am Start, nämlich „Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne von Volker Mehnert und Claudia Lieb und „Der Mond – Mystische Geheimnisse und wissenschaftliche Fakten“ von Hannah Pang, illustriert von Thomas Hegbrook.
In beide Titel habe ich bereits hineingeblättert und bin schwer begeistert.
Da freue ich mich auch schon sehr darauf, sie Euch bald genauer vorzustellen.

So, das ist er nun, der Novemberstapel…
Jetzt heißt es also noch zwei Wochen warten, bis ich Euch von dem spannenden Projekt in meiner Arbeit erzählen kann.
Ich freue mich schon und wünsche Euch allen einen wunderbaren November!

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

8 Kommentare zu „Neuigkeiten im November“

  1. Liebe Andreas!

    Zu zwei Deiner o.g. Themen kann ich auch etwas beitragen,…

    https://andreaskueckleselust.wordpress.com/2018/09/15/das-geschriebene-wort-22/
    https://andreaskueckleselust.wordpress.com/2018/10/24/rezension-der-mond-gedichte-geschichten/

    …und mit Deinem Hinweis auf ein berufliche Veränderung hast Du mich neugierig gemacht: Ich werde gespannt auf Deine „Auflösung“ warten.

    Gruß
    Andreas

    Gefällt 1 Person

  2. Ich werde mir jetzt umgehend ein möglichst großes, möglichst signalfarbenes Ausrufezeichen in den Kalender des Folgejahres, und dort ziemlich genau am 04.02. einzeichnen. 😉 Vielen lieben Dank also für den Hinweis auf „Nichts weniger als ein Wunder“.

    Auch auf die Fortsetzung von „1913“ freue ich mich.

    Gefällt 1 Person

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