Review: Was man von hier aus sehen kann

Jedes mal, wenn Luises Oma Selma von einem Okapi träumt, wird jemand aus dem Dorf innerhalb des nächsten Tages sterben.
„Was man von hier aus sehen kann“ beginnt am Tag nach so einem Okapi-Traum. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, alle Dorfbewohner klären ihre Angelegenheiten und schreiben Abschiedsbriefe, einer plant sogar, das kurze Zeitfenster für einen Mord zu nutzen, doch dann kommt alles anders als erwartet…

Aber das ist erst der Anfang…
Wir begleiten Luise, Selma, ihre Familie und all die liebenswerten und etwas schrägen Dorfbewohner über zwanzig Jahre lang.

Bereits nach der Hälfte des Buches war mir klar, daß ich mein Lieblingsbuch für dieses Jahr gefunden hatte… – Deshalb möchte ich auch gar nicht zu viel verraten.
Ich bin absolut begeistert von Mariana Lekys humorvollem Stil, ihren wunderbaren Charakteren und der Alltagsmagie, die sie so fabelhaft beschreibt.

Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich will das Buch ganz bald noch mal lesen!

An dieser Stelle wird mir bewusst, daß ich mehr über Bücher zu sagen habe, die mir weniger gut gefallen. Bei diesem hier möchte ich am Liebsten gar nichts sagen, sondern es einfach nur jedem in die Hand drücken! 😉

Mehr von Mariana Leky:

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Review: Die Herrenausstatterin

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

26 Kommentare zu „Review: Was man von hier aus sehen kann“

  1. Das geht mir genauso! Ein launiger Verriss eines unsäglichen Machwerks geht sehr viel leichter von der Hand und fällt sehr viel umfangreicher aus als eine berechtigte Lobhudelei über ein Buch, das einen persönlich berührt hat. Warum auch immer!? 🙂

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  2. Das hört sich gut an. Ich stimme dir zu. Wenn ich von einem Buch total ergriffen und begeistert bin fehlen mir die Worte, weil ich glaube dem Buch nicht gerecht werden zu können.
    Ich setze das Buch mal auf meine Wunschliste für Weihnachten.
    LG Kerstin

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  3. Da hat man doch gleich Lust das Buch selbst zu lesen! Werfe ich damit meine Challenge öfter „outside the box“ zu lesen, gleich wieder über Bord? 😀 Bei dir kann ich da aber vielleicht eine Ausnahme machen.
    Liebe Grüße!

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    1. Ich bin dir ja da ehrlich gesagt sehr ähnlich und schaue immer wann neue Bücher von meinen Lieblingsautoren kommen.
      Und wie bei dir fällt es mir einfacher, mich auf etwas Neues einzulassen, wenn es englisch ist.
      😉
      Bei „Was man von hier aus sehen kann“ war ich auch super skeptisch und habs mir dann doch geholt. Ein Glück! Aber lustigerweise sind die meisten meiner Lieblingsbücher Sachen an die ich skeptisch ran gegangen bin. Vermutlich haben die einen besseren Start, weil man nicht viel erwartet. 😉

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      1. Ja, das mit den hohen Erwartungen kenne ich. Die können leicht enttäuscht werden. 😢 Aber das ist doch ein guter Ansatz: Büchern, denen man skeptisch gegenübersteht, eine Chance geben. Oder Genres. Bei mir wäre das Fantasy. 😳 Hast du da einen Einsteiger-Tipp für mich?

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      2. Ein Favorit ist „Der Name des Windes“. Das hat sogar meinem Dad gefallen und der liest sonst kein Fantasy. Allerdings ist es auf Deutsch echt teuer und nicht schön übersetzt. Wenn du eh gern auf Englisch liest würde ich das empfehlen, aber es könnte halt ganz schön abschreckend sein, so ein fetten englischer Wälzer aus einem Genre bei dem du skeptisch bist. 😉
        Oder „The Princess Bride“! Das ist nicht so fantasylastig sondern eher eine humorvolle Parodie auf Mantel- und Degenromane. Auch ein Lieblingsbücher von mir. 😉
        Wobei ich echt ein kleines bißchen Angst habe dich zu enttäuschen, wenn es dann eben doch zu sehr aus deiner Komfortzone heraus geht

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      3. Ich schau mir die beiden Bücher mal an. Danke für die lieben Tipps! Enttäuscht werden kann man ja immer, auch innerhalb der Komfortzone – was ich aber bei einem Tipp von dir nicht glaube. 🙂 Ich werde berichten!

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