Woher es kommt… und wohin es geht

Auf diesen Blogbeitrag freue ich mich schon seit Langem! 🙂

Immer wieder werde ich gefragt, ob es denn Absicht war, daß man meinen Blognamen auf zwei Arten verstehen kann… und deshalb wollte ich euch einmal erzählen was es mit dem Namen auf sich hat.

Vor ein paar Jahren standen mein Kollege Stefan und ich am Münchner Hauptbahnhof und warteten auf unseren Zug. Wir plauderten ein bißchen, ich muss wohl eine meiner Anekdoten zum besten gegeben haben, denn irgendwann sagte Stefan: „Du könntest auch mal ein Buch schreiben!“
Darauf antwortete ich, was ich in solchen Situationen immer sage (frei nach Marcel Reich-Ranicki): „Es gibt Leser und es gibt Schreiber… ich bin Ersteres.“
Doch während wir weiter auf unseren Zug warteten, dachte ich ein wenig nach und sagte: „Aber wenn, wenn ich jemals ein Buch schreiben sollte, dann wäre es eine Art Reiseführer. Ich würde einfach mit der Bahn in alle europäischen Metropolen fahren und dabei lesen. Und dann würde ich darüber schreiben, was ich gelesen habe, was ich auf der Zugfahrt und in der Stadt erlebt habe und welche schönen Buchhandlungen es dort gibt… Und nennen würde ich es… Lesen… in vollen Zügen!“
Stefan lachte ein bißchen, schüttelte den Kopf und meinte: „Na, dann brauchst du nur noch einen Verlag und ganz viel Urlaub.“
Und das war das Ende der Geschichte…

Aber dieser Titel Lesen… in vollen Zügen wollte mir nicht mehr aus dem Kopf. Es war eine ganz spontane Eingebung am Bahnhof gewesen, aber ich mochte die Idee…
Als mich mein Freund dann überredete, aus meinen Buchbesprechungen, die ich nur auf meinem privaten Facebook Account gepostet hatte einen Blog zu machen kam deshalb auch nur dieser Name für mich in Frage.

Seit ich mit dem Bloggen angefangen habe bin ich leider nicht wirklich viel zum Reisen gekommen… doch dieses Jahr wird das anders!

Ich habe einige Zugreisen schon gebucht und andere bereits in Planung.
Natürlich möchte ich dann all das machen, was ich Stefan damals erzählt habe… und euch möchte ich natürlich mitnehmen! (Zumindest virtuell.) 😉

Beginnen werden wir mit… Venedig!
Hach, ich liebe diese Stadt und war schon viel zu lange nicht mehr dort.
Im Februar geht es mit dem Nachtzug dorthin und dann möchte ich auch endlich in die sagenhafte Buchhandlung Acqua Alta gehen.

2018-01-14_12.36.42

Vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Tipps für mich?

Ich freu mich jedenfalls wahnsinnig auf meine Reisen dieses Jahr, auf die Zugfahrten, die Lektüre, die Buchhandlungen und all die Abenteuer.
Ich hoffe, ihr seid dabei!

Eure Andrea

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 18 Jahren bin ich Buchhändlerin in München und liebe es, meine Kunden im Laden zu beraten. Jetzt mache ich den Schritt in die weite Welt des Internet und hoffe, ich kann auch hier Leser und Bücher zusammenbringen. 🙂

32 Kommentare zu „Woher es kommt… und wohin es geht“

  1. Schöne Geschichte, die hinter deinem Namen steckt. Vielleicht wird es die Printversion deines Reiseführers ja doch auch noch irgendwann geben… 🙂

    Wenn du tolle Reiseziele mit wunderschönen Buchhandlungen und/oder Bibliotheken suchst… Dublin ist dafür toll geeignet, mit der Trinity College Library, der Chester Beatty Library und ganz vielen Buchhandlungen.
    Ansonsten ist Becherel in der Bretagne ein absoluter Traum für Bücherwürmer (https://letusreadsomebooks.com/2017/10/21/becherel-das-dorf-der-buchhandlungen/#more-4378).
    Oder Porto, da gibt es ja die Livraria Lello.
    Du könntest auch einen Tages- oder Wochenendausflug nach Maastricht machen (Boekhandel Domenicanen <3), das steht bei uns auch noch ganz weit oben auf der Liste.

    Die Aqua Alta würde ich auch gerne mal live sehen…aber ich freue mich auch auf Fotos von dir, das ist schon mal etwas! 😀

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja! In der Buchhandlung in Maastricht war ich auch schon! Die ist wirklich wunderschön!
      Holland ist auch so ein Ziel, was ich dieses Jahr noch gerne ansteuern würde. Villeicht im Herbst. Da muss es auch in de Broeren eine wahnsinnig schöne Buchhandlung geben, die ebenfalls in einer alten Kirche ist… Das wäre noch so ein Traumziel…

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  2. Hallo Andrea,
    für mich ist der Name Deines Blogs ein sprachlicher Geniestreich, und die Geschichte dazu finde ich sehr nett. Nicht ganz so glücklich bin ich mit der Bezeichnung „Liste der Schande“, aber das vor allem deshalb, weil meine ganz persönliche Still-to-read-List viel zu lange ist, um sie in den mir noch verbleibenden 50 Jahren (optimistische Schätzung) bewältigen zu können. Und wer möchte schon den Rest seines Lebens in Schande verbringen?
    Ich hab mir sagen lassen, Venedig sei bei aqua alta am beeindruckendsten, also Gummistiefel mitnehmen und hinein ins Vergnügen! Den Tipp mit Dublin kann ich nur unterstreichen, ich habe für Juli schon gebucht und werde diesmal sogar im Trinity College wohnen, aber wenn Fliegen nicht in Frage kommt: der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ist auch eine Reise wert.

    Liebe Grüße
    Niamh

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    1. Hach… Es gibt ganz viele, die geschrieben haben: „Aber du kannst das doch nicht Liste der Schande nennen!“.
      Man muss sich dazu dann immer vorstellen, daß ich die Faust gen Himmel schüttle und ein grimmiges Piratengesicht mache.
      😉
      Ich hab ein sehr entspanntes und liebevolles Verhältnis zu meiner Liste der Schande, also keine Sorge. Der Name ist eher da, daß die Kunden mir keine Vorträge halten, wie schrecklich es ist, daß ich dieses oder jenes Buch noch nicht gelesen habe.

      Venedig würde ich tatsächlich gerne mal bei Hochwasser sehen, aber ich hab ein bißchen Angst, daß dann auch die Buchhandlung überschwemmt wäre und die will ich UNBEDINGT sehen!
      Liebe Grüße,
      Andrea

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  3. Eine tolle Geschichte. Ich habe ein paar Jahre immer in vollen Zügen gelesen. Freitags von meinem Wohnort (Neumünster und Kiel) zu meinen Eltern und sonntags wieder zurück. Oft stand ich nehmen meiner Reisetasche an die Wand gelehnt mit einem Buch in der Hand. So vergeht die Zeit ganz schnell und zum Lesen braucht man nicht unbedingt einen Sitzplatz.
    Ich empfehle dir Lissabon. Ich bin vor ein paar Jahren dort gewesen. Ein wunderbarer Ort mit sehr vielen Aussichtspunkten von denen man eine schöne Aussicht über Lissabon hat.
    LG Kerstin

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  4. Hey,
    Eine schöne Geschichte! Ich finde es immer toll, wenn hinter einem Blognamen noch eine schöne Bedeutung steht. Ich muss jetzt mal loswerden, dass ich deine Zeichnungen und Schriftzüge wirklich klasse finde!

    Übrigens kann ich die Florenz als Reiseziel empfehlen! Ich fand die Stadt einfach super schön, aber leier haben wir – Aufgrund der Reisegruppe- viel zu wenig Zeit dort verbracht. Eines Tages will ich wieder hin und mir wirklich ALLES anschauen!

    Liebe Grüße,
    Pia

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    1. Vielleicht fahr ich ja mal mit den Zug nach England… Das fände ich auch spannend, ist aber vermutlich zu teuer.
      Ich müsste sogar nur dreimal umsteigen: am Münchner Hauptbahnhof von der S-Bahn in den TGV, dann die Metro vom Gare de l’Este zum Gare du Nord und ab in den Eurostar… Irgendwann mach ich das mal! 🙂

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  5. Huhu,

    ich finde Deinen Namen toll und als ich das letzte Mal Zug gefahren bin, habe ich durch Dich inspiriert ein Foto von mir und meiner aktuellen Lektüre gemacht 🙂 Ich wünsche Dir einen wundervollen Urlaub und würde Dir sehr gerne Ibiza empfehlen, wird mit dem Zug jedoch eher schwierig…aber vielleicht steigst Du ja auch irgendwann mal auf Fähren um, dann könnte das klappen 😉

    Liebe Grüße
    Lagoona

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  6. Der Name ist schon echt cool!
    Vielleicht kommst du auf deiner Reise mal an Kiel vorbei, dort gibt es eine kleine Buchhandlung in der Nähe vom Bahnhof. Sie verkaufen ehrenamtlich Second Hand Bücher für kleines Geld und spenden den Erlös für gute Zwecke. Dort gibt es alles von Jugendbüchern bis Fachliteratur.
    Viel Spaß unterwegs, ich freue mich schon sehr drauf davon zu lesen!
    Liebe Grüße,
    Antonia

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  7. So etwas ähnliches hatte ich mir schon gedacht… vor allem, weil im Header-Bild vom Blog das typische Muster der Sitzbezüge in Zügen zu sehen ist.
    Die Geschichte ist wirklich schön und wer weiß, womöglich wird es irgendwann einmal wahr?!

    Viel Spaß bei den zukünftigen Reisen!

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  8. Huhu 🙂
    Eine wirklich schöne Geschichte und ich fand die Zweideutigkeit deines Blognamens immer total cool, da ich mit beiden Bedeutungen vertraut bin 😀
    Mein erster (und leider einziger) Besuch in Venedig ist schon viel zu lange her, daher kann ich dir keine konkreten Tipps geben außer diesem: Soweit das überhaupt noch möglich ist, halte dich beim Einkaufen oder Essen gehen an Restaurants/Cafes in Seitenstraßen oder verborgenen Ecken, wo nicht jeder Tourist hinkommt. Ist meistens nicht nur günstiger, sondern auch noch leckerer und entspannter. Und genieß deine Zeit in dieser wundervollen Stadt in vollen Zügen 😉

    Alles Liebe,
    Smarty ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, die Erfahrung hab ich damals auch gemacht. Geht man nur zwei Straßen hinter den Markusplatz sind da plötzlich lauter erschwingliche Familienrestaurants, wo die Oma noch kocht. Das ist eine wahre Freude! Ich freu mich auch schon auf die kleinen Imbisse wo man lecker Tramezzini essen kann… Hach, mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen! 😂

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  9. Die besten Ideen kommen unerwartet und spontan 🙂
    Ich hoffe, dass du dein diesjähriges Vorhaben bestmöglich in die Tat umsetzen kannst.
    Viel Erfolg beim Lesen… in vollen Zügen 😉

    Viele Grüße
    Bluchella

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