Review: We Were Liars

Dieses Buch wäre wohl komplett an mir vorbei gegangen, hätte nicht Mareike Fallwickl (die Autorin von Dunkelgrün fast schwarz) auf Instagram davon geschwärmt.
In der Buchhandlung stand ich ein wenig unschlüssig damit herum, als eine Kollegin an mir vorbeikam und meinte. „Hast du das noch nicht gelesen? Waaas?!? Na dann wirds aber Zeit!“
Ein Glück, denn sonst wäre mir wirklich etwas entgangen!

Jeden Sommer trifft sich die Familie Sinclair auf ihrer privaten Insel in der Nähe von Martha’s Vineyard. Cadence und ihre Mutter, ihre Cousinen und Cousins, die Tanten und Großeltern verbringen hier eine unbeschwerte Zeit.
Besonders nahe stehen Cadence ihre Cousine Mirren und ihr Cousin Johnny, sowie Gat, ein Freund von Johnny. Die vier sind alle im selben Alter und auch wenn sie während des Jahres wenig Kontakt zueinander haben, sind sie die Sommer über unzertrennlich.

Doch in dem Sommer als die Freunde fünfzehn sind, passiert ein Unfall… Cadence wird halbnackt und unterkühlt am Strand gefunden. Aufgrund eines Schädeltraumas kann sich nicht mehr an den Unfall erinnern.
Danach ist es vorbei mit ihrem unbeschwerten Leben… Ständig wird sie von Kopfschmerzen überwältigt und zieht sich immer mehr zurück.

Im nächsten Sommer darf sie nicht auf die Insel. Stattdessen nimmt sie ihr Vater mit auf eine Reise durch Europa, doch Cadence vermisst Mirren, Johnny und Gat.
Ihre Mails bleiben unbeantwortet und Cadence beschließt im nächsten Jahr um jeden Preis zurück zur Insel zu kommen und herauszufinden, was ihr zugestossen ist.
Doch niemand in der Familie will über den Unfall sprechen…

Diese Geschichte hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Etwa nach zwei Drittel hatte ich zwar eine Vermutung, was passiert sein könnte, trotzdem war ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt, sondern habe mit klopfendem Herzen weitergelesen.
„We Were Liars“ ist wesentlich tiefgründiger, als die meisten Young Adult Bücher, denn auch wenn es auf den ersten Blick um viel zu privilegierte Teenager geht, steckt so viel mehr in diesem Buch.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Deutscher Titel: Solange wir lügen
(Hier hat es zwar ein absolut nichtssagendes Cover, aber schaut trotzdem rein!) 😉

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

12 Kommentare zu „Review: We Were Liars“

  1. Hi. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wichtig es doch ist, dass ein Buch anspricht – äußerlich… sonst wird es kaum gekauft und kann mit Inneren Werten überzeugen.
    Werde auch mal reinschauen😊 ( versuchen, zu viel Titel gerade)
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja, gell… Das war ja bei Ravensburger, glaub ich… Irgendwie verbinde ich das immer mit Pferdebüchern. 😉
      Ich bin ja jetzt schon in dem Alter an dem ich viel näher an den Müttern aus der Geschichte dran bin und das fand ich neben der Geschichte um die Teenager eben auch total spannend.. Wie sich die Schwestern um ihr Erbe streiten und versuchen, den Vater für sich einzunehmen… Das hatte manchmal schon fast was von King Lear an sich.
      Definitiv nichts, was man mit dem Cover „Junge und Mädchen schauen sich sehnsuchtsvoll an“ verbinden würde. 😉

      Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich kann mich eigentlich auch gar nicht erinnern, daß ich die deutsche Ausgabe auf Blogs oder Instagram gesehen habe…
      Oder vielleicht habe ich sie da ignoriert, weil das Cover mich so gar nicht anspricht.
      Es war tatsächlich eine seltsame Mischung aus Mareike Fallwickl: „Tolles Buch!“, Andrea: „Eigentlich bräuchte ich noch ein dünnes Buch für diesen Monat, die ganzen dicken will ich nicht in die Badewanne mitnehmen.“ zu Kollegin: „Klar ist das super! Kauf es!!!“ 😂
      Seltsam wie die Bücher manchmal bei einem landen. 😉
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Andrea

      Gefällt 1 Person

  2. Hi,

    das Buch hat mir soo gut gefallen – ich habe es vor etwa zwei Jahren auf Instagram entdeckt- und ich freue mich zu lesen, dass die Autorin von „Dunkelgrün fast schwarz“ es dir empfohlen hat. Ihr Buch steht nämlich für diesen Monat noch auf meiner Leseliste 🙂 dass deutet ja darauf hin, dass auch das meinen Geschmack treffen wird! 🙂

    Liebe Grüße
    Ricy

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja! „Dunkelgrün fast schwarz“ steht auch auf meiner Liste, aber nachdem das Buch so gehyped wurde bin ich total vorsichtig, weil ich nicht mit übersteigerten Erwartungen rangehen möchte. 😉
      Das mit dem selben Buchgeschmack ist also ein absoluter Pluspunkt für die Autorin und ein Minuspunkt, weil meine Erwartungen dadurch definitiv nicht auf ein normales Maß gesenkt werden. 😂

      Liebe Grüße zurück,
      Andrea

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