Review: Die Adoption – Qinaya

Schon länger habe ich mit „Die Adoption“ aus dem Splitter Verlag geliebäugelt, jetzt hatte ich endlich die Gelegenheit, diese wunderbare Graphic Novel zu lesen…

Als bei einem Erdbeben in Peru viele tausend Menschen ums Leben kommen, sieht die ganze Welt fassungslos zu. Doch für das kinderlose Ehepaar Lynette und Alain bietet sich eine Chance… Die beiden adoptieren das vierjährige Waisenmädchen Qinaya und holen sie zu sich nach Frankreich.
Alle sind überglücklich über den unverhofften Familienzuwachs, das heißt alle bis auf Großvater Gabriel…
Er tut sich schwer damit, die Kleine als Enkelkind zu betrachten, doch schon bald wird er immer häufiger als Babysitter eingesetzt.
Es kommt, wie es kommen muss und im Lauf der Zeit werden Gabriel und Qinaya unzertrennlich, doch dann nimmt die Geschichte eine schockierende Wendung…

Diese wunderbare Graphic Novel hat mir das Herz gebrochen.
Am Schluss musste ich so schluchzen, daß der Große mir das Buch kurzerhand abgenommen hat und bald darauf selber total verheult ankam.

Die Zeichnungen von Arno Monin sind absolut großartig!
Seine Figuren wirft er mit ein paar Bleistiftstrichen hin und koloriert das Ganze dann mit pastelligen Aquarellfarben. Man sieht also das zeichnerische Handwerk und trotzdem sind die Bilder so ausdrucksstark, daß man das Gefühl hat, sich im selben Raum zu befinden oder die Sonne auf dem Gesicht zu spüren.
Monin beherrscht es, seine Bilder durch Licht- und Schattenspiele lebendig werden zu lassen aber auch, den Figuren mit wenigen Strichen eine absolut ausdrucksstarke Mimik und Gestik zu verleihen.
Schon rein zeichnerisch gehört „Die Adoption“ für mich zu den besten Graphic Novels die ich je gelesen habe.

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Ihr merkt schon… Ich komme heute aus dem Schwärmen nicht mehr raus.
Gottseidank kommt bald die Fortsetzung in die Läden!
Der Große und ich warten schon gespannt darauf.

 

Meine Besprechung zum zweiten Teil von „Die Adoption“ findet ihr hier:

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Review: Die Adoption – La Garúa

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 20 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit 2017 gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

18 Kommentare zu „Review: Die Adoption – Qinaya“

  1. Okay, also zu Weihnachten gibt es dann ein Buch aus dem Splitter Verlag! Die sehen wirklich unglaublich interessant aus. „Ein Frühling in Tchernobyl“ hat es mir jetzt echt angetan oder das hier, also „Die Adoption“. Seufz. Weihnachten dann. 😀 Bis dahin könnte ich den Kampf gegen das Mittelgebirge vielleicht im Griff haben. 😀

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