Meine Sammelleidenschaft

Es ist schon eine Weile her, da las ich den Blogbeitrag eines verzweifelten Harry Potter-Fans*… Verzweifelt, weil sie an einem Punkt angelangt war, an dem sie einfach nicht mehr wusste, ob sie mit all den Büchern, die den Markt fluteten noch mithalten konnte und wollte.
Soweit ich mich erinnere begann es für sie ganz unschuldig, mit den deutschen und englischen Ausgaben, doch dann kam immer mehr… Die illustrierten Ausgaben, die englischen Ausgaben mit den neuen Covern, die amerikanischen Ausgaben, die in den jeweiligen Hausfarben… Demnächst kommen ja die deutschen Jubiläumsausgaben und von den ganzen Zusatzbüchern will ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.
Wie weit kann die Fanliebe gehen, bis man einfach nicht mehr mithalten kann, bis man das Gefühl hat, nur noch ausgenommen zu werden?

Ich las diesen Artikel und lächelte milde…
„Hach, die Jugend!“, dachte ich. „So leicht zu manipulieren… So leicht auszunutzen…“
Doch schon in der nächsten Sekunde schämte ich mich, denn mein Blick fiel auf die drei Regalmeter meiner persönlichen Sammelleidenschaft, für die mir wohl selbst jemand, der alle Harry Potter-Ausgaben besitzt, den Vogel zeigen dürfte.

Auch bei mir begann es ganz unschuldig…
Eines Tages lagen da sechs Stapel in unserer Buchhandlung… Sechs englische Ausgaben der großen Klassiker, wunderschön gestaltet und in buntes Leinen gebunden: die Penguin Clothbound Classics.
Ein bißchen Austen, ein bißchen Bronte, dazu noch Wilde und Dickens… Mehr war es nicht. Und weniger als 15 Euro für so ein schönes Buch? Mit dem Mitarbeiterrabatt fast schon geschenkt…
Gut, bei sechs Büchern läpperte es sich schon ein wenig, aber es waren ja nur sechs…
Sie würden wunderschön in meinem Regal aussehen und ich gönne mir ja sonst kaum was.
Also zogen diese ersten sechs Titel der Clothbound Classics-Reihe bei mir ein, und nachdem ihr das Titelbild gesehen habt, dürfte euch klar sein, was dann geschah…

Denn Penguin dachte gar nicht daran, diese Reihe wieder einzustellen und mich vor dem finanziellen Ruin zu retten, oh nein!  Sie hatten es auf mein mickriges Gehalt als Halbtagsbuchhändlerin abgesehen und sie bekamen es auch.

Mittlerweile besitze ich 63 Bände und es ich noch kein Ende in Sicht.
Ich weiß, ich sollte so vernünftig sein, wie dieser Harry Potter-Fan und einfach sagen: „Danke, liebe Leute vom Penguin Verlag! Es war mir ein Fest, aber nun muss ich leider aufhören, eure schönen Clothbound Classics zu sammeln. Meine Regale quellen über und Geld habe ich eigentlich auch keines!“
Aber nein… Alle paar Monate bibliografiere ich, welche Titel erscheinen werden und ärgere mich und schwöre mir, damit aufzuhören und dann kaufe ich sie doch!

Es gibt keine Entschuldigung, ich hänge da einfach am Haken.
Eigentlich wünsche ich mir fast schon, daß die Reihe eingestellt wird und trotzdem bleibe ich ihr treu…
Solltet ihr also mal in 30-40 Jahren durch Freising spazieren, kann es gut sein, daß ihr ein Häuschen seht, das ausschließlich aus Penguin Clothbound Classics-Ausgaben besteht und die Leute werden sagen: „Ja ja… Darin wohnt eine verrückte Alte, die hat ihr ganzes Geld für Bücher ausgegeben und jetzt muss sie darin wohnen!“
Dann schaut einfach mal bei mir vorbei. Demnächst erscheint das englische Libretto zu „Der Ring der Nibelungen“ in der Reihe. Braucht kein Mensch, aber wir machen es uns dann gemütlich und ich les euch daraus vor. 😉

Wie steht es bei euch? Sammelt ihr eine bestimmte Buchreihe oder Bücher zu einem Thema?
Könnt ihr einfach sagen „Bis hierher und nicht weiter“, oder greift ihr doch immer wieder zu?

Liebe Grüße,
Andrea

2018-04-11_10.18.10

*Leider konnte ich den Beitrag nicht mehr finden. Ich habe versucht, mich nach bestem Wissen und Gewissen daran zu erinnern. Wer sich darin wiedererkennt darf sich gerne bei mir melden und schamlos verlinken lassen. 😉

Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 20 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit 2017 gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

65 Kommentare zu „Meine Sammelleidenschaft“

  1. Hach, mir sind solche Leute – also die mit irgendeinem Tick – sowas von sympathisch 🙂 Ich sammel zwar keine Bücher und meine Sammelleidenschaft hat etwas nachgelassen, aber bei mir sind ca. 350 Modellpferde (ja, sowas gibt es!) Zuhause 😉
    Ich finde es gut. Und Deine Büche sehen außerdem auch noch klasse aus 🙂
    Viele Grüße und hab einen schönen Tag,
    Tabea
    von tabsstyle.com

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  2. Ich habe 80% aller Terry Pratchett Bücher, einige wenige in hardcover, weil ich nicht auf die Taschenbuchversion warten wollte. Es begann ganz harmlos mit seinen zwei ersten Büchern mit Rincewind dem Zauberer auf Deutsch, die mir mein „kleiner“ Bruder schenkte. (Er ist also schuld! 😉 ) Von da an habe ich sie dann nur auf Englisch gelesen.
    Eine Reihe englischer Klassiker besitze ich auch, 30 Bücher, aber die habe ich gratis bekommen, weil ich damals für einen Verlag arbeitete. Die waren „übrig“ und niemand anderes wollte sie haben. Die haben mein Interesse an bestimmten Autoren geweckt, wie z. B. Oscar Wilde, Thomas Hardy und Wilkie Collins. Ansonsten stöbere ich gerne in Antiquariaten und finde „Perlen“.

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  3. Mitte der 90er habe ich angefangen, die Romane aus der „Das Schwarze Auge“-Reihe zu sammeln. Aber irgendwann nach etwa 30 Bänden habe ich die Notbremse gezogen, das konnte ich mir damals einfach nicht leisten.

    Mittlerweile gibt es über 160 Bände und ich denke immer wieder darüber nach, wieder einzusteigen und das Verpasste nachzuholen. Denn Fantasy, insbesondere „DSA“, geht eigentlich immer. 🙂

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    1. Oh ja! Ich erinnere mich noch, als ich die Fantasyabteilung in der Buchhandlung betreut habe, hatten wir auch immer einen Meter DSA vorrätig. Aber natürlich waren die Bücher dann immer schwupsdiwups vergriffen und meine Kunden hatten kleine Nervenzusammenbrüche an der Infotheke. Einem ist mal das Haus abgebrannt und wir mussten nachbestellen was ging. Damals noch händisch! Das war ein langer Nachmittag!

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  4. Ich muss alles haben, was mir gefällt, sammle also Bücher im Allgemeinen und schäme mich auch gar nicht mehr dafür 😀
    Früher habe ich alles von und über Goethe gesammelt, was mir in die Hände kam – von der Sammlung löse ich mich aber so langsam (nach mehr als zehn Jahren ist da einiges zusammengekommen). Momentan versuche ich, wieder alles von Harry Potter in meine Regale zu bekommen – irgendwie sind da einige Bände verloren gegangen. Und ja, es gibt unfassbar schöne Schmuckausgaben!

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  5. Wow, die Bücher sehen aber auch wirklich toll aus! Ich könnte nur mit so Klassikern überhaupt nichts anfangen (Shame on me) und ich bin niemand der Bücher nur der Optik wegen kauft, ohne sie zu lesen.
    Tatsächlich kann ich da relativ gut verzichten und bestehe nur bei meinen Reihen darauf sie vollständig im Regal zu haben.
    Bei Harry Potter bin ich allerdings auch schwach geworden. Neben der deutschen Hardcover-Erstausgaben, wollte ich unbedingt noch die englischsprachige Complete Collection, die es in einer traumhaften Box mit wunderschönen Covern gibt. Die hat mir jetzt vor kurem mein Freund geschenkt und nun bin ich glücklich. Ich habe sie auf deutsch und nun auch auf englisch, die ich dann für ein Re-Read nutzen werde, aber mehr brauche ich auch nicht. Ich sehe keinen Sinn darin verschiedene Ausgaben zu sammeln, wenn alle denselben Inhalt haben. Ich denke da zu praktisch: den Platz kann ich doch auch für neue und mit noch unbekannte Bücher verwenden.
    Ich kann aber durchaus Leute wie dich oder die Harry-Potter-Sammler nachvollziehen. Selbst wenn man weiß, dass es eigentlich verrückt ist, ist es doch eine Leidenschaft. 🙂

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    1. Ich habe sogar eine relativ gute Rate, was die Klassiker angeht. Immerhin ein Drittel ist schon gelesen und ich finde es ganz tröstlich, daß ich so viele Klassiker zu Hause habe, wenn ich über irgendeine obskure Anspielung stolpere, dann weiß ich, daß ich das gleich nachschlagen kann… Gut, das ließe sich wohl auch runterladen, wäre dann aber langweilig. 😉

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  6. Bisher blieb ich FAST verschont. Gefällt mir eine Reihe und ich besitze bereits ein Buch davon, dass möchte ich sie normal auch als Buch weiterverfolgen – entsprechend stehen sie dann auch im Regal. Habe ich sie hauptsächlich als eBook gelesen, schafft das Platz, da ich als Buch weiter lese.

    Doch dann….gibt es sowas, das schimpft sich PAPPSCHUBER. Total unspektakulär, aber wenn ich eine Reihe definitiv will und weiß es gibt einen Schuber, dann will ich den. So steht auch bei mir ein Harry Potter Schuber im Regal, den ich ewig lang gesucht habe, weil er damals scheinbar kurz vor dem Ausverkauf stand.

    Ansonsten sammel ich eigentlich nicht großartig. Okay, vielleicht die „SitzPlatzFuss“. Eine Hundezeitung, die eigentlich keine ist. Zumindest von der Optik. Doch bisher sind fallen die kaum auf. Wie es wohl in ein paar Jahren aussieht?!

    Ich verstehe aber jeden mit einer Sammelleidenschaft. Am liebsten würde ich mir alle verfügbaren Disney Bücher vom (ich glaube) Egmont Schneider Verlag holen, da ich hier auch schon einige aus der Kindheit habe und sie UNGLAUBLICH toll finde.

    Ein Laster brauchen wir doch alle. Warum also nicht Bücher?!

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  7. … und ich wurde wie eine leicht Geisteskranke belächelt, als ich einer guten Bekannten erzählte, dass ich endlich „Das unbekannte Werk“ von Erich Maria Remarque zu den Romanen (vollständig, natürlich!) dekorieren konnte.

    Bei „Harry Potter“ überlege ich mir schon seit Jahren, die englischsprachigen Bücher zu kaufen, aber momentan erfreue ich mich am filmischen Gesamtwerk auf BluRay. Das nenne ich auch ein Erlebnis 😉

    Zwar gebe ich nicht so oft „Likes“ ab, aber ich möchte loswerden, dass mir Dein Blog sehr gut gefällt!

    Liebe Grüße aus Wien

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    1. Harry Potter auf Englisch lässt sich ja natürlich damit rechtfertigen, daß es im original natürlich viiiel besser ist! 😉

      Vielen Dank für das Lob! Das freut mich wirklich sehr!

      Grüße zurück ins schöne Wien! Da muss ich nun aber wirklich auch bald mal wieder hin. 🙂

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  8. Die Clothbound Classics sind wunderschön, wenn ich könnte, würde ich die mir auch alle kaufen. Es gibt teurere Hobbies und Sammelleidenschaften, da brauchst du wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben. Eine solche Sammlung ist mit Sicherheit irgendwann auch einiges wert 🙂

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    1. Für mich als Buchhändlerin natürlich ganz schlimm… „Ich weiß nur noch, daß es blau war!“ 😂
      Tatsächlich habe ich meine Bücher ganz seltsam sortiert. So nach dem Motto, wenn sie miteinander sprechen könnten, dann sollten sie sich was zu sagen haben. Dann steht halt „Der Meister und Margerita“ neben „Die Entdeckung des Himmels“.
      Aber gut, die Clothbound Classics dürfen diesesmal tatsächlich nach Farben sortiert ins Regal zurück. 😉

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  9. Natürlich hab auch ich so eine Sammelmacke! ALLE Bücher gewisser Autoren müssen einmal bei mir stehen. Mittlerweile ists wirklich sehr sehr voll.
    Und da gibts dann auch noch das „Problem“ der signierten Schätze. Die sind soo unsagbar wertvoll und ich freu mich bei jedem signierten Buch, dass bei mir eintrudelt, wie verrückt.
    Nicht zu vergessen die Bücher mit farbigem Schnitt, furchtbar! Angefangen hat das mit „nur“ schwarzem Schnitt. Aber mittlerweile…
    Auch ganz wichtig, Bücher über und mit Katzen… Naja, als Katzenmama… und meistens sind gerade die Krimis einfach nur zauberhaft.
    Irgendwann kamen mir dann auch Bücher vom Drachenmond-, Sternensand- und Talawah-Verlag unter. So wunderwunderschöne Cover <3, die muss man auch alle haben…

    Und nicht zuletzt gehören zu den Büchern auch passende Lesezeichen (gerne Schmucklesezeichen!) und Buchhüllen…

    Ich glaube, ich such mir eine Selbsthilfegruppe…"Mein Name ist Sabine K., ich habe ein Problem…" 😉

    Liebst
    Bine

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      1. die Buchhändlerin in mir hat sich ja schon über die Sammelsucht der Everymans Library Pocket Poets gefreut 🙂 jetzt hab ich eine zweite 😄 ein bisschen verrückt bin ich schon … aber normal wäre auch langweilig 😆

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      2. Ich sammle auch noch die Insel Bücherei, aber da kaufe ich mir wirklich nur, was mich wirklich interessiert. Wenn ich da anfangen würde, alles haben zu wollen, wäre das wohl endgültig mein Untergang. 😅

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  10. Hey,
    Deine Sammlung sieht wirklich toll aus. Früher hatte ich mal eine Disney Sammlung. Aber mittlerweile ist bis auf Terry Pratchett wegen Platzmangel keine Sammlung mehr da. Und die Scheibenwelt Bücher sammel ich auch gar nicht wirklich… die werden einfach von selbst mehr 😉
    Viele Grüße,
    A. Disia

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    1. Na klar… Bei Pratchett lernt man ja schließlich, daß alle Bibliotheken miteinander verbunden sind. Da ist es kein Wunder, wenn sich die Scheibenwelt Bücher mal besuchen und so immer mehr werden. Da kann man gar nichts dafür… Die machen das ja quasi von alleine. 😉

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  11. Ich kann Deine Sammelleidenschaft nachvollziehen. Ich begegnete dieser Reihe, als ich mir Jane Eyre von der Bibliothek auslieh. Allerdings habe ich der Versuchung widerstanden, mir diese Serie zuzulegen, auch wenn es mir sehr schwer fiel. Die Bände sind ein Traum. Ich bin fest entschlossen, mir meine ungelesenen Bücher vorzunehmen, bevor ich mir weitere zulege (theoretisch). 😊

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  12. Die Clothbound Classics sind echt wunderschön – ich musste mich auch zusammenreißen und nicht gleich ganz viele zu bestellen. Habe mich erstmal mit The Picture of Dorian Grey begnügt. Ansonsten hat es mir auch die Penguin Vintage Mini Serie ziemlich angetan. Aber Abseits von Penguin kann ich dem Sammeln ganz gut widerstehen. Selbst meine Harry Potter Bücher haben ganz lange nicht zusammengepasst. Vor 2 Jahren hab ich mir dann mal eine komplette Edition zugelegt. Aber das reicht dann auch – werde mir die Bücher nicht nochmal zulegen, weil sie ein neues Cover bekommen. Tschakka!

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  13. Ich musste beim Lesen breit grinsen – herrlich selbstironisch! Toller Beitrag, liebe Andrea. Diese Bücher sind aber auch wirklich wunderschön, da setzt das Rationale eben gerne mal aus ^^
    Bei mir ist’s so, dass ich Bücher zum Thema Utopie/Dystopie sammle und das Verrückte dabei ist, dass ich mich einfach nicht mit Taschenbüchern zufrieden geben kann – es müssen die gebundenen Ausgaben sein, weil sie in meinem Kopf länger schön bleiben. Absolut bescheuert. Die Krönung: Letztens habe ich zwei Taschenbücher weggegeben, ausgerechnet die beiden größten Klassiker Orwell und Huxley, weil ich schönere Hardcoverausgaben gefunden hatte…
    Du bist nicht allein 😀

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  14. Toller Beitrag! Auch ich gehöre zu den Jägern und Sammlern. Frau hat so ihre Lieblingsautoren und Reihen und natürlich möchte sie die vollständig haben. Erst heute haben fünf Bücher, die meine Reihen vervollständigen den Weg vom Einkauf in mein Zuhause gefunden. Ich konnte einfach nicht widerstehen 🙂 Ich wünsch dir ein wundervolles Wochenende!

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  15. Deine Bücherwand sieht wirklich toll aus! Aber sammelt eigentlich auch noch jemand alte Bücher? Im Antiquariat der Frankfurter Buchmesse gab zB es letztes Jahr deutschsprachige Originalausgaben von Emile Zolas Romanen, die um die Jahrhundertwende gedruckt worden sind. Die sehen allerdings nicht ganz so schön bunt aus, sondern sind schon etwas vergilbt…

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    1. Oh, antiquarische Bücher können so schön sein!
      Das Problem ist nur bei antiquarischen Reihen… Entweder jemand bietet sie vollständig an und man wird dabei arm, oder man versucht die Bände einzeln zu kaufen und muss sich immer ärgern, wenn man einen Band nicht findet.
      Ich trauere jetzt noch einer Sammlung von Anais Nins Tagebüchern nach, die ich vor knapp zehn Jahren in einem kleinen Antiquariat am Tegernsee entdeckt habe und die finanziell einfach nicht drin war. 😭

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      1. Ich hatte mal ein Buch von André Breton mit einer Original-Widmung in der Hand. Das war auch ein sehr schönes Buch, aber leider sehr, sehr teuer. Und es bedeutet auch viel Verantwortung, so ein Buch zu haben, finde ich irgendwie. Sowas Seltenes muss man ja erhalten. Ob man das überhaupt einfach so in die Hand nehmen, geschweige denn drin lesen und die Seiten verknicken darf?

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      2. Oh ja… Einmal hatte mein Großer einen Spielfreund zu Besuch, der hat auch ein wunderschönes Buch aus meinem Regal gezogen und quer durch den Raum geworfen.
        In meiner Erinnerung bin ich fünf Meter durch den Raum gesprungen und hab ihn zu Boden gerungen, aber vermutlich wars nicht ganz so spektakulär… 😉
        Wenn sowas bei so einem wertvollen Buch passieren würde, würde ich danach vermutlich im Knast landen… 😉

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      3. Verständlich, aber das ist ja auch keine Lösung! 😉 Deswegen kann man sowas sicherlich auch gar nicht einfach so ins Regal stellen. Muss man also eine mindestens eine Vitrine mit Panzerglas zu Hause haben oder einen Tresor, wenn man solche Bücher zu Hause hat? Im Antiquariat waren sie im Übrigen sehr entspannt und meinten, es wäre kein Problem, das Buch in die Hand zu nehmen. Die könnten gar nicht verstehen, warum ich mich so verrückt mache…

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      1. Ich hab auch noch ein paar Bücher in Fraktur daheim. Mein Opa hat es mir damals mit seiner alten Schulbibel beigebracht. Die halte ich in Ehren.
        Mein Oma dagegen hat mir ihre Einkaufszettel immer in Sütterlinschrift mitgegeben… Das kann ich zwar mittlerweile, wenn es ganz gleichmäßig aus dem Computer kommt, auch lesen, aber als achtjährige und dazu noch die zittrige Handschrift meiner Oma, war das ein Ding der Unmöglichkeit. 😅
        Sie hat ihn mir aber immer noch mal vorgelesen und ich hab mir dann einfach alles gemerkt. 😉

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      2. Die gefallen mir auch gut. Das hat dann sowas „echtes“. Und ich finde, es ist auch nicht nur was für alte Leute… Aber darf man sowas einfach schnöde ins Buchregal stellen?

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  16. Wow, wirklich sehr hübsch deine „Wand“. 🙂
    Ich habe früher einfach alles als Taschenbuch gekauft, weil es einfach deutlich günstiger war, dann musste ich Bücher, die wirklich gut waren, als Hardcover haben. Ich bin Mitglied bei der Büchergilde und die haben ja häufig sehr schöne Ausgaben. Mittlerweile geht mir aber der Platz aus, dass ich viele Bücher nur noch als E-Book kaufe und nur bei Bücher, die wirklich, wirklich supertoll sind, zum Hardcover greife.
    Allerdings gibt’s da eine Geschichte. Ich habe vor ein paar Wochen den neuesten Krimi von Rita Falk gekauft, hatte aber den vorletzten irgendwie verpasst und ein paar Tage später mitgenommen. Erst zu Hause ist mir aufgefallen, dass es die Taschenbuch-Ausgabe war und nicht das Paperback. Musste ich natürlich umtauschen. Wie sieht das denn aus? 😀

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  17. „„Ja ja… Darin wohnt eine verrückte Alte, die hat ihr ganzes Geld für Bücher ausgegeben und jetzt muss sie darin wohnen!““ – könnte halt auch ich sein 😀 Nur nicht mit diesen wunderschönen Ausgaben.
    Ich muss mich ehrlich gesagt sehr zurück halten jetzt nicht das Stöbern (und vermutlich Shoppen) anzufangen.
    Heute ist generell der Wurm drin, aufgrund meines Stöberns auf Blogs habe ich bereits 5 Bücher bestellt, hrhr.
    Aber was solls. Man kann nie genug Bücher haben. Sie werden niemals schlecht. Und zur Not kann man sich dann ein Haus daraus bauen. Ja, man muss einfach nur genug Ausreden haben, um sich den schlimmen Wahnsinn selbst zu erklären. 😀

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  18. Hallöchen 😊
    Oooh ja, diese Reihe ist richtig fies… Habe auch den Oliver Twist davon und mir juckte es genauso in den fingern, mehr zu kaufen, sie sind einfach zu schön nenn schön gestaltet… Generell ist penguin da klasse! Doch ich persönlich muss sagen, ich könnte von dieser Reihe auch nicht zu viele Bücher haben. Zwar sieht es klasse aus und es ist genial, dass so bibliophile und preisgünstige ausgaben zu haben sind, doch irgendwo ginge mir, wenn ich zu viele Ausgaben in diesem Stil hätte, die Originalität der einzelnen Autoren verloren. Doch das ist ja ein sehr subjektives empfinden 😉
    Ich sammel dann eher lieber zu verschiedenen Autoren… Doch ich muss gestehen, Geldmangel hat mich da sehr beschränkt. Liebenden würde ich verschiedene Ausgaben von einzelnen Büchern besitzen bzw von so einigen Autoren auch das bunte Gesamtwerk… Mehrfache Ausgaben habe ich bisher nur bei Hesse geschafft (richtige alte Schmuckstücke zum Teil 😊), durch Glück beim Nibelungenlied und ganz berechnend bei The Book of strange New things. Das ist ein wunderbarer Roman, den ich dir nur empfehlen kann, doch wahrscheinlich kennst du ihn schon 😉 eine wundervolle und vorallem herzzerreißende Liebesgeschichte eines Paares, das voneinander getrennt ist… Das Cover des paperback ist wundervoll Und wenn man das Buch gelesen hat, passt es so gut zur Story und spiegelt ganz viel… Es gibt zwei Versionen, auf einem ist vorne der Mann dargestellt, der in die Ferne schaut, auf dem anderen die Frau… Legt man sie richtig, schauen sie sich ansehen, wenn man sie richtig legt… Einfach viel zu schön und ich konnte nicht wiederstehen😍😊😅
    Ganz liebe Grüße von der Luna ❤️

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  19. Mein Bücherherz quillt ja über bei „Büchern über Bücher“. Ich liebe es einfach, über Bücher, Bibliothekare, das Schreiben, Lesen, Buchläden usw. zu lesen. Egal, ob sie als Krimi, Gegenwartsroman, Sommerlektüre, Fantasy, Sachbuch, Biografie, Bildband oder sonstwie daherkommen. Meine Sammlung wird auch weiterhin wachsen.
    Ansonsten habe ich abonniert „Die Andere Bibliothek“ (seit diesem Jahr – da bekomme ich jeden Monat ein Buch) und die Büchergilde. Ich liebe schön gemachte Bücher. Und bei der Gilde finde ich immer schöne Bücher in Leinen gebunden und obendrein illustriert.

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