Review: Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet

Morgen ist Halloween und leider bin ich ein zu großer Angsthase, um irgendwelche Horrorstories für diejenigen zu empfehlen, die sich gerne gruseln.
Trotzdem wollte ich Euch eine kleine Gespenstergeschichte vorstellen, die ganz nebenbei auch das meiner Meinung nach entzückendste Buch des Jahres ist: „Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet“ von Rebecca Green.

Vor einiger Zeit hatte ich dieses Bilderbuch auf Englisch entdeckt und mich sofort darin verliebt. Immer wieder versuchte ich es meinem Kleinsten gleich beim Vorlesen zu übersetzen, was aber manchmal ein bißchen holprig wirkte und weshalb ich mich unheimlich darüber freute, als ich sah, daß es nun die deutsche Übersetzung beim Diogenes Verlag gibt.

Die Geschichte ist eine ganz wunderbare Anleitung darüber, wie man ein Gespenst fängt, sich mit ihm anfreundet, was man ihm zu Essen geben kann und welche Dinge man besser nicht tun sollte.
Das ganze Buch über kommt man aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus und am Ende wird man trotzdem Tränen in den Augen haben.

Wer Sy Montgomerys Autobiografie „Einfach Mensch sein“ gelesen hat, der kennt auch schon Rebecca Greens Zeichenstil, denn die Illustrationen in diesem Buch stammen ebenfalls  aus ihrer Feder.
In gedeckten Grau- und Brauntönen und mit roten Farbakzenten setzt sie die herbstlich-düstere Stimmung perfekt in Szene und schafft es trotzdem, daß die Geschichte insgesamt unheimlich farbenfroh wirkt.

„Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet“ ist ein wirklich wunderbares Bilderbuch, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen bezaubern dürfte.
Empfohlen ist es ab vier Jahren und auch für all die geeignet, die sich sonst eigentlich vor Geistern fürchten. Denn am Ende der Geschichte wird niemand mehr Angst haben, sondern eher darüber nachdenken, wie er sich selbst ein kleines Gespenst fangen kann.

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