Der Podcast im Juli

Der Podcast hält mich wirklich auf Trab!
Alles andere steht da momentan hintenan, aber aktuell habe ich gerade ein paar freie Tage, da wollte ich meine kleine Übersicht wieder einmal ergänzen.

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Franka Frei

Im Juli war die Autorin und Menstruationsaktivistin Franka Frei im Podcast zu Gast. Letztes Jahr hat sie mit ihrem Sachbuch „Periode ist politisch“ auf sich aufmerksam gemacht, dieses Jahr erschien ihr erster Roman „Krötensex“.
Das lieferte natürlich Unmengen an Gesprächsstoff: Wie wird man eigentlich Menstruationsaktivistin? Warum bluten wir, wenn wir die Pille nehmen und was hat die katholische Kirche damit zu tun? Und natürlich: Welches Amerika ist eigentlich das Bessere? – Die USA oder die Kleinstadt in Sachsen?

Frankas Buchtipps drehen sich alle um Feminismus und Genderidentität und sind allesamt unheimlich lehrreich, nämlich: „Das Patriarchat der Dinge“ von Rebekka Endler, „Ich bin Linus“ von Linus Giese und „Radikale Zärtlichkeit“ von Şeyda Kurt.

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Ab in den Urlaub!

Zur Sommerzeit sind dicke Schmöker ja immer perfekt, deshalb habe ich zwei Titel vorgestellt, die es inzwischen auch schon als Taschenbuch gibt und auch einen brandneuen Roman.
„Der große Sommer“ von Ewald Arenz ist eine wirklich schöne Coming of Age Geschichte, die vermutlich mein Highlight des Sommers war.
Mit „Ich bin Circe“ von Madeline Miller tauchen wir ab in die griechische Mythologie und „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ von Joël Dicker ist einfach der perfekte Krimi für heiße Sommernächte!

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Laura Karasek

Mein nächster Gast war eine Frau, die ich sehr bewundere: Laura Karasek ist Schriftstellerin, Anwältin, Moderatorin, Schauspielerin und tanzt eigentlich auf allen Hochzeiten.
„Als Frau musst du laut sein, um gehört zu werden!“, erzählte sie mir.
Ihr Roman „Drei Wünsche“ ist die Geschichte von drei Frauen, die versuchen, sich selbst zu verwirklichen, sei es im Beruf oder in der Beziehung und die dabei immer wieder auf Hindernisse stoßen.

Laura setzt sich sehr dafür ein, daß Frauen in der Literaturszene mehr Beachtung geschenkt wird. Tatsächlich haben wir uns Statistiken angeschaut und waren wirklich geschockt, wie selten Manuskripte von Frauen angefragt werden und wie die Geschlechterverteilung bei Literaturpreisen und in Rezensionen ist.
Laura liest aus diesen Gründen seit Jahren vorwiegend Romane von Frauen und setzt sich aktiv ein, diese mehr zu fördern.
Drei Titel, die sie in den letzten Monaten besonders begeistert haben, sind „Trennungsroman“ von Anna Brüggemann, „Wie man mit einem Mann unglücklich wird“ von Ruth Herzberg und die Anthologie „Schreibtisch mit Aussicht“ von Ilka Piepgras, in der Autorinnen wie Zadie Smith, Mariana Leky, Siri Hustvedt oder Sibylle Berg von ihren Schreibprozessen erzählen.

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Mehrfachmord im Handgepäck

Weil im Urlaub auch besonders gerne Krimis gelesen werden, habe ich mich durch die aktuellen Neuerscheinungen gelesen und drei Titel, bzw. Krimireihen gefunden, die mich sehr begeistert haben.
Mein Highlight war dabei wohl die „Achtsam Morden“-Reihe von Karsten Dusse, die einfach irre komisch, aber dennoch richtig spannend ist. Beim Lesen am See musste ich so laut lachen, daß ich schon besorgte Blicke kassiert habe.
Wer Sehnsucht nach Italien hat, dem kann ich die Romane von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo empfehlen. In „Der freie Hund“ und der Fortsetzung „Der Tintenfischer“ geht es um den Commissario Antonio Morello, einen gebürtigen Sizilianer, der nach Venedig versetzt wird, nachdem die Mafia ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat. Neben einer spannenden Krimihandlung erfährt man wirklich viel über die Geschichte Italiens und der Mafia, die Besonderheiten der unterschiedlichen Regionen und die lokale Küche.
Wer dann noch nach einem klassischen Whodunit im Stil von Agatha Christie sucht, dem kann ich „Sommernacht“ von Lucy Foley sehr ans Herz legen.

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Niko Rittenau

Mein letzter Gast im Juli war der Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau, der sich für vegane Ernährung einsetzt und mit gängigen Klischees aufräumt.
Ganz im Sinne seiner Bücher „Vegan-Klischee ade!“ und „Vegan ist Unsinn!“ nehmen wir uns Aussagen vor, mit denen Veganer häufig konfrontiert werden, zum Beispiel, daß auch Soja-Anbau schädlich für die Umwelt ist und klären, was es damit wirklich auf sich hat.

Nikos Buchempfehlungen sind: „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy (bei dessen Lektüre mir die Lust auf Fleisch derart vergangen ist, daß ich seit inzwischen drei Monaten vegetarisch lebe), „How Not to Die“ von Dr. Michael Greger und „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari.

Alle Folgen findet ihr auf Spotify, Apple Podcasts und überall dort, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel auch auf Google oder hier.

Der Podcast im Juni

Armer kleiner Blog! Die letzten Monate wurdest du wirklich stiefkindlich behandelt. Schuld daran war dein großer Bruder, der Podcast, der mehr von meiner Zeit in Anspruch genommen hat, als ich es mir hätte träumen lassen…

Hier also ein kurzes Lebenszeichen, um all denen, die den Podcast (noch) nicht abonniert haben zu erzählen, was in den vergangenen Monaten passiert ist.

„Seite an Seite“ startete ja 2019 als kleines, dilettantisches Wohnzimmerprojekt von mir und meinem lieben Freund Andi. 2020 kaufte uns Hugendubel den Podcast ab und wir produzierten von da an zwei Folgen pro Monat in einem schicken Studio.
Als Andi dann ausstieg, um seiner neuen Berufung zu folgen, übernahmen zuerst ein paar Kollegen und später dann der Comedian Max Osswald (sein erster Roman erscheint im Frühjahr bei DTV – Ich bin so stolz!) die Moderation mit mir. 
Ende des Jahres verabschiedeten wir uns in eine lange Winterpause, in der einige personelle Veränderungen stattfanden und der Podcast ein völlig neues Konzept bekam.

Die neue Idee: In Zukunft würde ich alle zwei Wochen mit prominenten Gästen aus Literatur, Film & Fernsehen, Musik und allen möglichen walks of life über die Bücher sprechen, die sie bewegt haben und in den Wochen dazwischen auch nochmal kurze, knackige Buchtipps zu bestimmten Themen geben oder über tolle Neuerscheinungen reden.

Was ich nicht bedachte: Als inzwischen einziger Host bedeutet das, daß ich bis zu 14 Bücher im Monat vorbereiten und mich in Themen einlesen muss, von denen ich davor zum Teil noch gar keine Ahnung hatte.
Zur Vorbereitung lese ich Interviews meiner Gäste, schaue mir ihre Filme an, höre ihre Lieder und Podcasts, gucke Dokumentationen über die Themen, über die sie schreiben, texte Skripte für die Folgen und lese, lese, lese…
Das ist natürlich unheimlich viel Arbeit, aber ich lerne gerade so unglaublich viel, arbeite mit ganz wunderbaren Menschen zusammen und habe die Chance, mich mit Leuten zu unterhalten, die ich sonst nur aus den Medien kenne.
Wie surreal ist das eigentlich?!

Ihr versteht also bestimmt, warum ihr in den letzten Monaten auf diesem Kanal nichts von mir gehört habt. Besonders während der Vorproduktion habe ich manchmal ganze Nächte lang durchgelesen.
Außerdem war ich eine Zeitlang ein wenig ratlos, wie ich die Formate, die ich sonst hier gepflegt habe, so umsetzen kann, daß ich die Folgen nicht spoilere.

Aus meinen Want to Read-Stapeln werden jetzt also Monatsrückblicke für den Podcast und in Zukunft wird es auch nicht von allen Büchern Bilder geben, weil ich mir angewöhnen musste, Titel auch mal online zu lesen oder als Hörbuch zu hören.

Ich hoffe aber, ihr freut euch über meine kurzen Zusammenfassungen und bekommt dabei Lust, euch die entsprechenden Folgen anzuhören.

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Sebastian Fitzek

Mein erster Podcast Gast sollte natürlich jemand sein, der jedem Leser ein Begriff ist. Dabei muss ich ganz ehrlich sagen, daß ich bis dahin noch kein Buch von Sebastian Fitzek gelesen hatte; ich bin einfach ein zu großer Angsthase, wenn es um Thriller geht. – Zum Glück hat er gerade seinen ersten Roman geschrieben!
„Der erste letzte Tag“ erzählt die Geschichte eines ziemlich verrückten Roadtrips, bei dem ich tatsächlich sehr oft lachen musste und am Ende doch ein paar Tränen in den Augen hatte.

Die Bücher, die Sebastian Fitzek am meisten beeinflusst haben waren „Die unendliche Geschichte“ (das Buch, das auch mich zur Leserin gemacht hat), „Das Schweigen der Lämmer“ und „Die Odyssee der Drehbuchschreiber“.
Außerdem erzählt Sebastian eine sehr persönliche und emotionale Geschichte über die Geburt seines Sohnes und warum er sich seitdem für einen Verein zum Thema „Frühgeburt“ einsetzt… Und als Bonus gibt er auch noch richtig gute Tipps für angehende Schriftsteller!

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Die besten Bücher zum Pride Month

Im Juni war ja Pride Month uns es war mir ein großes Anliegen, in meiner ersten Short Folge Bücher zu diesem Thema zu empfehlen.
Bei den Shorts achte ich immer darauf, daß wirklich für jeden etwas dabei ist, ganz egal, ob man anspruchsvolle Titel sucht oder einfach etwas Unterhaltsames für zwischendurch.

Die Titel, die ich ausgewählt habe, sind:
„Im Wasser sind wir schwerelos“ von Tomasz Jedrowski, eine sehr literarische schwule Liebesgeschichte, die im Polen der 1980er Jahre spielt.
„Und ich leuchte mit den Wolken“ von Sophie Bichon, eine wirklich süße Lovestory, die das Thema Pansexualität aufgreift und einem sofort Lust darauf macht, in den nächsten Zug nach Paris zu steigen.
Und zu guter letzt „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ von T.J. Klune, ein fantastischer Roman, der mir die ganze Zeit ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat und der eine wirklich wunderbares Feelgood Buch ist.
Alle drei Romane sind übrigens own voices Geschichten.

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Julia Schnetzer

Mein zweiter Gast war die Meeresbiologin und Sciene Slammerin Dr. Julia Schnetzer, die mit ihrem sehr lehrreichen und unterhaltsamen Sachbuch „Wenn Haie leuchten – Eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Meeresforschung“ durch alle möglichen Talkshows tingelt und so begeistert von Haien, Delfinen und Mikroorganismen spricht, daß man sich sofort selbst eine Taucherflasche umschnallen und in einem Korallenriff tauchen will.
Dank ihres Buches habe ich wirklich erstaunliche Dinge über das Meer gelernt. Im Podcast unterhalten wir uns außerdem über den Schutz der Meere, wie man Menschen von Wissenschaft begeistern kann, wie wir mit Delfinen sprechen können und welcher Hai der niedlichste ist.

Julias Buchtipps waren (wenig überraschend) „Die letzten ihrer Art“ von Douglas Adams und Mark Carwardine und „Rendezvous mit einem Oktopus“ Sy Montgomery, aber sie liebt auch Fantasy-Romane und hatte „Die Flüsse von London“ von Ben Aaronovitch im Gepäck.

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Nur noch kurz die Welt retten!

John Green, den wohl jeder von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kennt, hat sein erstes Sachbuch veröffentlicht, nämlich „Wie hat ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“, in dem er sich alle möglichen zum Teil recht willkürlichen Errungenschaften der Menschheit nach einem 5-Sterne-System bewertet.
Grund genug, uns auch anzuschauen, wohin unsere Erde gerade steuert, nämlich mit „Wir sind das Klima!“ von Jonathan Safran Foer (gerade als Taschenbuch erschienen) und „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ von Frank Schätzing.
Beide Titel sind sehr anschaulich und zugänglich und beleuchten die Klimakrise aus ganz unterschiedlichen Winkeln.

Alle Folgen findet ihr übrigens auf Spotify, Apple Podcasts und überall dort, wo es Podcasts gibt und zum Nachhören ohne App auch noch einmal hier.

Kurz und knapp: Empfehlungen aus dem Podcast #1

In den letzten Monaten war ich ja auf diesem Blog nur recht sporadisch aktiv.
Der Grund dafür war in erster Linie der Lockdown, durch den ich drei Monate lang keine freie Minute für mich hatte.
Ich kann mich wirklich nur vor den Laptop setzen und konzentriert schreiben, wenn kein Kind um mich herumspringt und meine Aufmerksamkeit fordert. Ach ja, und natürlich wäre es dazu auch hilfreich, tatsächlich vor einem Laptop sitzen zu können. Wenn der aber vom großen Sohn beansprucht wird, um seine Schulaufgaben machen zu können, dann wird schnell klar, daß für das Bloggen kaum Zeit bleibt.

Ein weiterer Grund, der zu der Corona-Krise dazu kam, war daß der Seite an Seite – Podcast meines Kollegen Andi und mir Anfang März seinen Relaunch erlebte und seitdem ganz professionell von Hugendubel produziert wird.
Während Andi und ich also früher in unseren „Wohnzimmerfolgen“ einfach losredeten und uns keinerlei Gedanken über Form und Gliederung machten, werden die neuen Episoden natürlich wesentlich intensiver vorbereitet. Dazu gehört auch, daß wir ein Skript schreiben, um unserer Redakteurin eine Art Fahrplan für die Folge zu geben und auch um uns abzustimmen, über welche Themen wir diskutieren wollen.
Nun ist es so, daß sich die Skripte, die wir schreiben, einfach nicht auf den Blog übertragen lassen. Dazu sind sie viel zu stichpunktartig und zu unvollständig.
Wenn ich dann aber bereits ein Skript zu einem Buch angefertigt und auch schon im Podcast ausführlich davon erzählt habe, stelle ich inzwischen fest, daß ich bei den meisten Titeln wenig hinzufügen kann. Es fühlt sich dann für mich fast so ein, als würde ich nur noch vom Podcast abschreiben.
Deshalb dachte ich, daß es doch schön wäre, die Titel an dieser Stelle noch einmal kurz und knapp vorzustellen und wenn ihr Lust bekommen habt, mehr zu erfahren, dann könnt ihr das ganz einfach in der entsprechenden Podcast-Folge tun.

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Jasmin Schreiber – Marianengraben

In unserer ersten professionellen Folge, die ihr als Folge #5 hören könnt (immerhin hatten wir vier Episoden bereits mit liebevollem Dilettantismus und wenig Ahnung von Schnittprogrammen in Andis Wohnzimmer aufgenommen) stellte ich Jasmin Schreibers Debütroman „Marianengraben“ vor.

Darin wird die Geschichte von Paula erzählt, die nicht über den Tod ihres kleinen Bruders Tim hinwegkommen kann. Als sie aber eines Nachts auf dem Friedhof einbricht, macht sie eine Begegnung, die ihrem Leben eine völlig neue Richtung geben und sie auf einen unerwarteten Roadtrip schicken wird.

In „Marianengraben“ gelingt Jasmin Schreiber der Spagat zwischen Humor und Traurigkeit perfekt. Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe die schönsten Sätze daraus auswendig gelernt… Was will man mehr?

Nachzuhören in Folge #5 Nackt im Hotel Corona

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Katya Apekina – Je tiefer das Wasser

Kaum tauchen wir aus dem Marianengraben auf, erwarten uns schon die nächsten Abgründe mit Katya Apekinas literarischen Erfolgsdebüt „Je tiefer das Wasser“.

Als sich ihre Mutter versucht, das Leben zu nehmen, werden die Schwestern Edie und Mae von Louisiana nach New York geschickt, wo sie von nun an bei ihrem Vater, einem berühmten Schriftsteller, leben sollen. Zu dem hatten die beiden zwar keinerlei Kontakt seit er die Familie kurz nach Maes Geburt verließ, trotzdem kümmert er sich sofort rührend um seine Töchter. Es scheint, als wolle er die verlorenen Jahre wieder gutmachen, doch seine immer besitzergreifendere Art bereitet Edie schnell Kopfzerbrechen. Sie sieht ihre Loyalitäten klar bei der Mutter und bricht auf, um sie aus der Nervenklinik zu befreien. Doch ab dem Zeitpunkt, an dem die Schwestern voneinander getrennt sind, entwickelt sich zwischen den Mädchen und dem jeweiligen Elternteil eine immer verstörender werdende Dynamik.

„Je tiefer das Wasser“ ist ein Roman, der dem Leser die volle Dramatik der Geschichte nur nach und nach preisgibt. Erzählerisch macht das Katya Apekina mit verschiedenen Erzählebenen und Perspektiven so gekonnt, daß ich fast gar nicht glauben kann, daß dies ihr erster Roman ist.
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt darauf, was wir von dieser Autorin noch alles in Zukunft erwarten dürfen.

Nachzuhören in Folge #6 Germanys next Lovestory

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Angie Kim – Miracle Creek

Ein Gesellschaftsroman, der auch ein Thriller sein könnte, ist „Miracle Creek“ von Angie Kim. Darin geht es um die Bewohner der Kleinstadt Miracle Creek, in der ein schreckliches Unglück passiert ist: bei einer Explosion starben zwei Menschen, darunter der achtjährige Henry. Nun ist ausgerechnet seine Mutter Elizabeth wegen Mordes angeklagt; doch ist der Fall wirklich so klar, wie es zunächst den Anschein hat?

Als die Betroffenen ihre Aussagen machen, begreift man als Leser schnell, daß jeder etwas zu verheimlichen hat und das der Fall nur gelöst werden kann, wenn man die Widersprüche in den Aussagen aufdeckt und so der Wahrheit auf die Spur kommt.
Ein wirklich spannender und überraschend vielschichtiger Roman, der mich ein wenig an „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ von Joël Dicker erinnert hat.

Nachzuhören in Folge #8 Üble Überraschung

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James Baldwin – Giovannis Zimmer

Einen modernen Klassiker haben sich Andi und ich in Folge #9 mit „Giovannis Zimmer“ von James Baldwin vorgenommen.

„Giovannis Zimmer“ zählt als einer der Klassiker der schwulen Literatur und wäre in den 1950er Jahren beinahe nicht erschienen; immerhin riet Baldwins Verleger ihm, das Manuskript zu verbrennen. Nun werden Baldwins Werke seit zwei Jahren in einer großartigen Neuübersetzung von Miriam Mandelkow bei dtv neu aufgelegt.

David ist ein amerikanischer Auswanderer, der gemeinsam mit seiner Verlobten in Paris lebt. Als die aber alleine Urlaub in Spanien macht, verliebt sich David in Giovanni, bei dem er auch eine Zeitlang unterkommt.
Es ist nicht die erste homosexuelle Erfahrung für David, doch in den USA, wo Beziehungen zwischen Männern bei Strafe verboten sind, hat er einen regelrechten Hass auf sich und seine Gefühle entwickelt. Im liberalen Paris sieht er zum ersten Mal die Möglichkeit zu leben, ohne einen Teil seiner selbst verleugnen zu müssen. Trotzdem fühlt er, daß die Zeit mit Giovanni schon bald ein Ende finden wird.

„Giovannis Zimmer“ liest sich – trotz seiner mittlerweile siebzig Jahre – immer noch unheimlich modern, was man wohl der wirklich großartigen Neuübersetzung zuschreiben muss. Doch der innere Kampf, den David mit sich ausfechten muss, lässt einen die Unterdrückung, die queere Menschen noch vor einigen Jahrzehnten erfahren mussten, auf eine fast schon beklemmende Weise miterleben.
Baldwins berühmtestes Buch ist daher keine leichte Lektüre, aber eine absolut lohnende!

Nachzuhören in Folge #9 Fast untergegangene Bücher

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Franziska Hauser – Die Glasschwestern

Dunja und Saphie sind Zwillinge, doch sie haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Dann aber sterben die Männer der beiden am selben Tag völlig überraschend; ein Ereignis, das die Schwestern völlig aus der Bahn wirft.
Saphie, die ein Hotel in der Kleinstadt im ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebiet leitet, in der die Zwillinge aufgewachsen sind, stürzt sich in die Arbeit, während Dunja zunächst einmal gar nicht mehr weiß, was sie nun tun soll. Ihre Kinder sind fast erwachsen und behandeln die Mutter wie eine unliebsame Mitbewohnerin, auf die Arbeit als DaF-Lehrerin kann sie sich nicht wirklich konzentrieren und plötzlich steht die Frage im Raum, ob es nicht Zeit ist, noch einmal neu anzufangen.
Und so zieht Dunja in das Hotel ihrer Schwester, um sich neu zu orientieren, doch nach und nach scheint es, als müssten die Zwillinge das Leben der jeweils anderen übernehmen, um wieder glücklich werden zu können.

„Die Glasschwestern“ ist ein Roman, der viele Themen anschneidet: Tod, Trauer, Depression und die Abnabelung der Kinder, der aber auch auf die deutsche Geschichte kurz vor der Wende eingeht und sich mit Flucht und Verrat beschäftigt. Lauter schwierige Themen, so könnte man meinen, trotzdem liest sich dieses Buch mit einer regelrechten Leichtigkeit und unbeschwertem Humor. Denn – das wird schnell klar – die beiden Schwester und ihre Familie lieben sich trotz all des Dramas und als Leser kann man nicht anders, als sich zu wünschen, Teil dieser Familie zu sein.

Nachzuhören in Folge #9 Fast untergegangene Bücher

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Mariam Kühsel-Hussaini – Tschudi

Ende des 19. Jahrhunderts hat der Leiter der Nationalgalerie in Berlin, Hugo von Tschudi, den ehrgeizigen Plan, die besten Vertreter des neuen französischen Impressionismus in sein Museum zu holen. Er ist begeistert von Monet, Manet, Renoir und Degas und erkennt als einer der Ersten, wie revolutionär diese neue Kunstform ist. Doch das ruft auch viele Neider auf den Plan. Schon bald entwickelt sich die Frage, ob diese Gemälde ausgestellt werden sollen, zu einem Politikum, das sich bis in die höchsten Kreise um Kaiser Wilhelm II. zieht.

Auch als begeisterter Kunst- und Museumsfan muss ich zugeben, daß ich zuvor noch nie von Hugo von Tschudi gehört hatte. Und das, obwohl die Bilder von van Gogh oder Degas, die ich schon oft in der Neuen Pinakothek in München gesehen hatte, dank der Tschudi-Spende nach München kamen, wo er Museumsleiter wurde, nachdem er in Berlin in Ungnade gefallen war.
Dabei war Hugo von Tschudi ein absolut faszinierender Charakter: zwar war er mit allen bedeutenden Künstlern der damaligen Zeit befreundet oder zumindest bekannt, trotzdem gibt es kein Porträt von ihm, da sein Gesicht von Lupus völlig entstellt war.

Mariam Kühsel-Hussaini schreibt über diesen faszinierenden Mann in einem Stil, der wie mit dem Pinsel eines Impressionisten aufgetragen scheint; sie erschafft neue Worte und spielt begeistert mit den Möglichkeiten der Sprache.
Es würde mich wirklich wundern, wenn dieser Titel nicht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises auftauchen würde.

Nachzuhören in Folge #10 First Date im Fetischshop

 

Aufregendes im April

Na, wer hätte Anfang März gedacht, wie sich unser aller Leben in diesem einen Monat verändern würde?
Ich hatte mich damals noch unheimlich auf die Leipziger Buchmesse gefreut und wir alle wissen ja, daß daraus leider nichts geworden ist…
Seit zwei Wochen sitze ich nun zu Hause, mein Laden hat geschlossen und ich hoffe inständig, daß das Leben bald wieder normal weitergehen kann. Meine Kollegen und ich halten Gott sei dank ständigen Kontakt über unsere WhatsApp-Gruppe. Da erzählen wir uns, was wir den ganzen Tag so treiben; vom Blick aus dem Fenster, über Umräumaktionen der Bücherregale, zu was wir gerade Kochen.
Und wenn ich kurz vorm Verzweifeln bin, weil ich meinen Großen ja derzeit daheim unterrichte, dann bildet sich schnell eine Task Force, die bei den Hausaufgaben hilft…
Ein Hoch auf solche Kollegen und Freunde!

Nachdem die Kinder nun ununterbrochen um mich herum sind, ist auch meine Lesezeit arg in Mitleidenschaft gezogen worden. All diese Posts, in denen die Leute schreiben, wie sie die Zeit zu Hause jetzt nutzen, um endlich zu Lesen, eine Sprache zu lernen, oder überhaupt bessere Menschen zu werden, wurden offenbar von Menschen verfasst, die entweder keine Kinder haben, oder deren Tag eindeutig wesentlich mehr Stunden hat, als der meine.

Dabei bin ich in all diesem Nichtstun tatsächlich schwer am Arbeiten!
Wer mich oder meinen Podcast auf Instagram verfolgt, der weiß, was zurzeit bei uns los ist und darüber will ich auch am Freitag nochmal ausführlich berichten.
Aktuell vergeht kein Tag, an dem Andi und ich keine Telkos haben, an Skripten und Artikeln arbeiten, Pläne festlegen oder einfach E-Mails abarbeiten. In meinem Fall dann immer mit mindestens einem Kind, das um mich herumturnt.

Auch mein Leseverhalten wurde durch Corona und Podcast in den letzten Wochen ganz schön umgeworfen.
Normalerweise stelle ich Euch ja Anfang des Monats immer vor, welche Titel ich mir vornehme und lese sie erst dann.
Diesen Monat ist soviel reingerutscht, daß ich einige Titel hier nachreichen muss, während andere wiederum liegengeblieben sind…
Ich bin gespannt, wie sich das einpendeln wird.

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Beginnen wir deshalb mit einem Buch, das für mich absolut nichts mit Arbeit zu tun hat und über das ich mich wahnsinnig gefreut habe: „Freunde – Was uns verbindet“ von Heike Faller und Valerio Vidali.
Mit Heike Faller hatte ich ja seinerzeit unheimlich netten Kontakt, als mein Sohn und ich „Hundert – Was du im Leben lernen wirst“ gelesen haben und wir deshalb in den Sommerferien am Reschensee landeten. Heike hatte sich so über das Foto von meinem Großen mit ihrem Buch vor dem Kirchturm im See gefreut, daß wir ein bißchen ins Plaudern kamen und nun hat sie mich mit ihrem neusten Buch überrascht.
Ein wirklich tolles Geschenk, gerade in dieser Zeit in der man seinen Freunden virtuell auf einmal ziemlich na ist und sie gleichzeitig so wahnsinnig vermisst!

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Drei Titel, die sich dann als mögliche Besprechungskandidaten für den Podcast doch noch in den März gemogelt haben sind „Allegro Pastell“, „Miracle Creek“ und „Das wirkliche Leben“. – Sehr unterschiedliche Titel, aber wir wollen ja auch vielfältig mit unseren Empfehlungen sein!

In „Allegro Pastell“ erzählt Leif Randt eine Liebesgeschichte, in der sämtliche Gefühlsregungen wie mit einem Skalpell seziert werden und die deshalb durch einen absolut ironischen Erzählton besticht. Ich bin schon sehr gespannt auf Andis Meinung zu diesem Buch.

„Miracle Creek“ von Angie Kim dagegen liest sich wie ein spannender Thriller: In einem kleinen Städtchen geschieht ein tragisches Unglück, bei dem auch ein achtjähriger Junge stirbt. Als seine Mutter wegen Mordes angeklagt wird, beginnen alle Beteiligten ihre Geschichten zu erzählen und nach und nach kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Licht.

Ein Debütroman, der in Deutschland erst am 24.04. erscheinen wird und der mich (soviel kann ich wohl schon verraten) komplett geplättet hat ist „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné. Darüber dann bald mehr!

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Kommen wir zu den Büchern, die nun bald gelesen werden wollen: „Offene See“, „Milchmann“ und „Glasflügel“.

Auf „Offene See“ von Benjamin Myers freue ich mich schon sehr, denn von meinen Kollegen habe ich bisher nur Gutes darüber gehört und eine Kollegin meinte sogar, daß dieses Buch gemeinsam mit „Miracle Creek“ und „Das wirkliche Leben“ zu ihren Lieblingsdebüts des Frühjahrs gehören würde.
Nachdem mich die anderen beiden Titel ja schon sehr überzeugen konnten, ist nun also die Erwartungshaltung bei diesem recht hoch!

Mit „Milchmann“ gewann Anna Burns 2018 den Man Booker Prize. Damals las ich recht viele begeisterte aber auch einige enttäuschte Rezensionen. Offenbar ist „Milchmann“ eines dieser Love-it-or-hate-it-Bücher. Da bilde ich mir immer gerne eine eigene Meinung.

Krimis lese ich ja eher selten, trotzdem hatte ich schon länger mit Katrine Engberg geliebäugelt. „Glasflügel“ ist zwar schon der dritte Teil ihrer Kopenhagen-Krimireihe, aber ich hoffe dennoch, daß ich einen guten Einstieg in die Geschichte finde.

Wie ihr sehen könnt ist bei mir gerade wirklich viel los und am Freitag geht dann auch noch der Podcast in neuem Gewand an den Start!

Wie geht es Euch gerade?
Müsst ihr auch zuhause bleiben oder könnt ihr noch arbeiten?
Nutzt ihr die Zeit zum Lesen?

Alles Liebe und bleibt gesund,
Eure Andrea

Seite an Seite – Der Literaturpodcast Folge 4 oder ein literarischer Jahresrückblick

Zum Abschluß des Jahres haben sich Andi und ich einmal etwas anderes ausgedacht.
Statt der üblichen Buchbesprechungen erzählen wir Euch diesmal bei einem Gläschen Kinderpunsch von den Büchern, die uns durch das Jahr begleitet haben.
Angefangen bei Was dann nachher so schön fliegt von Hilmar Klute, das mir Andi im letzten Weihnachtsgeschäft so begeistert ans Herz legte, daß ich nicht anders konnte, als es zu lesen, über Stella von Takis Würger, welches ja im Frühjahr eine Feuilleton-Debatte auslöste und den Startschuss für unsere gemeinsamen Abende gab, an denen wir nach der Arbeit noch über Bücher diskutierten.

Auf der Leipziger Buchmesse traf ich Daniela Krien, die mich mit Die Liebe im Ernstfall sehr berührt hat und ließ mich von Vea Kaiser mit Punschkrapfen mästen, während Andi dafür an der LMU Ian McEwan traf, der dieses Jahr mit Maschinen wie ich und Die Kakerlake gleich zwei Titel auf den Markt brachte.

Unseren Podcast starteten wir im Sommer mit Dschungel von Friedemann Karig, Mareike Fallwickl rettete meinen Sommerurlaub mit ihren unschlagbaren Tipps, dafür las Andi „Tyll“ von Daniel Kehlmann fünfmal.

Im Herbst fuhren zur Frankfurter Buchmesse wo uns Saša Stanišić in Interviews schwer begeisterte. Herkunft war für uns beide übrigens der Roman des Jahres…

Über all das erzählen wir Euch in dieser Podcast Folge und geben Euch zum Schluß auch noch ein paar weihnachtliche Geschenketipps. Hört einfach mal rein!

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Seite an Seite – Der Literaturpodcast Folge 3 oder ooh baby baby, it’s a wild world

Ein bißchen still ist es in den letzten Wochen auf unserem Podcast geworden…
Das lag aber nicht etwa daran, daß Andi und ich keine Lust gehabt hätten, über die Bücher zu reden, die wir gelesen haben. Das Problem war, daß Andi noch an der Zulassungsarbeit für sein Staatsexamen saß und den ganzen Tag nichts anderes tat, als alle Daniel Kehlmann Bücher zum wasweißichwievielten Male durchzulesen und auf ihre Metafiktionalität abzuklopfen.
Gut… Vielleicht hätten wir auch einen Podcast darüber machen können…
Vermutlich braucht Andi jetzt aber mal eine kurze Pause von Daniel Kehlmann.

Jetzt geht es jedenfalls wieder frisch motiviert weiter, also viel Spaß mit unserer neusten Folge!

Unsere Titel in dieser Folge sind:

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Andi:
Sophie Passmann – Frank Ocean
Jonathan Safran Foer – Wir sind das Klima!

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Andrea:
Tommy Orange – Dort dort
Mareike Fallwickl – Das Licht ist hier viel heller

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Und zusammen sprechen wir über:
Simone Lappert – Der Sprung

(Die blau unterlegten Titel führen Euch zu den Besprechungen auf meinem Blog.)

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Schaut auf jeden Fall mal vorbei und hört rein!
Wir freuen uns schon auf Eure Kommentare!

Andi & Andrea

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Seite an Seite – Der Literaturpodcast Folge 2 und alle Fragen offen

Letzten Monat ging ja die erste Folge unseres Literaturpodcasts „Seite an Seite“ online und die Reaktionen darauf haben meinen Kollegen Andi und mich wirklich komplett geplättet. Wir hätten wohl nie gedacht, daß unsere kleine Idee so gut ankommen würde und wir gleich so viele Zuhörer hätten.

Natürlich hat es sehr geholfen, daß Friedemann Karig den Podcast auf Instagram geteilt hat… und schwupps hatten wir innerhalb von zwei, drei Tagen die ersten hundert Hörer!

Das viele positive Feedback hat uns sehr viel bedeutet und definitiv motiviert, damit weiterzumachen.
Nun haben wir also wieder einen Monat lang gelesen und uns für Euch gleich mal die ersten Neuerscheinungen des Herbstprogramms vorgenommen.

Viel Spaß also, bei der neusten Folge!

Unsere Titel für diesen Monat sind:

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Andi:
Sally Rooney – Gespräche mit Freunden
Ulrich Woelk – Der Sommer meiner Mutter

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Andrea:
Stig Sæterbakken – Durch die Nacht
Kristin Höller – Schöner als überall

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Und zusammen sprechen wir über:
Ocean Vuong – Auf Erden sind wir kurz grandios
Anika Decker – Wir von der anderen Seite

(Die blau unterlegten Titel führen Euch zu den Besprechungen auf meinem Blog.)

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Schaut auf jeden Fall mal bei uns vorbei und hört rein!
Wir freuen uns schon auf Eure Kommentare!

Andi & Andrea

Cover

Seite an Seite – Unser Podcast!

Anfang des Monats hatte ich ja schon erwähnt, daß ich bald von einem Projekt erzählen möchte, daß ich mit meinem Kollegen zusammen auf die Beine gestellt habe und heute ist es soweit: wir möchten Euch unseren Podcast „Seite an Seite“ vorstellen!

Ich habe ja schon des öfteren von „meinen Kollegen“ geschrieben, als hätte ich nur den einen. Aber tatsächlich ist es meist derselbe Kollege, der mir so begeistert von neuen Romanen erzählt, daß ich sie gleich selber lesen muss und dann an Euch weitergebe. Mit ihm gehe ich auch mehrmals im Monat nach der Arbeit etwas trinken, wobei wir immer über die neusten Romane diskutieren. Da ist Spaß garantiert!
Schon lange hatte er die Idee, einen Podcast zu machen und ich merkte mehr als einmal an, daß wir statt in einer Kneipe genausogut vor einem Mikro sitzen und dabei trinken und reden könnten.

Gesagt, getan… Gestern trafen wir uns in seiner Wohnung, öffneten (aus Gründen) eine Flasche Riesling und legten los.

Und so wird es höchste Zeit, Euch meinen Kollegen einmal genauer vorzustellen:

Andi arbeitet seit drei Jahren neben dem Studium im Buchhandel und das macht er mit soviel Herzblut und Begeisterung, daß es praktisch unmöglich ist, an ihm vorbeizugehen, ohne ein Buch zu kaufen.
Wenn er nicht gerade legendäre Beratungsgespäche führt, studiert er ganz nebenbei auch noch Deutsch, Englisch und Sozialkunde auf Lehramt.
Sein liebster Autor ist Daniel Kehlmann; kein Wunder also, daß in unserer Filiale firmenweit die meisten Exemplare von „Tyll“ verkauft wurden. Das hat er praktisch im Alleingang geschafft!

Unser Lesegeschmack ist sich relativ ähnlich, aber die Art und Weise, wie wir über Bücher sprechen ist völlig verschieden.
Andi analysiert gerne und klopft die Romane auf ihre Metaebenen ab. Ich dagegen bin eher eine „Bauchleserin“ und rede lieber darüber, wie mich das Buch berührt hat.
Auf diese Weise bekommt man oft sehr unterschiedliche Eindrücke vom gleichen Titel und es macht immer unheimlich Spaß, all unsere Gedanken in einen Topf zu werfen und dann ein gemeinsames Fazit zu ziehen.

Unser Plan ist es, Euch einmal im Monat etwa sechs Bücher zu präsentieren.
Wir werden über gemeinsam gelesene Titel diskutieren und uns gegenseitig von persönlichen Highlights erzählen.
In machen Monaten werden wir aber auch ein bißchen von diesem Schema abweichen und zum Beispiel mehrere Titel zu einem besonderen Thema vorstellen.
Habt Ihr Lust bekommen, uns dabei zuzuhören?
Zum Glück ist die erste Folge jetzt online!

Unsere Titel für diesen Monat sind:

2019-07-12_12.21.31

Andi:
Colson Whitehead – Die Nickel Boys
Ian McEwan – Maschinen wie ich

2019-07-12_01.23.42

Andrea:
Elena Ferrante – Frau im Dunkeln
Alina Bronsky – Der Zopf meiner Großmutter

2019-07-12_01.18.57

Und zusammen sprechen wir über:
Friedemann Karig – Dschungel
Saša Stanišić – Herkunft

(Die blau unterlegten Titel führen Euch zu den Besprechungen auf meinem Blog.)

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Schaut auf jeden Fall mal bei uns vorbei und hört rein!
Wir freuen uns schon auf Eure Kommentare!

Andi & Andrea

Cover