Aufregendes im April

Na, wer hätte Anfang März gedacht, wie sich unser aller Leben in diesem einen Monat verändern würde?
Ich hatte mich damals noch unheimlich auf die Leipziger Buchmesse gefreut und wir alle wissen ja, daß daraus leider nichts geworden ist…
Seit zwei Wochen sitze ich nun zu Hause, mein Laden hat geschlossen und ich hoffe inständig, daß das Leben bald wieder normal weitergehen kann. Meine Kollegen und ich halten Gott sei dank ständigen Kontakt über unsere WhatsApp-Gruppe. Da erzählen wir uns, was wir den ganzen Tag so treiben; vom Blick aus dem Fenster, über Umräumaktionen der Bücherregale, zu was wir gerade Kochen.
Und wenn ich kurz vorm Verzweifeln bin, weil ich meinen Großen ja derzeit daheim unterrichte, dann bildet sich schnell eine Task Force, die bei den Hausaufgaben hilft…
Ein Hoch auf solche Kollegen und Freunde!

Nachdem die Kinder nun ununterbrochen um mich herum sind, ist auch meine Lesezeit arg in Mitleidenschaft gezogen worden. All diese Posts, in denen die Leute schreiben, wie sie die Zeit zu Hause jetzt nutzen, um endlich zu Lesen, eine Sprache zu lernen, oder überhaupt bessere Menschen zu werden, wurden offenbar von Menschen verfasst, die entweder keine Kinder haben, oder deren Tag eindeutig wesentlich mehr Stunden hat, als der meine.

Dabei bin ich in all diesem Nichtstun tatsächlich schwer am Arbeiten!
Wer mich oder meinen Podcast auf Instagram verfolgt, der weiß, was zurzeit bei uns los ist und darüber will ich auch am Freitag nochmal ausführlich berichten.
Aktuell vergeht kein Tag, an dem Andi und ich keine Telkos haben, an Skripten und Artikeln arbeiten, Pläne festlegen oder einfach E-Mails abarbeiten. In meinem Fall dann immer mit mindestens einem Kind, das um mich herumturnt.

Auch mein Leseverhalten wurde durch Corona und Podcast in den letzten Wochen ganz schön umgeworfen.
Normalerweise stelle ich Euch ja Anfang des Monats immer vor, welche Titel ich mir vornehme und lese sie erst dann.
Diesen Monat ist soviel reingerutscht, daß ich einige Titel hier nachreichen muss, während andere wiederum liegengeblieben sind…
Ich bin gespannt, wie sich das einpendeln wird.

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Beginnen wir deshalb mit einem Buch, das für mich absolut nichts mit Arbeit zu tun hat und über das ich mich wahnsinnig gefreut habe: „Freunde – Was uns verbindet“ von Heike Faller und Valerio Vidali.
Mit Heike Faller hatte ich ja seinerzeit unheimlich netten Kontakt, als mein Sohn und ich „Hundert – Was du im Leben lernen wirst“ gelesen haben und wir deshalb in den Sommerferien am Reschensee landeten. Heike hatte sich so über das Foto von meinem Großen mit ihrem Buch vor dem Kirchturm im See gefreut, daß wir ein bißchen ins Plaudern kamen und nun hat sie mich mit ihrem neusten Buch überrascht.
Ein wirklich tolles Geschenk, gerade in dieser Zeit in der man seinen Freunden virtuell auf einmal ziemlich na ist und sie gleichzeitig so wahnsinnig vermisst!

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Drei Titel, die sich dann als mögliche Besprechungskandidaten für den Podcast doch noch in den März gemogelt haben sind „Allegro Pastell“, „Miracle Creek“ und „Das wirkliche Leben“. – Sehr unterschiedliche Titel, aber wir wollen ja auch vielfältig mit unseren Empfehlungen sein!

In „Allegro Pastell“ erzählt Leif Randt eine Liebesgeschichte, in der sämtliche Gefühlsregungen wie mit einem Skalpell seziert werden und die deshalb durch einen absolut ironischen Erzählton besticht. Ich bin schon sehr gespannt auf Andis Meinung zu diesem Buch.

„Miracle Creek“ von Angie Kim dagegen liest sich wie ein spannender Thriller: In einem kleinen Städtchen geschieht ein tragisches Unglück, bei dem auch ein achtjähriger Junge stirbt. Als seine Mutter wegen Mordes angeklagt wird, beginnen alle Beteiligten ihre Geschichten zu erzählen und nach und nach kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Licht.

Ein Debütroman, der in Deutschland erst am 24.04. erscheinen wird und der mich (soviel kann ich wohl schon verraten) komplett geplättet hat ist „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné. Darüber dann bald mehr!

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Kommen wir zu den Büchern, die nun bald gelesen werden wollen: „Offene See“, „Milchmann“ und „Glasflügel“.

Auf „Offene See“ von Benjamin Myers freue ich mich schon sehr, denn von meinen Kollegen habe ich bisher nur Gutes darüber gehört und eine Kollegin meinte sogar, daß dieses Buch gemeinsam mit „Miracle Creek“ und „Das wirkliche Leben“ zu ihren Lieblingsdebüts des Frühjahrs gehören würde.
Nachdem mich die anderen beiden Titel ja schon sehr überzeugen konnten, ist nun also die Erwartungshaltung bei diesem recht hoch!

Mit „Milchmann“ gewann Anna Burns 2018 den Man Booker Prize. Damals las ich recht viele begeisterte aber auch einige enttäuschte Rezensionen. Offenbar ist „Milchmann“ eines dieser Love-it-or-hate-it-Bücher. Da bilde ich mir immer gerne eine eigene Meinung.

Krimis lese ich ja eher selten, trotzdem hatte ich schon länger mit Katrine Engberg geliebäugelt. „Glasflügel“ ist zwar schon der dritte Teil ihrer Kopenhagen-Krimireihe, aber ich hoffe dennoch, daß ich einen guten Einstieg in die Geschichte finde.

Wie ihr sehen könnt ist bei mir gerade wirklich viel los und am Freitag geht dann auch noch der Podcast in neuem Gewand an den Start!

Wie geht es Euch gerade?
Müsst ihr auch zuhause bleiben oder könnt ihr noch arbeiten?
Nutzt ihr die Zeit zum Lesen?

Alles Liebe und bleibt gesund,
Eure Andrea

Seite an Seite – Der Literaturpodcast Folge 4 oder ein literarischer Jahresrückblick

Zum Abschluß des Jahres haben sich Andi und ich einmal etwas anderes ausgedacht.
Statt der üblichen Buchbesprechungen erzählen wir Euch diesmal bei einem Gläschen Kinderpunsch von den Büchern, die uns durch das Jahr begleitet haben.
Angefangen bei Was dann nachher so schön fliegt von Hilmar Klute, das mir Andi im letzten Weihnachtsgeschäft so begeistert ans Herz legte, daß ich nicht anders konnte, als es zu lesen, über Stella von Takis Würger, welches ja im Frühjahr eine Feuilleton-Debatte auslöste und den Startschuss für unsere gemeinsamen Abende gab, an denen wir nach der Arbeit noch über Bücher diskutierten.

Auf der Leipziger Buchmesse traf ich Daniela Krien, die mich mit Die Liebe im Ernstfall sehr berührt hat und ließ mich von Vea Kaiser mit Punschkrapfen mästen, während Andi dafür an der LMU Ian McEwan traf, der dieses Jahr mit Maschinen wie ich und Die Kakerlake gleich zwei Titel auf den Markt brachte.

Unseren Podcast starteten wir im Sommer mit Dschungel von Friedemann Karig, Mareike Fallwickl rettete meinen Sommerurlaub mit ihren unschlagbaren Tipps, dafür las Andi „Tyll“ von Daniel Kehlmann fünfmal.

Im Herbst fuhren zur Frankfurter Buchmesse wo uns Saša Stanišić in Interviews schwer begeisterte. Herkunft war für uns beide übrigens der Roman des Jahres…

Über all das erzählen wir Euch in dieser Podcast Folge und geben Euch zum Schluß auch noch ein paar weihnachtliche Geschenketipps. Hört einfach mal rein!

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Seite an Seite – Der Literaturpodcast Folge 3 oder ooh baby baby, it’s a wild world

Ein bißchen still ist es in den letzten Wochen auf unserem Podcast geworden…
Das lag aber nicht etwa daran, daß Andi und ich keine Lust gehabt hätten, über die Bücher zu reden, die wir gelesen haben. Das Problem war, daß Andi noch an der Zulassungsarbeit für sein Staatsexamen saß und den ganzen Tag nichts anderes tat, als alle Daniel Kehlmann Bücher zum wasweißichwievielten Male durchzulesen und auf ihre Metafiktionalität abzuklopfen.
Gut… Vielleicht hätten wir auch einen Podcast darüber machen können…
Vermutlich braucht Andi jetzt aber mal eine kurze Pause von Daniel Kehlmann.

Jetzt geht es jedenfalls wieder frisch motiviert weiter, also viel Spaß mit unserer neusten Folge!

Unsere Titel in dieser Folge sind:

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Andi:
Sophie Passmann – Frank Ocean
Jonathan Safran Foer – Wir sind das Klima!

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Andrea:
Tommy Orange – Dort dort
Mareike Fallwickl – Das Licht ist hier viel heller

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Und zusammen sprechen wir über:
Simone Lappert – Der Sprung

(Die blau unterlegten Titel führen Euch zu den Besprechungen auf meinem Blog.)

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Andi & Andrea

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Seite an Seite – Der Literaturpodcast Folge 2 und alle Fragen offen

Letzten Monat ging ja die erste Folge unseres Literaturpodcasts „Seite an Seite“ online und die Reaktionen darauf haben meinen Kollegen Andi und mich wirklich komplett geplättet. Wir hätten wohl nie gedacht, daß unsere kleine Idee so gut ankommen würde und wir gleich so viele Zuhörer hätten.

Natürlich hat es sehr geholfen, daß Friedemann Karig den Podcast auf Instagram geteilt hat… und schwupps hatten wir innerhalb von zwei, drei Tagen die ersten hundert Hörer!

Das viele positive Feedback hat uns sehr viel bedeutet und definitiv motiviert, damit weiterzumachen.
Nun haben wir also wieder einen Monat lang gelesen und uns für Euch gleich mal die ersten Neuerscheinungen des Herbstprogramms vorgenommen.

Viel Spaß also, bei der neusten Folge!

Unsere Titel für diesen Monat sind:

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Andi:
Sally Rooney – Gespräche mit Freunden
Ulrich Woelk – Der Sommer meiner Mutter

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Andrea:
Stig Sæterbakken – Durch die Nacht
Kristin Höller – Schöner als überall

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Und zusammen sprechen wir über:
Ocean Vuong – Auf Erden sind wir kurz grandios
Anika Decker – Wir von der anderen Seite

(Die blau unterlegten Titel führen Euch zu den Besprechungen auf meinem Blog.)

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Andi & Andrea

Cover

Seite an Seite – Unser Podcast!

Anfang des Monats hatte ich ja schon erwähnt, daß ich bald von einem Projekt erzählen möchte, daß ich mit meinem Kollegen zusammen auf die Beine gestellt habe und heute ist es soweit: wir möchten Euch unseren Podcast „Seite an Seite“ vorstellen!

Ich habe ja schon des öfteren von „meinen Kollegen“ geschrieben, als hätte ich nur den einen. Aber tatsächlich ist es meist derselbe Kollege, der mir so begeistert von neuen Romanen erzählt, daß ich sie gleich selber lesen muss und dann an Euch weitergebe. Mit ihm gehe ich auch mehrmals im Monat nach der Arbeit etwas trinken, wobei wir immer über die neusten Romane diskutieren. Da ist Spaß garantiert!
Schon lange hatte er die Idee, einen Podcast zu machen und ich merkte mehr als einmal an, daß wir statt in einer Kneipe genausogut vor einem Mikro sitzen und dabei trinken und reden könnten.

Gesagt, getan… Gestern trafen wir uns in seiner Wohnung, öffneten (aus Gründen) eine Flasche Riesling und legten los.

Und so wird es höchste Zeit, Euch meinen Kollegen einmal genauer vorzustellen:

Andi arbeitet seit drei Jahren neben dem Studium im Buchhandel und das macht er mit soviel Herzblut und Begeisterung, daß es praktisch unmöglich ist, an ihm vorbeizugehen, ohne ein Buch zu kaufen.
Wenn er nicht gerade legendäre Beratungsgespäche führt, studiert er ganz nebenbei auch noch Deutsch, Englisch und Sozialkunde auf Lehramt.
Sein liebster Autor ist Daniel Kehlmann; kein Wunder also, daß in unserer Filiale firmenweit die meisten Exemplare von „Tyll“ verkauft wurden. Das hat er praktisch im Alleingang geschafft!

Unser Lesegeschmack ist sich relativ ähnlich, aber die Art und Weise, wie wir über Bücher sprechen ist völlig verschieden.
Andi analysiert gerne und klopft die Romane auf ihre Metaebenen ab. Ich dagegen bin eher eine „Bauchleserin“ und rede lieber darüber, wie mich das Buch berührt hat.
Auf diese Weise bekommt man oft sehr unterschiedliche Eindrücke vom gleichen Titel und es macht immer unheimlich Spaß, all unsere Gedanken in einen Topf zu werfen und dann ein gemeinsames Fazit zu ziehen.

Unser Plan ist es, Euch einmal im Monat etwa sechs Bücher zu präsentieren.
Wir werden über gemeinsam gelesene Titel diskutieren und uns gegenseitig von persönlichen Highlights erzählen.
In machen Monaten werden wir aber auch ein bißchen von diesem Schema abweichen und zum Beispiel mehrere Titel zu einem besonderen Thema vorstellen.
Habt Ihr Lust bekommen, uns dabei zuzuhören?
Zum Glück ist die erste Folge jetzt online!

Unsere Titel für diesen Monat sind:

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Andi:
Colson Whitehead – Die Nickel Boys
Ian McEwan – Maschinen wie ich

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Andrea:
Elena Ferrante – Frau im Dunkeln
Alina Bronsky – Der Zopf meiner Großmutter

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Und zusammen sprechen wir über:
Friedemann Karig – Dschungel
Saša Stanišić – Herkunft

(Die blau unterlegten Titel führen Euch zu den Besprechungen auf meinem Blog.)

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