Auf Achse im Oktober!

Es wird nun aber wirklich Herbst…
Die Stürme wehen, die Novitätenstapel erreichen Höhen, die mich ins Schwitzen bringen und neben dem Lesen steht einiges an im Oktober!

Mitte des Monats geht es mit den weltbesten Kollegen auf die Frankfurter Buchmesse. Mein Notizbuch platzt schon aus allen Nähten, so viele Termine hab ich mir eingetragen, und ich bin wirklich sehr gespannt, was wir dort alles erleben werden.

Ende des Monats sollte es dann hoffentlich einmal wieder Zeit für eine neue Folge von „In vollen Zügen nach…“ werden. Diesmal soll es nach Wien gehen, allerdings mit beiden Kindern und die haben schon sehr eigene Pläne, was sie dort anstellen wollen!
Ich hoffe aber trotzdem, daß vielleicht ein, zwei Buchhandlungen auf dem Weg liegen werden, über die ich dann berichten kann. Also, liebe Wiener: Welche Buchhandlungen sollte ich unbedingt gesehen haben?

Wie schon erwähnt wird der Novitätenstapel nicht kleiner und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Titel, die ich mir diesen Monat ausgesucht habe:

2019-09-28_08.41.35

Beginnen wir einmal mit ganz viel Liebe für den Diogenes Verlag, der einen Löwenanteil zu meinem Oktoberstapel beigetragen hat.

Wie eigentlich jedes Jahr gibt es etwas Neues von meiner Lieblingsautorin Amélie Nothomb, von der ich seit meiner Ausbildung jedes Buch verschlinge. „Klopf an dein Herz“ kam schon Anfang des Jahres auf Englisch auf den Markt und so hatte ich bereits im englischsprachigen BookTube sehr begeisterte Besprechungen dazu gesehen. Nun hat das Warten endlich ein Ende!

Ein weiterer Autor, von dem jede Neuerscheinung sofort auf meiner Wunschliste landet, ist Martin Suter. Mit „Allmen und der Koi“ legt er den mittlerweile sechsten Band der Allmen-Reihe vor und auch, wenn nicht jeder Suter-Fan automatisch zum Allmen-Fan wird, mag ich die Charaktere einfach unheimlich gern.

In meinem Sommerurlaub hatte ich „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ von Thomas Meyer gelesen, nun erschien der zweite Teil „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“.
In den letzten Monaten habe ich ja langsam wieder angefangen, Hörbücher zu hören und gerade beim ersten Wolkenbruch-Roman bedauerte ich sehr, kein Hörbuch davon zu haben, denn auch wenn man jiddisch wohl ausspricht, wie es geschrieben wird, hatte ich oft keine Ahnung, wie betont wird.
Gestern habe ich dann schon mal ins Hörbuch reingehört und war sofort begeistert von Thomas Meyers Stimme. Jiddisch und ein Schweizer Akzent! – Das freut das Ohr!

2019-09-28_08.42.46

Weiter geht es mit einer ganzen handvoll Romanen:

„Gespräche mit Freunden“ von Sally Rooney hatte mein Kollege Andi ja schon im letzten Podcast vorgestellt und er war nicht wirklich überzeugt davon, allerdings lese ich ausschließlich absolut begeisterte oder komplett enttäuschte Rezensionen. Love it or hate it? Da bilde ich mir immer gern meine eigene Meinung.

Margaret Atwoods neustes Buch „Die Zeuginnen“ habe ich schon gelesen, da es allerdings im September erst auf den Markt kam, nachdem ich meinen Monatsstapel vorgestellt hatte und ich weiß, daß sich einige Leser an den Bildern in meiner Rubrik „Mit Büchern durch das Jahr“ orientieren, um bestimmte Titel wiederzufinden, von denen sie sich nur noch an das Cover erinnern, wird dieser Titel sozusagen nochmal optisch nachgereicht. Die Besprechung könnt ihr allerdings jetzt schon lesen.

Während alle über die Shortlist des Deutschen Buchpreises diskutieren, ist heimlich still und leise die Auswahlliste des Bayerischen Buchpreises erschienen. Mit dabei: „Levi“ von Carmen Buttjer.
Auch so ein Titel, auf den ich mich diesen Monat schon sehr freue!

Ein weiteres „Love it or hate it“-Buch ist wohl „Es ist Sarah“ von Pauline Delabroy-Allard. Wie gesagt; da bilde ich mir gern eine eigene Meinung.

Worauf ich mich aber schon wirklich lange freue, ist „Melmoth“ von Sarah Perry. Ihr Roman „Die Schlange von Essex“ hat mich vor zwei Jahren nach anfänglichen Startschwierigkeiten absolut begeistert, weshalb ich auch große Erwartungen an ihr neues Buch habe.

2019-09-28_08.40.44

Wer meinen Blog nicht erst seit gestern verfolgt, dürfte inzwischen wissen, wie sehr ich die Illustrationen von Kat Menschik liebe, weshalb ihr neustes Buch „Die Puppe im Grase – Norwegische Märchen“ natürlich auf meinem Lesestapel gelandet ist.
Und was für eine schöne Einstimmung auf das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse!

2019-09-28_08.43.52

Weil ich nicht nur gerne Bücher, sondern auch Bücher über Bücher lese, freue ich mich diesen Monat sehr über „Leseglück“ von Mareike Fallwickl und Florian Valerius und „Nervenkitzel“ von Miriam Semrau. Nachdem ich so gut wie nie Krimis lese, ist besonders letzteres eine tolle Möglichkeit für mich, mein Krimi-Wissen für den Laden etwas aufzupolieren ohne mich zu Tode fürchten zu müssen.

2019-09-28_08.39.45

Ich sage ja immer: „Es ist kein guter Monat, wenn keine Graphic Novel dabei ist!“, dieser Monat sollte demnach großartig werden!
Mit dabei sind nämlich „Hawking“, die neue Graphic Novel-Biografie von Ottaviani & Myrick, von denen ich auch schon den Band über Richard Feynman sehr begeistert gelesen habe. Dann noch „Natürliche Schönheit“ von Nanna Johansson, die sich feministische Themen im Stil ihrer Landsfrau Liv Strömquist vornimmt und „West, West Texas“ von Tillie Walden. Von ihr wollte ich ja immer „Pirouetten“ lesen, aber irgendwie hat es sich nicht ergeben, dann fang ich eben einfach mit ihrem neusten Buch an.

2019-09-28_08.38.06

Zu guter Letzt noch zwei Bücher aus der Rubrik „In der Kinderbuchabteilung gefunden, lassen aber auch die Herzen der Großen höher schlagen“:
„Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet“ von Rebecca Green ist eines meiner liebsten Bilderbücher, das ich seit längerem auf Englisch besitze. Nun habe ich es mir nochmal auf Deutsch besorgt, um nicht immer simultan übersetzen zu müssen, wenn ich es dem Kleinen vorlesen will und um es Euch allen nochmal vorzustellen.
Es ist nämlich unheimlich entzückend!
Ein großartiges illustriertes Sachbuch hingegen ist „Verlorene Arten“ von Jess French und Daniel Long. Hier geht es eben nicht nur um Mammuts und Dinosaurier, sondern auch um Tiere, die erst in den letzten Jahren ausgerottet wurden.
Sehr spannend und informativ und ich kann jetzt schon sagen, daß dieses Buch sowohl mich, als auch meinen Kleinsten ungemein fasziniert.

So… Seid Ihr noch da oder schon von meinem Oktoberstapel erschlagen worden?

Kennt ihr einige der Titel und wie haben sie Euch gefallen?
Sehen wir uns auf der Buchmesse?
Und was sollte ich in Wien auf keinen Fall verpassen, selbst wenn ich alle Hände voll zu tun habe, weil ein Kind verlangt, die Krokodile im Haus des Meeres zu befreien, während sich das andere einen Panzer im Heeresgeschichtlichen Museum klauen will?

Liebe Grüße,
Andrea

Goldene Tage im Oktober

Der September neigt sich dem Ende zu und so wie es aussieht erwartet uns ein goldener Herbst.
Den unfassbar hohen Septemberstapel habe ich mittlerweile halbwegs bewältigt, da drängen auch schon die nächsten Neuerscheinungen darauf, gelesen zu werden…

2018-09-28_11.22.59

Den Anfang machen wieder meine geliebten Diogenes Novitäten.
Wie fast jeden Herbst gibt es ein neues Buch von Amélie Nothomb, einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen.
Wer sie noch nicht kennt, aber schräge und vor allem böse Geschichten liebt, der sollte unbedingt mal einen Blick hineinwerfen.
Nothombs Bücher folgen keinem klassischen Schema und als Leser wird man immer wieder ins kalte Wasser geworfen. Entsprechend gespannt bin ich deshalb auf Happy End!

Martin Suter hat inzwischen an seiner Allmen-Reihe weitergearbeitet und den mittlerweile fünften Band Allmen und die Erotik auf den Markt gebracht.
Viele Leser haben ja zu den Allmen-Büchern eher gespaltene Meinungen, denn im Gegensatz zu seinen Romanen hat man es hier mit recht klassischen Krimigeschichten zu tun, die gerne auch mal Klischees bedienen.
Ich fand diese Serie bisher immer sehr unterhaltsam. Der verarmte Lebemann Johann Friedrich von Allmen und sein Haushälter Carlos sind aber auch wirklich ein tolles Team!

2018-09-28_11.20.57

Ebenfalls neu ist Der Hunderjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten.
Jonas Jonasson legt damit die direkte Fortsetzung von „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ vor.
Der erste Teil hat mich ja damals sehr begeistern können, „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ fand ich sogar noch ein bißchen besser, „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ hat mich dagegen eher enttäuscht.
Mal sehen, wie das neue Buch ist!

Worauf ich schon sehr gespannt bin ist An Absolutely Remarkable Thing, welches im Februar 2019 unter dem Titel „Ein wirklich erstaunliches Ding“ auf Deutsch erscheinen wird.
Hank Green ist tatsächlich der kleine Bruder von John Green und wer jetzt mit den Augen rollt und sich denkt, daß dieses Buch bestimmt nur verlegt wurde, weil er so gute Beziehungen hat, der kennt Hank Green nicht!
Gemeinsam betreiben Hank und John den YouTube-Channel VlogBrothers in dem jeder Bruder einen Beitrag pro Woche hochlädt. Ausserdem haben sie viele weitere Nebenkanäle, wie CrashCourse und SciShow, die in englischsprachigen Länder sogar oft im Unterricht gezeigt werden.
Hank ist etwas nerdiger als sein Bruder; er ist Wissenschaftler und Erfinder, singt Lieder über Harry Potter und ist einfach unheimlich sympathisch.
Kein Wunder also, daß sein Debütroman auf meinem Lesestapel gelandet ist!

Weiter geht es wieder hochliterarisch mit drei Empfehlungen von Maria Piwowarki von der Buchhandlung ocelot:

2018-09-28_11.22.35

Verwirrnis von Christoph Hein thematisiert eine homosexuelle Liebesgeschichte zu einer Zeit, als solche Beziehungen noch totgeschwiegen wurden.
Bisher habe ich nur begeisterte Rezensionen zu diesem Buch gelesen.

Das weiße Schloss von Christian Dittloff nimmt sich dafür das Thema Familie in einer dystopischen Zukunft vor.
Wer weiß, wie sehr mich Der Report der Magd beeindruckt hat weiß, daß ich immer auf der Suche nach etwas ähnlichem bin.

Schon etwas älter, aber aktuell wieder im Gespräch, weil vor kurzem der dritte Teil der Reihe auf Deutsch erschienen ist, ist Outline von Rachel Cusk.
Hier weiß ich noch gar nicht, was mich erwartet und ich bin sehr neugierig darauf.

2018-09-28_11.19.50

Zu guter Letzt noch ein Buch, das die von mir sehr geschätzten Genres Graphic Novel und illustriertes Sachbuch miteinander vereint: Heimat von Nora Krug.
In diesem „Deutschen Familienalbum“ setzt sich die in den USA lebende Künstlerin intensiv mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinander und ergründet für sich, was es heißt Deutsch zu sein… Sehr spannend!

Worauf freut Ihr Euch diesen Monat?
Welche Neuerscheinungen wollt Ihr unbedingt noch lesen?
Und kennt Ihr schon den ein oder anderen Titel, den ich hier vorgestellt habe?

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Oktober!

Liebe Grüße,
Andrea

 

Ode an den Oktober

Die letzten warmen Septembertage sind vorbei und heute beginnt mein zweitliebster Monat, mit seinen Herbststürmen, verregneten Nachmittagen und bunten Blättern. 🙂

Für den Oktober habe ich mir einiges vorgenommen, eigentlich viel zu viel! Und dabei wurden jetzt schon einige Bücher auf den Novemberstapel verbannt. Schrecklich!

Aber schauen wir uns mal an, was bei mir im Oktober ansteht:

Kennt jemand von euch das Hygge-Buch von Meik Wiking?
Ich habe bis dahin noch kein einziges Lifestyle-Buch gelesen, aber letzten Winter bestand mein großer Sohn darauf, daß wir uns über Hygge informieren sollten und Wikings Schreibstil war einfach so charmant und humorvoll, daß ich mir sofort sein neues Buch The Little Book of Lykke mitgenommen habe.
Darin geht es darum, warum Dänemark eine so glückliche Nation ist.

Auch neu ist The Furthest Station, das mittlerweile siebte Buch aus der „Rivers of London“-Reihe von Ben Aaronovitch.
Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen, ist dieses Buch viel dünner als seine Vorgänger. Im Englischen war es auch nur als „Novella“ angekündigt. Mal sehen, ob es mit den anderen Büchern mithalten kann… Ich werde berichten. 😉

Zu Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde, Wiener Straße von Sven Regener und Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky brauche ich nicht viel sagen…
Alle Bücher sind auf der Bestsellerliste und wurden von vielen von euch schon zum Teil großartig besprochen. Da muss ich dringen auch mal rein schauen.
Bald ist die Wiesnzeit vorbei und ich werde wieder in der Lage sein, vollständige Sätze in der Bahn zu lesen, ohne daß ich Angst haben muss, daß sich jemand auf mich übergibt… Dann ist es wieder Zeit für richtig schöne Bücher. 🙂

Als Graphic Novel durfte diesen Monat Frida von Vanna Vinci mit. – Eine wirklich schön illustrierte Biografie über Frida Kahlo.

Mit Ken Folletts neuem Buch A Column of Fire habe ich schon angefangen, allerdings bin ich noch nicht besonders weit gekommen und ich rechne auch eher damit, daß ich erst im November fertig werde.

Als wäre das noch nicht genug, kommen Mitte des Monats noch ein paar Highlights auf den Markt: Moabit von Volker Kutscher wird natürlich hauptsächlich wegen der Illustrationen von Kat Menschik gekauft, Turtles All the Way Down von John Green interessiert mich, obwohl es laut seinem YouTube-Video nicht um Schildkröten gehen wird 😉 und ich freue mich schon sehr auf , das neue Jugendbuch von Kerstin Gier. 😀

Welche Titel von meinem Oktoberstapel habt ihr schon gelesen?
Was steht auf eurer Leseliste?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbst!