Review: Die verlorenen Wörter

Ein ganz besonderes und wunderbares Buch möchte ich Euch heute vorstellen, nämlich „Die verlorenen Wörter – Ein Buch der Beschwörungen“ von Robert Macfarlane und Jackie Morris.

Es waren einmal Wörter, die sich herausschlichen aus der Sprache der Kinder. Sie verschwanden so leise, dass es kaum jemandem auffiel – ein Verdunsten wie von Wasser auf Stein. Es waren Wörter, mit denen Kinder die Natur um sich herum benannt hatten: Blauglöckchen, Brombeere, Eichel, Eisvogel, Farn, Heide – dahin!

Das schreibt Robert Macfarlane im Vorwort zu „Die verlorenen Wörter“ und macht sich dann auf, ebendiesen Wörtern neues Leben einzuhauchen.
In Gedichten und Schüttelreimen, deren Anfangsbuchstaben das verlorene Wort bilden, beschwört er deren Geist herauf.
Mal poetisch, dann wieder humorvoll, gerade so, wie es zu dem Tier oder der Pflanze, die beschrieben wird, zu passen scheint.
(An dieser Stelle auch Hut ab vor Daniela Seel, die diese Reime übersetzt hat.)

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Zu jedem Begriff findet man ein Bild, auf der sich das Wort in einem Buchstabensalat versteckt, danach das Gedicht und anschließend nochmal ein stimmungsvolles Aquarell, zum Teil mit Blattgoldhintergrund, was die Farben wunderbar leuchten lässt.

Ich wurde regelrecht in dieses Buch hineingezogen… Jede Seite macht Lust auf mehr, man blättert und blättert und entdeckt viel Verstecktes in den Illustrationen von Jackie Morris.

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Erschienen ist „Die verlorenen Wörter“ in der Naturkunden-Reihe von Matthes und Seitz, doch anders als die meisten Bücher dieser Reihe ist es kein kleines Bändchen, sonders ein ausgewachsenes Buch im Bildbandformat.

Wer also das perfekte Weihnachtsgeschenk für bibliophile Naturliebhaber, oder naturverbundene Lyrikfans sucht, der sollte unbedingt einen Blick in diesen aussergewöhnlichen Band werfen!

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