Review: Mama

Bilderbücher für Erwachsene… Für viele scheint das nicht zusammen zu passen und doch gibt es in diesem Bereich immer wieder aussergewöhnlich schöne Titel, für die ich gerne eine Lanze brechen möchte.

Ein ganz wunderbares Buch ist vor Kurzem bei arsEdition erschienen, nämlich „Mama“, welches ich Euch heute gerne ans Herz legen möchte.

Darin schreibt Hélène Delforge in kleinen Szenen vom „Mama-sein“ in verschiedenen  Kulturen, durch alle Zeiten und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Da ist beispielsweise die Marquise, die ihr Kind kurz nach der Geburt einer Amme übergeben muss und sich fortan nur um ein kleines Zicklein kümmern darf. Oder die Soldatin, die ihr Kind zurücklassen muss, als sie in den Krieg zieht. Und die junge Frau, die nicht wie ihre Mutter werden will, die immer das Gefühl hatte, ihr eigenes Leben für ihre Kinder aufgegeben zu haben, und die kurzerhand mit dem Baby auf dem Rücken loszieht, um mit ihm zusammen die Welt zu erkunden…

Mama.
Ein Name, getragen von Milliarden von Frauen,
zu allen Zeiten und auf allen Kontinenten dieser Erde…

Perfekt begleitet werden Delforges Texte von den Illustrationen von Quentin Gréban, der es mit seinen detailgetreuen Aquarellen schafft, die Schönheit selbst der erschöpftesten Mütter darzustellen.

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Dieses Buch hat mich sofort angesprochen und berührt.
Die Bilder allein schon sind ein Genuss und auch wenn Hélène Delforges Texte immer von der Liebe der Mütter zu ihren Kindern handeln wird es nicht kitschig, weil sie auch die anstrengenden und nervenaufreibenden Zeiten genauso thematisiert wie die Kuschelstunden.

Empfohlen wird dieses Buch ab sechs Jahren, weshalb Ihr es vermutlich in der Kinderbuchabteilung Eurer Buchhandlung finden werdet.
Doch „Mama“ ist eigentlich ein Buch für die Mütter, ein perfektes Geschenk für Freundinnen, oder für sich selbst.

Für mich ist „Mama“ jedenfalls der beste Beweis dafür, daß man Bilderbücher für Erwachsene einfach lieben muss!