Review: Die Herrenausstatterin

Was man von hier aus sehen kann war ja mein liebstes Buch des letzten Jahres. Danach hatte ich zwar wirklich Lust, noch mehr von Mariana Leky zu lesen, allerdings – wer kennt das nicht – schwang die Angst mit, daß man nach einem so wunderbaren Buch nur enttäuscht werden kann.

Nachdem mehrere Kolleginnen mit aber versichert haben, daß „Die Herrenausstatterin“ ein ebenfalls wirklich schönes Buch ist, habe ich mich nun doch endlich mal heran gewagt.

Als ihr Ehemann sie verlässt, verliert Katja den Boden unter den Füßen…
Daß er dann auch noch kurz darauf stirbt, lässt sie komplett zusammenbrechen.
Katja igelt sich immer mehr ein und verlässt kaum noch das Haus, doch plötzlich zieht aus heiterem Himmel der verstorbene Altphilologe Doktor Friedrich Blank bei ihr ein.

Ob es sich bei Blank nun um einen Geist oder einen aus der Einsamkeit geborenen imaginären Freund handelt, oder ob die fragwürdigen Pillen, die ihr ihre Freundin zugesteckt hat etwas damit zu tun haben bleibt ungeklärt. Tatsache ist jedoch, daß der tote Blank der Einzige ist, der Katja ein wenig ins Leben zurückholen kann.

Dann taucht auch noch der Feuerwehrmann Armin auf, der auf der Suche nach einem Feuer ist und sich schon bald ebenfalls bei Katja einnistet.
Ist Armin real?
Zusammen mit Blank und Armin erlebt Katja seltsame Abenteuer, bei denen man nie genau weiß, ob da alles mit rechten Dingen zugeht…

Während es bei Was man von hier aus sehen kann immer wieder seltsame kleine Zufälle gab, taucht Mariana Leky bei der „Herrenausstatterin“ voll ein in die Welt des magischen Realismus.
Ich mag solche Geschichten ja, andere haben damit eher zu kämpfen.

An Was man von hier aus sehen kann reicht „Die Herrenausstatterin“ für mich nicht heran, aber ich hatte trotzdem Spaß mit dieser zum Teil irrwitzigen, zum Teil melancholischen Gratwanderung zwischen Traum und Wirklichkeit.

 

Mehr von Mariana Leky:

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Review: Was man von hier aus sehen kann

 

Review: Was man von hier aus sehen kann

Jedes mal, wenn Luises Oma Selma von einem Okapi träumt, wird jemand aus dem Dorf innerhalb des nächsten Tages sterben.
„Was man von hier aus sehen kann“ beginnt am Tag nach so einem Okapi-Traum. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, alle Dorfbewohner klären ihre Angelegenheiten und schreiben Abschiedsbriefe, einer plant sogar, das kurze Zeitfenster für einen Mord zu nutzen, doch dann kommt alles anders als erwartet…

Aber das ist erst der Anfang…
Wir begleiten Luise, Selma, ihre Familie und all die liebenswerten und etwas schrägen Dorfbewohner über zwanzig Jahre lang.

Bereits nach der Hälfte des Buches war mir klar, daß ich mein Lieblingsbuch für dieses Jahr gefunden hatte… – Deshalb möchte ich auch gar nicht zu viel verraten.
Ich bin absolut begeistert von Mariana Lekys humorvollem Stil, ihren wunderbaren Charakteren und der Alltagsmagie, die sie so fabelhaft beschreibt.

Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich will das Buch ganz bald noch mal lesen!

An dieser Stelle wird mir bewusst, daß ich mehr über Bücher zu sagen habe, die mir weniger gut gefallen. Bei diesem hier möchte ich am Liebsten gar nichts sagen, sondern es einfach nur jedem in die Hand drücken! 😉

Mehr von Mariana Leky:

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Review: Die Herrenausstatterin

Ode an den Oktober

Die letzten warmen Septembertage sind vorbei und heute beginnt mein zweitliebster Monat, mit seinen Herbststürmen, verregneten Nachmittagen und bunten Blättern. 🙂

Für den Oktober habe ich mir einiges vorgenommen, eigentlich viel zu viel! Und dabei wurden jetzt schon einige Bücher auf den Novemberstapel verbannt. Schrecklich!

Aber schauen wir uns mal an, was bei mir im Oktober ansteht:

Kennt jemand von euch das Hygge-Buch von Meik Wiking?
Ich habe bis dahin noch kein einziges Lifestyle-Buch gelesen, aber letzten Winter bestand mein großer Sohn darauf, daß wir uns über Hygge informieren sollten und Wikings Schreibstil war einfach so charmant und humorvoll, daß ich mir sofort sein neues Buch The Little Book of Lykke mitgenommen habe.
Darin geht es darum, warum Dänemark eine so glückliche Nation ist.

Auch neu ist The Furthest Station, das mittlerweile siebte Buch aus der „Rivers of London“-Reihe von Ben Aaronovitch.
Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen, ist dieses Buch viel dünner als seine Vorgänger. Im Englischen war es auch nur als „Novella“ angekündigt. Mal sehen, ob es mit den anderen Büchern mithalten kann… Ich werde berichten. 😉

Zu Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde, Wiener Straße von Sven Regener und Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky brauche ich nicht viel sagen…
Alle Bücher sind auf der Bestsellerliste und wurden von vielen von euch schon zum Teil großartig besprochen. Da muss ich dringen auch mal rein schauen.
Bald ist die Wiesnzeit vorbei und ich werde wieder in der Lage sein, vollständige Sätze in der Bahn zu lesen, ohne daß ich Angst haben muss, daß sich jemand auf mich übergibt… Dann ist es wieder Zeit für richtig schöne Bücher. 🙂

Als Graphic Novel durfte diesen Monat Frida von Vanna Vinci mit. – Eine wirklich schön illustrierte Biografie über Frida Kahlo.

Mit Ken Folletts neuem Buch A Column of Fire habe ich schon angefangen, allerdings bin ich noch nicht besonders weit gekommen und ich rechne auch eher damit, daß ich erst im November fertig werde.

Als wäre das noch nicht genug, kommen Mitte des Monats noch ein paar Highlights auf den Markt: Moabit von Volker Kutscher wird natürlich hauptsächlich wegen der Illustrationen von Kat Menschik gekauft, Turtles All the Way Down von John Green interessiert mich, obwohl es laut seinem YouTube-Video nicht um Schildkröten gehen wird 😉 und ich freue mich schon sehr auf , das neue Jugendbuch von Kerstin Gier. 😀

Welche Titel von meinem Oktoberstapel habt ihr schon gelesen?
Was steht auf eurer Leseliste?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbst!