Review: Turtles All the Way Down

Eines Tages stolpern Aza Holmes und ihre beste Freundin Daisy unvermittelt in ein kleines Abenteuer…
Der in der Nachbarschaft lebende Milliardär Russell Pickett  ist spurlos verschwunden und lässt seine beiden Söhne ratlos zurück.
Seine Firma bietet eine Belohnung von 100.000 Dollar, falls man Hinweise zu seinem Verbleib geben kann und Daisy wittert eine Chance ihren winzigen College Fond aufzubessern. Sie überredet Aza mit ihr auf Picketts Grundstück herumzuschnüffeln und natürlich werden sie dabei ertappt. Konsequenzen gibt es aber keine, denn Aza kennt Davis, Picketts älteren Sohn, aus ihrer Kindheit…

Aza und Davis freunden sich miteinander an. Beide haben einen Elternteil verloren und beide haben mit Problemen zu kämpfen. Denn Aza leidet an einer Zwangsstörung, die ihr schwer zu schaffen macht. Immer wieder findet sie sich in einer Gedankenspirale gefangen, die sie an nichts anderes als die Bakterien in ihrem Körper denken lässt. An manchen Tagen werden diese Gedanken zu einem solchen Problem, daß Aza sogar Dinge tut, die ihrem Körper schaden, nur um die Angst vor den Bakterien unter Kontrolle zu bringen.

Wer John Greens Vlogs kennt, weiß daß auch er immer wieder unter Zwangsstörungen leidet.
In „Turtles All the Way Down“ greift er auf sein Lieblingsthema zurück; die Suche nach verschwundenen Menschen und gewährt einen Einblick in eine Gedankenwelt, die für außenstehende oft nur schwer nachzuvollziehen ist.

„Turtles All the Way Down“ war für mich eine gelungene Mischung aus Teenie-Freundschaft, erster Liebe, einem geheimnisvollen Verschwinden und sehr persönlichen Problemen.
Für manche wird es vielleicht etwas zuviel des Ganzen sein, für mich war es aber wirklich gute Unterhaltung mit einem sehr authentischen Einblick, was psychische Probleme für den Betroffenen und die Menschen in seinem Umfeld bedeuten.

Deutscher Titel: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Kleiner Disclaimer für alle Schildkröten-Enthusiasten:
Die Schildkröten aus dem Titel sind leider nur metaphorischer Natur.
Für jeden, der sich an Schildkröten erfreut, habe ich meine Lena vor die Linse gesetzt.
Sie befindet sich mittlerweile im wohlverdienten Winterschlaf . 🙂

Ode an den Oktober

Die letzten warmen Septembertage sind vorbei und heute beginnt mein zweitliebster Monat, mit seinen Herbststürmen, verregneten Nachmittagen und bunten Blättern. 🙂

Für den Oktober habe ich mir einiges vorgenommen, eigentlich viel zu viel! Und dabei wurden jetzt schon einige Bücher auf den Novemberstapel verbannt. Schrecklich!

Aber schauen wir uns mal an, was bei mir im Oktober ansteht:

Kennt jemand von euch das Hygge-Buch von Meik Wiking?
Ich habe bis dahin noch kein einziges Lifestyle-Buch gelesen, aber letzten Winter bestand mein großer Sohn darauf, daß wir uns über Hygge informieren sollten und Wikings Schreibstil war einfach so charmant und humorvoll, daß ich mir sofort sein neues Buch The Little Book of Lykke mitgenommen habe.
Darin geht es darum, warum Dänemark eine so glückliche Nation ist.

Auch neu ist The Furthest Station, das mittlerweile siebte Buch aus der „Rivers of London“-Reihe von Ben Aaronovitch.
Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen, ist dieses Buch viel dünner als seine Vorgänger. Im Englischen war es auch nur als „Novella“ angekündigt. Mal sehen, ob es mit den anderen Büchern mithalten kann… Ich werde berichten. 😉

Zu Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde, Wiener Straße von Sven Regener und Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky brauche ich nicht viel sagen…
Alle Bücher sind auf der Bestsellerliste und wurden von vielen von euch schon zum Teil großartig besprochen. Da muss ich dringen auch mal rein schauen.
Bald ist die Wiesnzeit vorbei und ich werde wieder in der Lage sein, vollständige Sätze in der Bahn zu lesen, ohne daß ich Angst haben muss, daß sich jemand auf mich übergibt… Dann ist es wieder Zeit für richtig schöne Bücher. 🙂

Als Graphic Novel durfte diesen Monat Frida von Vanna Vinci mit. – Eine wirklich schön illustrierte Biografie über Frida Kahlo.

Mit Ken Folletts neuem Buch A Column of Fire habe ich schon angefangen, allerdings bin ich noch nicht besonders weit gekommen und ich rechne auch eher damit, daß ich erst im November fertig werde.

Als wäre das noch nicht genug, kommen Mitte des Monats noch ein paar Highlights auf den Markt: Moabit von Volker Kutscher wird natürlich hauptsächlich wegen der Illustrationen von Kat Menschik gekauft, Turtles All the Way Down von John Green interessiert mich, obwohl es laut seinem YouTube-Video nicht um Schildkröten gehen wird 😉 und ich freue mich schon sehr auf , das neue Jugendbuch von Kerstin Gier. 😀

Welche Titel von meinem Oktoberstapel habt ihr schon gelesen?
Was steht auf eurer Leseliste?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbst!