Review: So also endet die Welt

Julia und Erik haben jung geheiratet, und obwohl ihre Kinder Alice und Anton mittlerweile schon dreizehn und zehn Jahre alt sind, hat es die kleine Familie in all der Zeit nie geschafft einen mehrwöchigen Urlaub gemeinsam zu verbringen.

In diesem Jahr aber soll das endlich anders werden.
Erik hat so viele Überstunden angesammelt, daß er den ganzen Sommer frei hat und so beschließt man, nach Mjölkviken, zum alten Ferienhaus von Julias Eltern zu fahren.

Doch der Urlaub scheint von Anfang an unter einem schlechten Stern zu stehen…
Am Tag der Abreise erfährt Erik, daß er entlassen wird, Julia hinterfragt gerade ihr ganzes Leben und vor allem ihre Beziehung zu Erik, und Anders, Eriks Bruder, lädt sich nach einem Zusammenbruch mit anschließender Sinnkrise einfach selbst in das Sommerhäuschen ein.

Niemand will sich so wirklich mit seinen Problemen beschäftigen, da kommen die Nachbarn als Ablenkung gerade recht: auf der einen Seite ist da die traurige Kati, von der sich Erik und Anders gleichermaßen angezogen fühlen und auf der anderen ausgerechnet Julias Jugendfreundin Marika, die sich einer Gruppe Umweltaktivisten angeschlossen hat, die den unausweichlichen Weltuntergang in Mjölkviken aussitzen wollen.

Zwischen all diesen Menschen kommt es in den folgenden Wochen zu Spannungen, Verbrüderungen und überraschenden Geständnissen…

Obwohl mir Philip Teir bisher völlig unbekannt war hat mich der Titel des Buches sofort neugierig gemacht.
Es geht um kleine und große Ereignisse, die unser Leben verändern können, um die Suche nach dem Sinn im Leben oder auch einfach den Versuch, dem Leben einen Sinn zu geben.

„So also endet die Welt“ ist ein relativ ruhiges Buch, bei dem man nicht allzuviel großes Drama erwarten darf, trotzdem konnte ich es kaum aus der Hand legen.
Philip Teir schreibt leicht, aber eindringlich und wechselt immer wieder die Perspektive des Erzählers, so daß mir die Figuren alle sehr schnell ganz nahe waren.
Ich hätte liebend gerne noch etwas länger in dem etwas heruntergekommenen finnischen Sommerhaus am Meer mit all seinen Bewohnern verbracht.

Wer also für diesen Sommer noch auf der Suche nach einem leichten, aber durchaus literarischen Titel ist, der sollte unbedingt einen Blick in „So also endet die Welt“ werfen.