Review: Die Stadt der Träumenden Bücher Teil 1: Buchhaim

Kennt ihr Bücher bei denen man juchzen möchte vor Freude? 🙂

Nachdem mich ja Prinzessin Insomnia & der alptaumfarbene Nachtmahr nicht so richtig begeistern konnte war ich dennoch sehr gespannt auf die zweite Neuerscheinung von Walter Moers in diesem Jahr: Die Graphic Novel zu „Die Stadt der Träumenden Bücher“.

Daß ich ein großer Fan von gut gemachten Graphic Novels bin dürftet ihr mittlerweile wissen, was ihr aber noch nicht wisst ist, wie sehr meine Kollegen und ich von „Die Stadt der Träumenden Bücher“ begeistert sind. Als es damals auf den Markt kam, kamen wir Buchhändler aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus… Wir sprachen jeden Tag über unsere Lesefortschritte, halfen uns die Anagramme der Buchlinge zu lösen und fanden selbst eigene Buchling-Namen für uns. Es könnte sogar passiert sein, daß wir bei einer Gelegenheit aus dem Fluchtplan unserer Etage in eine Karte von Buchhaim gebastelt haben.

Als ich die Graphic Novel also letzte Woche aufschlug, war ich sehr nervös, ob sie einem meiner Lieblingsbücher gerecht werden würde…
Aber schon nach ein paar Seiten war ich absolut begeistert!

Die Illustrationen haben mit einem normalen Comic-Buch nichts mehr gemein… Es sind regelrechte Gemälde, die Illustrator Florian Biege da abgeliefert hat!
Jede Seite ist mit unheimlich viel Liebe zum Detail gestaltet und ich hatte oft das Gefühl, Szenen aus einem Film vor mir zu haben.
Vielleicht habe ich sogar vor Glück gequietscht, als ich alle Hauptcharaktere der Zamonienbücher auf einer Seiter versteckt gefunden habe… Da waren Blaubär mit seinen Freunden Fredda und Qwert, Rumo und Rala, Ensel und Krete, sogar Echo das Krätzchen!

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In diesem ersten Teil begleiten wir den angehenden Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz auf seiner Reise in die Bücherstadt Buchhaim. Dort sucht er nach dem Autor eines geheimnisvollen Manuskripts. Doch noch bevor er herausfinden kann, was es damit auf sich hat, macht er sich bereits mächtige Feinde. Hilflos wird er in den düsteren Katakomben unter der Stadt zurückgelassen, von wo die wenigsten je lebend zurück gekommen sind…

Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Teil im Januar auf den Markt kommt!

Einziges kleines Manko: Mit 25€ pro Band, also insgesamt 50€, ist „Die Stadt der Träumenden Bücher“ natürlich kein Schnäppchen. Ich finde zwar, daß der Preis für so ein aufwändig gestaltetes Buch absolut gerechtfertigt ist, aber zu einem Spontankauf werden sich vermutlich nicht viele Kunden verleiten lassen…
Deshalb mein Tipp: Ab damit auf die Weihnachtswunschliste! 😀

Zu meiner Besprechung von Band 2 bitte hier entlang:

Review: Die Stadt der Träumenden Bücher Teil 2: Die Katakomben

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Review: Blau ist eine warme Farbe

Seit ein paar Jahren habe ich mit „Blau ist eine warme Farbe“ geliebäugelt, bei meinem letzten Geburtstagseinkauf durfte es jetzt endlich mit. Ein Glück! 😀

In dieser preisgekrönten Graphic Novel geht es um die anfangs fünfzehnjährige Clementine, die mit der Zeit merkt, daß sie sich nicht wirklich zu Jungen hingezogen fühlt.
Während sie mit ihren Gefühlen kämpft, trifft sie Emma, eine Kunststudentin, die seit Jahren offen lesbisch lebt. Für Clementine ist es Liebe auf den ersten Blick, trotzdem will sie nicht wahr haben, daß sie homosexuell ist.
Doch mit der Zeit werden Clementines Gefühle zu Emma immer stärker und ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt…

Vor kurzem ging es ja in der Montagsfrage um Comics. Viele schrieben, daß ihnen hier das Kopfkino fehlen würde, daß sie sich die Figuren nicht selbst vorstellen könnten.
Ich hielt dagegen, daß man dafür eben keinen inneren Monolog hätte, daß das Kopfkino in Graphic Novels darin besteht, in einem Bild zu lesen, wie es den Charakteren geht.
Julíe Maroh ist dafür ein tolles Beispiel. In einer Szene des Buches standen auf einer Seite gerade mal drei Worte. Trotzdem sind mir die Tränen in die Augen gestiegen…

Überhaupt habe ich viel geweint. Gut, ich hab auch nah am Wasser gebaut, aber „Blau ist eine warme Farbe“ ist wirklich wahnsinnig traurig, aber eben auch unheimlich schön.
Dieses Buch hat mich sehr berührt und ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher geworden.

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Review: Black Mould

Ende des Monats soll ja der siebte Teil der „Rivers of London“-Reihe, The Furthest Station, erscheinen… Ich bin da noch skeptisch, weil die letzten Bände immer wieder verschoben wurden, aber warten wir’s mal ab… 😉
Solange gibt es meine Besprechung des mittlerweile dritten Comics aus der Serie.

In „Black Mould“ sind Peter Grant und Sahra Guleed dem Geheimnis von mysteriösem Schimmel auf der Spur, der Häuser in London befällt. Die Bewohner reagieren mit Panikattaken und Gewaltphantasien… Was steckt wohl dahinter?

Ich muss ja sagen, daß mir die Comics wirklich gut gefallen.
Der typische Erzählstil von Ben Aaronovitch wird gut eingefangen und ich mag es, daß ich so Nebencharaktere besser vor Augen habe. Sahra Guleed, zum Beispiel, habe ich in der Buchreihe immer nur als Nebenfigur wahrgenommen, in den Graphic Novels wird sie zur Spitzenpolizistin im schicken Hijab vor der sich jeder Verbrecher in Acht nehmen sollte.

Ein Kritikpunkt von anderen Aaronovitch-Fans ist der Zeichenstil der Comics. Der ist ziemlich modern, glatt, wenig detailiert und wirkt auf viele recht lieblos. Schade, daß da nicht „richtig“ gezeichnet wurde, um den Flair der Buchreihe besser einzufangen.

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Mehr von Ben Aaronovitch:

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Review: The Furthest Station

 

Review: Monstress Band 2: Das Blut

Positiv überrascht war ich ja schon, daß ihr euch so für meine Graphic Novel Neuzugänge interessiert habt. 🙂
Hier also meine Besprechung zum zweiten Teil der „Monstress“-Reihe.

Ein bißchen hin und her gerissen bin ich immer noch…
Einerseits sind da diese wahnsinnig schönen Illustrationen, andererseits geht es oft wirklich brutal zu. Ich mag keine Filme in denen das Blut nur so spritzt und bei „Monstress“ wird da auch nicht viel der Phantasie überlassen.

Trotzdem faszinieren mich diese Comics!
Als Leser wird man nämlich erstmal ganz schön herausgefordert, da die Handlung unheimlich viele Hintergrundgeschichten hat, die aber oft nur am Rande erwähnt werden. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich zurück blättere und mich frage, ob ich etwas verpasst habe, oder ob es hier nur wieder eine Anspielung auf ein Ereignis war, von dem man noch nichts weiß.
Was das Thema Worldbuilding angeht sind Marjorie Liu und Sana Tekeda also wirklich spitzenklasse!

Im zweiten Teil der Reihe setzen Maika und das Fuchsmädchen Kippa ihre Reise fort um hinter das Geheimnis des Dämons zu kommen, der in Maika wohnt.
Auch hier werden fast wieder mehr Fragen aufgeworfen, als geklärt, aber ich muss einfach wissen, wie all diese Geschichten und Geheimnisse zusammen hängen! 😉

Ein bißchen erinnert mich „Monstress“ an eine Mischung aus „Witchblade“ und „Prinzessin Mononoke“. Beides sind Comics, bzw. Filme, die ich vor einer gefühlten Ewigkeit sehr geliebt habe. 😉

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Review: Hilda and the Stone Forest

Nachdem ich ja letzte Woche von meinem Graphic Novel Haul berichtet hatte kommt hier eine kleine Besprechung des ersten Comics den ich mir vorgenommen hatte:
„Hilda and the Stone Forest“ von Luke Pearson.

Dies ist der mittlerweile fünfte Band in der Reihe um die kleine Abenteurerin Hilda.
Gemeinsam mit ihrer Mutter lebt sie in einem skandinavischen Land, das unserer Welt eigentlich recht ähnlich sieht, wären da nicht all die Trolle, Hausgeister, Riesen und ähnliche mythische Wesen, die dort leben.

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In den ersten beiden Büchern der Reihe lebten Hilda und ihre Mutter allein in den Bergen, wo Hilda den ganzen Tag draußen verbrachte, doch seit die kleine Familie in die Stadt gezogen ist verwandelt sich Hildas Mama immer mehr in eine Helikoptermutter.
Hilda darf kaum noch zum Spielen nach draußen gehen und in diesem Teil reicht es Hildas Mama endgültig und sie verhängt Hausarrest.
Natürlich wäre Hilda nicht Hilda, wenn sie nicht sofort wieder versuchen würde auszubüchsen, doch alles läuft schief und plötzlich finden sich Hilda und ihre Mutter in einer Höhle wieder, in der es vor Trollen nur so wimmelt…

Diesen Hilda-Band brachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu Ende.
Weinend, weil die Geschichte mit einem ziemlichen Cliffhanger endet, während alle bisherigen Bände in sich abgeschlossen waren…
Und lachend, weil sich diese kleine Ankündigung auf der letzten Seite richtig spannend anhört:

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Die Hilda-Bände:
1. Hilda and the Troll (…und der Troll)
2. Hilda and the Midnight Giant (…und der Mitternachtsriese)
3. Hilda and the Bird Parade (…und die Vogelparade)
4. Hilda and the Black Hound (…und der schwarze Hund)
5. Hilda and the Stone Forest (…und der Steinwald)

 

Zeit für (mehr) Graphic Novels!

Diesen Sommer habe ich schon eine ganze Reihe richtig guter Graphic Novels und Comics gelesen. Zeit also für den nächsten Schwung! 😀

Gestern habe ich mir diese Schätze geholt:

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Monstress Band 2: Das Blut von Marjorie Liu und Sana Takeda.
Den ersten Band habe ich Anfang des Jahres gelesen und war ehrlich gesagt ein bißchen hin und her gerissen, weil ich die Illustrationen so unglaublich schön fand, die Handlung war für meinen Geschmack etwas brutal. (Ich bin aber auch recht zart besaitet 😉 )
Nachdem mir die Charaktere aber richtig gut gefallen haben und Band 1 mit einer ziemlich überraschenden Wendung geendet hat muss ich wissen, wie es weiter geht!

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Bei den „Rivers of London“-Comics ist mittlerweile Band 3 am Start!
Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan der Romane und finde die Comics eine tolle Ergänzung der Reihe.
Ben Aaronovitchs Humor und Tempo wird finde ich ziemlich gut umgesetzt.

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Hilda habe ich diesen Sommer richtig ins Herz geschlossen…
Dieses kleine, abenteuerlustige Mädchen lebt in einer skandinavischen Phantasiewelt und schlittert von einem Abenteuer ins nächste.
Einziges Problem: Mein Zehnjähriger klaut mir ständig meine „Hilda“- Comics! 😀

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Zuletzt hatte ich ja Animals of a Bygone Era von Maja Säfström gelesen und war begeistert von ihren Illustrationen und dem witzigen Aufbau des Buches.
Natürlich musste da ihr zweites Buch schnell her!

 

Welche Graphic Novels und Comics gefallen euch so?
Ich freu mich über eure Tipps! 🙂