Review: Deutschland im Winter

Vor ein paar Wochen wurde ich auf das wunderschöne Reisehandbuch „Deutschland im Winter“ des kleinen aber feinen Reisedepeschen Verlags aufmerksam.
Schon die Covergestaltung und die spannende Zusammenstellung waren sehr vielversprechend, doch dann öffnete ich das Buch um den Klappentext zu lesen und schon war ich diesem Verlag verfallen, denn sie verstehen es wie kein anderer, sich beim potentiellen Käufer beliebt zu machen.

Nicht nur wird man hier ob seines ungewöhnlich guten Geschmacks gelobt, nein; man bekommt im selben Atemzug noch den seltsamen Schuppentier-Orden verliehen. Das nenne ich mal Kundenbindung!

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Und meine Begeisterung stieg gleich darauf noch weiter, denn bevor wir zu den Winteraktivitäten kommen, gibt es erst noch ein paar Tipps zum Thema „Nachhaltiges Reisen“.
Sehr gut!

Danach durchstreifen wir Deutschland von Nord nach Süd, Ost nach West.
Aus allen Regionen wurden die besten Tipps zusammengetragen, die den Leser für die kalte Jahreszeit begeistern sollen, sei es mit Indoor oder Outdoor Aktivitäten, Wellness-Oasen, Museen, Wanderungen, Wintermärkten, undundund…

Wolltet Ihr das neue Jahr schon immer mit einem unvergesslichen Erlebnis starten? Wie wäre es dann mit dem traditionellen „Anbaden“ in Büsum.
Wollt Ihr Schnee und Eis so richtig genießen und habt nicht das Geld, Euch eine Reise nach Grönland zu leisten? Auch im Allgäu kann man Iglus bauen und darin übernachten!
Oder zieht es Euch eher hin zu fremden Kulturen? Dann schaut doch mal im Hinduistischen Tempel von Hamm vorbei!

Für die großen Städte gibt es gesonderte Karten, auf man neben Schlittenhügeln, Hamams und Eislaufdiskotheken auch die besten Adressen für heiße Schokolade oder frische Waffeln finden kann.

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Die Tipps in diesem Buch sprechen jeden an: sei es für Alt oder Jung, Gemütliche oder Aktive und für größere oder kleinere Geldbeutel…

„Deutschland im Winter“ ist deshalb so vielseitig, weil es aus Beiträgen von verschiedenen Reisebloggern und Journalisten zusammengestellt wurde.
Jeder erzählt in seinem ganz eigenen Stil; manchmal fast ein bißchen poetisch, dann wieder humorvoll oder mit einer persönlichen Geschichte verbunden.
So macht das Buch seinem Untertitel „Geheimtipps von Freunden“ alle Ehre.

Ich kann „Deutschland im Winter“ wirklich nur empfehlen, sei es als Geschenk, als kleinen Anreiz, den Hintern im Winter ein bißchen hoch zu bekommen, oder für alle, die die undankbare Aufgabe haben, Firmenausflüge im Winter zu planen.

Und haltet die Augen offen nach diesem wunderbarem, kleinen Verlag, der seinen Leser schon auf der ersten Seite das Gefühl gibt, etwas ganz besonderes zu sein!

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Review: Mittagsstunde

Vor drei Jahren landete Dörte Hansen mit ihrem Debütroman „Altes Land“ einen absoluten Überraschungserfolg, der seitdem aus den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken ist.
Zunächst war ich von dem Hype um das Buch abgeschreckt und las es erst, kurz bevor es als Taschenbuch auf den Markt kam, aber dann war auch ich begeistert.
Nach einem solch erfolgreichen Debüt ist es immer schwierig, den zweiten Roman abzuliefern, der sich dann unweigerlich mit seinem Vorgänger messen lassen muss. Trotzdem war es mir wichtig, daß ich unvoreingenommen an „Mittagsstunde“ herangehe.

Ingwer Feddersen ist schon beinahe fünfzig Jahre alt, doch er hat nicht das Gefühl, viel im Leben erreicht zu haben.
Schon sein halbes Leben wohnt er in einer Wohngemeinschaft, die er mit den Worten „zwei Männer, eine Frau, nichts Halbes und nichts Ganzes“ beschreibt. Und auch beruflich tut er sich schwer damit, sich als vollwertiger Universitäts-Professor zu fühlen, denn eigentlich, so denkt Ingwer, hätte er in dem kleinen Ort Brinkebüll bleiben müssen, aus dem er stammt, die Dorfwirtschaft des Großvaters übernehmen und vielleicht auch seine Landwirtschaft ein Stück weit weiterführen sollen.

Doch nun kehrt Ingwer zurück in das Dorf seiner Kindheit, um sich um seine pflegebedürftigen Großeltern zu kümmern, die Ingwer seinerzeit großgezogen haben…

In Rückblenden erzählt Dörte Hansen von Ingwers Familie, deren Geschichte eng mit der von Brinkebüll verbunden ist. Besonders die Flurbereinigung Ende der sechziger Jahre verändert nicht nur das Aussehen des Dorfes, sondern beschert der Familie Feddersen auch den kleinen Ingwer, den ein Landvermesser auf der Durchreise mit der siebzehnjährigen, geistig verwirrten Marret zeugt.

Bei seiner Rückkehr nach Brinkebüll muss Ingwer feststellen, daß das Dorf seiner Kindheit beinahe nur noch in der Erinnerung seiner Bewohner existiert.

„Mittagsstunde“ ist ein Buch, das mich ganz persönlich tief angesprochen hat.
Als ich noch Kind war, fuhren meine Eltern und ich jedes zweite Wochenende zu meinen Großeltern aufs Land, wo wir von Freitag bis Sonntag zusammen in ihrem großen Haus wohnten.
Eigentlich hatten meine Großeltern dieses Haus für unsere ganze Familie gebaut, doch meine Eltern zogen es vor, sechzig Kilometer entfernt in der Stadt zu wohnen, wo man nicht für jede Besorgung zwangsläufig ins Auto steigen musste, oder nie sicher war, ob der Kindergarten und die Dorfschule nicht im kommenden Schuljahr geschlossen werden mussten.

Ich liebte diese Wochenenden auf dem Land, doch als meine Großeltern das Haus altersbedingt aufgeben mussten, wollten auch mein Mann und ich nicht dort einziehen. So schön das Landleben auch ist, praktisch ist es nicht.

Vielleicht konnte ich mich deshalb so gut in Ingwer Feddersen hineinversetzen. Deswegen und auch, weil ich weiß wie es ist, demenzkranke Großeltern zu haben.

Im direkten Vergleich ist „Altes Land“ ein Buch, das es dem Leser leichter macht. Hier geht es um Neuanfänge und die Versöhnung mit der Vergangenheit. In „Mittagsstunde“ hingegen geht es um Abschiede; von den Großeltern, der Kindheit und den Orten, die uns geprägt haben und die nach und nach verschwinden, um Neuem Platz zu machen.

Deshalb wird es „Mittagsstunde“ vermutlich schwerer haben, eine so breite Leserschaft zu begeistern, wie sein Vorgänger.
Trotzdem hat mich die Geschichte auf ihre ruhige und etwas nostalgische Art sehr angesprochen.

Review: Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung

Morgen ist schon wieder der letzte Adventssamstag und wenn ihr bis jetzt noch keine Geschenke habt, ist dies nun der perfekte Augenblick, um in Panik zu verfallen. 😉
Für uns Buchhändler ist dies die anstrengendste, aber auch wichtigste Zeit des Jahres. Ein betriebswirtschaftlicher Himmel und eine logistische Hölle…
Man muss es erlebt haben, um es zu verstehen, oder vielleicht einfach das schöne Büchlein „Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung“ von Petra Hartlieb zur Hand nehmen.

Vor fünfzehn Jahren kauften sie und ihr Mann ganz überraschend eine kleine Traditionsbuchhandlung in Wien. Seitdem ist Petra Hartlieb Buchhändlerin mit Leib und Seele und macht ihren Laden immer wieder zum Mittelpunkt ihrer Bücher, sei es nun in den beiden Bänden zur „wundervollen Buchhandlung“, oder in ihren historischen Romanen.

In ihrem neuen Buch beschreibt sie das Leben eines Buchhändlers im Dezember. Das Kind kann nicht mehr richtig versorgt werden, die Wohnung über dem Laden verwandelt sich in einen Lagerraum und wenn Freunde, die ganz offensichtlich keine Ahnung haben, was es bedeutet im Weihnachtsgeschäft Buchhändler zu sein, darauf bestehen, daß man sie besucht, schläft man auch gerne mal über dem Essen ein…

Dabei passiert aber auch immer viel lustiges, unerwartetes und skurriles.
Besonders schön fand ich Petra Hartliebs Geschichten von Kunden, die im Lauf der Zeit zu Freunden wurden, und ihre Buchhändler tatkräftig unterstützen. Sei es nun durch das Mitbringen von Grillhendl, Einladungen an die vernachlässigte Tochter oder in dem der Arzt einen Hausbesuch macht, um seinen kranken Buchhändlern Infusionen zu legen, damit sie am nächsten Tag wieder fit im Laden stehen können…

Ich war fast ein bißchen neidisch, daß ich in einer großen Buchhandlung arbeite, in der die Logistik dann doch etwas runder läuft und niemand die ganze Nacht über Bücher auspacken muss, wenn man liest, wie rührend sich Petra Hartliebs Stammkunden um sie und ihr Team kümmern.

Als Buchhändlerin erkenne ich vieles wieder und kann Kapitelüberschriften wie „Lass mich einfach hier sitzen und sterben“ nur emphatisch nickend zustimmen.
Wer sich denkt, daß wir da vielleicht ein bißchen übertreiben, der lese dieses wunderbare Buch, das kein Blatt vor den Mund nimmt und trotzdem humorvoll wie herzerwärmend ist. Am Ende wird man eine größere Wertschätzung für den Einzelhandel im allgemeinen und den Buchhandel im besonderen haben.

Also ihr Lieben, wenn ihr heute und morgen panisch in die Läden einfallt: seid lieb zu euren Verkäufern und Buchhändlern. Das brauchen sie dieser Tage ganz besonders… ❤

Meine Weihnachtsgeschenketipps: Für Literaturliebhaber

Und schon haben wir den zweiten Advent und ab nächster Woche können wir dann alle in eine gepflegte Weihnachtspanik verfallen.
Von meiner Seite gibt es deshalb heute schon mal ein paar Tipps, welche Bücher Ihr getrost unter Euren Christbaum legen könnt.
Alle Titel sind dieses Jahr erschienen und sollten in jeder Buchhandlung vorrätig sein.

Zu jedem Buch schreibe ich hier ein paar Zeilen, eine ausführliche Rezension findet Ihr immer, wenn Ihr auf die blau unterlegten Titel klickt.
Viel Spaß beim Stöbern!

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Wolf Haas: Junger Mann

Am häufigsten habe ich die letzten Wochen dieses Buch im Laden empfohlen.
In „Junger Mann“ erzählt Wolf Haas von einem übergewichtigen Jungen, der sich in Elsa, die Frau des Fernfahrers Tscho verliebt.
Natürlich setzt er alles daran, der Angebeteten näher zu kommen, da packt ihn Tscho eines Tages kurzentschlossen ein und nimmt ihn mit auf einen denkwürdigen Roadtrip Richtung Griechenland.

„Junger Mann“ macht einfach Spaß zu lesen, es ist leicht geschrieben ohne dabei trivial zu werden, hat gelegentlich regelrecht philosophische Momente und dürfte Fernfahrer wie Akademiker gleichermaßen ansprechen.

Das perfekte Geschenk für: junge Männer, alte Männer und natürlich auch alle Altersgruppen dazwischen, genauso wie für Frauen… Einfach für alle, die gut geschriebene, humorvolle Bücher lieben.

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Alex Capus: Königskinder

In „Königskinder“ bleibt das Ehepaar Max und Tina mit ihrem Auto auf einem verschneiten Gebirgspass liegen. Um sich die Zeit zu vertreiben, beginnt Max die Liebesgeschichte von Jakob und Marie zu erzählen, allerdings nicht ohne daß sich Tina nicht immer wieder einschalten und die Handlung verändern würde…

Dieses Buch eignet sich einfach perfekt dazu, es sich gegenseitig an langen Winterabenden vorzulesen. Mit seinem leichten und charmanten Erzählton hat Alex Campus Charaktere geschaffen, die einem sofort sympathisch sind.

Das perfekte Geschenk für: alle Paare, egal ob sie erst vor kurzem zusammengekommen sind wie Jakob und Marie, oder sich schon so lange kennen wie Max und Tina.

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Juli Zeh: Neujahr

Nicht ganz so gemütlich geht es dagegen in Juli Zehs neustem Buch „Neujahr“ zu.
Darin fährt der Familienvater Henning mit Frau und Kindern über die Feiertage nach Lanzarote. Doch als er sich eine kurze Auszeit gönnt und zu einer Radtour in die Berge aufbricht, bricht auch ein Trauma auf, das lange in ihm geschlummert hat…

Das perfekte Geschenk für: eigentlich alle, aber besonders Eltern von kleinen Kindern werden dieses Buch mit Gänsehaut lesen.

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Benedict Wells: Die Wahrheit über das Lügen

Für alle, die wenig Zeit zum Lesen haben empfehle ich dieses Jahr gerne „Die Wahrheit über das Lügen“, eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten des literarischen Ausnahmetalents Benedict Wells.

In jeder Geschichte schlägt Wells einen anderen Erzählton an, schlüpft in völlig unterschiedliche Charaktere und macht auch den ein oder anderen Ausflug in die Welt des magischen Realismus.

Das perfekte Geschenk für: Studenten im Prüfungsstress und jeden, der immer sagt, er hätte keine Zeit, ein Buch zu lesen. Die Geschichten haben zwar recht unterschiedliche Längen, trotzdem lässt sich jede einzelne recht schnell durchlesen.

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Der Held im Pardelfell

Für alle, die keine Lust auf zeitgenössische Literatur haben empfehle ich dieses Jahr den georgischen Nationalepos „Der Held im Pardelfell“.
Diese Geschichte genießt in Georgien in etwa den selben Status wie hierzulande das „Nibelungenlied“ und wurde nun von Tilman Spreckelsen zeitgemäß nacherzählt.
Dabei ist die Legende zweier Ritter, die versuchen die Frauen, die sie lieben für sich zu gewinnen, überraschend modern und multikulturell.

Illustriert wurde die Geschichte wieder immer ganz wunderbar von meiner Lieblingsillustratorin Kat Menschik, was den „Held im Pardelfell“ nicht nur zu einem Klassiker der Literaturgeschichte, sondern auch zu einem bibliophilen Meisterwerk macht.

Das perfekte Geschenk für: alle die Märchen und Sagen lieben und illustrierte, wunderschön gemachte Bücher zu schätzen wissen.

Für den Fall, daß jetzt aber jemand sagt: „Nein, nein… Die Person, der ich das schenken will hat schon alles gelesen. Alles!!!“, habe ich noch einen Bonus-Tipp.
Mein Favorit in der Königsdisziplin „Hat schon alles, kennt schon alles“ ist Bibliophile von Jane Mount.

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Leider ist dieser Titel bisher nur auf Englisch erschienen, allerdings kann er recht schnell bestellt werden und manche Buchhandlungen (wie zum Beispiel meine) haben ihn auch vorrätig.

In diesem Buch vereint Jane Mount alles, was den Bibliophilen glücklich macht.
Den Großteil machen illustrierte Bücherstapel zu allen möglichen Themen aus. Daneben werden einzigartige Buchhandlungen nebst der dort lebenden Hunde und Katzen vorgestellt, es gibt verschiedene Rätsel, in denen man beispielsweise die passenden Planeten zu SciFi-Geschichten zuordnen muss.
Auf jeder Seite entdeckt man Neues und hat sofort das Bedürfnis, all die wunderbaren Buchhandlungen zu besuchen und die Bücher stapelweise herauszutragen!

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So… das also waren meine Geschenketipps im Bereich Literatur. Nächste Woche empfehle ich Euch dann noch ein paar richtig gute und vor allem schöne Sachbücher für jede Altersgruppe.

Bis dahin wünsche ich Euch einen schönen Advent und lasst Euch nicht stressen!

Eure Andrea

Und hier nochmal meine Tipps, wie ihr den Geschenkekauf zur Weihnachtszeit möglichst stressfrei über die Bühne bringt:

Willkommen im Weihnachtswahnsinn

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Weihnachtliches im Dezember und ein kleines Gewinnspiel

Und schon ist es wieder Dezember und das Weihnachtsgeschäft hat begonnen… Während wir uns im neuen Laden gerade noch alles zurechtruckeln, rennen uns die Kunden natürlich schon die Türen ein und wollen Empfehlungen für ihre Liebsten.

Ich werde Euch die nächsten Sonntage ein paar Geschenke-Tipps mit an die Hand geben, heute wollte ich Euch aber zunächst einmal vorstellen mit welchen Büchern ich ganz persönlich durch den Dezember komme.

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Überraschend weihnachtlich ist es auf meiner Dezemberliste geworden.
Natürlich steht Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers ganz oben auf der Leseliste!
Hier beschreibt Hildegunst von Mythenmetz das Fest Hamoulimepp, das unserem Weihnachten wohl überraschend ähnlich sein soll. 😉
Illustriert wurde das Ganze von Walter Moers und Lydia Rode, die ja auch schon Prinzessin Insomnia einen bunten Look verpasst hat. Dazu dann noch eine Leseprobe von „Der Bücherdrache“, das im Frühjahr erscheinen wird… Ich freu mich!

Als nächstes durfte Petra Hartlieb mit Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung mit. Zwar habe ich den ersten Teil noch nicht gelesen, aber als Buchhändlerin gehe ich mal davon aus, daß ich auch so ins Thema hineinfinden werde.

Ein Buch, das ich gar nicht auf der Liste hatte und das mir der Dumont Verlag im Rahmen der Aktion #GeschichtenvomTeilen (schaut dazu doch auch mal auf Instagram vorbei) zukommen hat lassen, ist Der magische Adventskalender von Jan Brandt.
Und weil man Geschichten am besten teilt, in dem man sie verschenkt, lagen tatsächlich zwei „magische Adventskalender“ im Päckchen, wovon ich ein Exemplar gerne verlosen möchte.
Am Ende dieses Beitrags stelle ich Euch das Buch also noch etwas genauer vor und verrate Euch die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel.

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Endlich komme ich auch dazu, mir Mittagsstunde von Dörte Hansen vorzunehmen!
„Altes Land“ hat mir ja damals unheimlich gut gefallen, nun ist also Hansens zweites Buch erschienen.
Die Besprechungen, die ich bisher gelesen habe waren entweder begeistert oder enttäuscht, das übliche Drama, nachdem man einen Publikumsliebling geschrieben hat.
Ich habe mir aber vorgenommen, da ganz unbefangen heranzugehen.

Thriller lese ich ja eigentlich nie… Dazu bin ich ein zu großer Angsthase!
Einzige Ausnahme: Fred Vargas!
Von ihr habe ich tatsächlich jedes Buch gelesen, also musste natürlich auch Der Zorn der Einsiedlerin her. Wieder einmal gehen wir mit Kommissar Adamsberg auf Spurensuche, allerdings gibt es wohl den Gastauftritt eines Evangelisten. (Wer Fred Vargas nicht kennt wird sich jetzt vermutlich am Kopf kratzen, Fans der drei Evangelisten-Reihe dagegen begeistert in die Hände klatschen.)

Ein Buch, das ich mir bis Dezember aufgehoben habe, weil es nach einer fabelhaften Lektüre für lange, kalte Nächte klingt ist Geisternächte von André Mumot.
Darin geht es um eine Schauspielerin, die so tut, als wäre sie ein Medium, das mit Geistern kommunizieren kann, um so ihr Geld zu verdienen.
Doch eines Tages bekommt sie es mit einen waschechten Mordfall zu tun…
Hört sich doch spannend an, oder?

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Zwei illustrierte Bücher tummeln sich diesen Monat auf meinem Bücherstapel:

Die entsetzliche Angst der Epiphanie Schreck ist bei toonfish, der Kinder- und Jugendreihe des Splitter Verlags erschienen.
Darin geht es um die achtjährige Epiphanie und ihre Angst, die ihr wie ein Schatten folgt. Ein spannendes Thema, gerade für diese Altersgruppe!

Von Shaun Tan habe ich ja schon des Öfteren geschwärmt, nun kann ich mich auf sein neues Buch Reise ins Innere der Stadt freuen.
Viele von Euch kennen ja „Ein neues Land“, welches ohne ein einziges Wort auskommt. Hier nun erwarten den Leser kurze Geschichten und fantastische Bilder von Tieren, die die Stadt erobern.

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Zu guter Letzt kommt wieder meine geliebte Kategorie illustriertes Sachbuch. Hier schaue ich mir diesen Monat Weltentdecker von Jonathan Litton aus dem 360 Grad Verlag an.
Darin erfahren wir alles über Abenteurer und Forschungsreisende, schön illustriert mit ausdrucksstarken Tuschezeichnungen.

So… und nun kommen wir zurück zum Gewinnspiel:

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Zu gewinnen gibt es eine Ausgabe von Der magische Adventskalender von Jan Brandt, illustriert von Daniel Faller.

Darin geht es um den schüchternen Jonas, der eines Tages einen geheimnisvollen Adventkalender vor seiner Tür findet. Doch um die Türchen zu öffnen braucht er die Hilfe von verschiedenen Bewohnern seiner Stadt.
So muss Jonas lernen, auf Leute zuzugehen und findet dabei neue Freunde…

Hört sich doch gut an, oder?
Also ich freue mich schon sehr darauf.
Die Illustrationen finde ich übrigens wahnsinnig gut gelungen. Sie sind recht düster, in Blau- und Schwarztönen gehalten und strahlen erstmal nicht den typischen Weihnachtsbäckerei-Look aus, den man ja zur Genüge kennt.
Mal was anderes… Gefällt mir!

Dann kommen jetzt die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen kann jeder Follower meines Blogs.
Ihr müsst nur einen kleinen Kommentar unter diesem Post hinterlassen, in dem ihr mir verratet, welches Eure liebste Weihnachtsgeschichte ist. Es kann auch einfach etwas sein, was Ihr mit Weihnachten verbindet, bei mir wäre das zum Beispiel „Ronja Räubertochter“.
Teilnahmeschluß ist der 08.12.2018 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird dann ausgelost und unter diesem Post bekannt gegeben.
Bitte meldet euch dann bei mir und schreibt mir Eure Adresse, daß ich Euch den Gewinn zusenden kann. Eure Adresse wird von mir natürlich weder weitergegeben noch gespeichert.

Ich wünsche Euch viel Glück und einen wunderbaren Advent!

Andrea

PS: Letztes Jahr habe ich Euch ein paar Tipps zusammengeschrieben, wie Ihr Eure Weihnachtseinkäufe halbwegs stressfrei erledigen und trotzdem die Geschäfte in Eurer Stadt unterstützen könnt. Ich verlinke Euch das Ganze nochmal hier:

Willkommen im Weihnachtswahnsinn

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Frühlingsgefühle im März

Nein, heute schon vom Frühling zu sprechen wäre tatsächlich etwas verfrüht…
Schließlich beißt die Kälte einem in meinem Fleckchen dieser Welt noch so ins Gesicht, daß man am Liebsten komplett darauf verzichten würde, vor die Tür zu gehen.
Doch meine Buchauswahl diesen Monat bringt mich trotzdem zum strahlen, denn auf diese Titel bin ich schon richtig gespannt!

Fangen wir an mit The Un-Discovered Islands („Von Inseln, die keiner je fand“). Als ich dieses Buch in der Vorschau gesehen habe war ich sofort hin und weg und ich hoffe, es ist wirklich so gut, wie es aussieht und wird mein Lieblingssachbuch 2018!

Sofort verliebt war ich in Tiffany Haddish, als ich sie in einem Interview in der Daily Show gesehen habe. Die Comedienne sprüht nur so vor Lebensfreude und obwohl sie schon einiges mitgemacht hat, ist sie eine regelrechte Naturgewalt an positiver Energie.
Trevor Noah war jedenfalls begeistert von The Last Black Unicorn und nachdem ich „Born a Crime“ geliebt habe, höre ich gerne mal auf seinen Rat. 😉

Zwei Bücher, die die Augen einer Kollegin zum Leuchten gebracht haben waren Jack von Anthony McCarten und Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith. Höchste Zeit also, auch da mal einen Blick hineinzuwerfen.

The Immortalists von Chloe Benjamin hat ja letzten Monat auf Instagram für Furore gesorgt, nachdem es im Belletrist Bookclub gelesen wurde. Wirklich jeder hat anschließend von diesem Buch geschwärmt und jetzt bin ich natürlich auch gespannt, wie es mir gefällt. Last but not least durfte Der Zopf von Laetitia Colombani auf den Märzstapel, weil das Cover einfach zu schön war, um daran vorbei zu gehen.

Habt ihr schon eins dieser Bücher gelesen?
Worauf freut ihr Euch im März?
Ich wünsche uns allen bald angenehmere Temperaturen und einen wunderschönen Frühling!

Fernweh im Februar

Auf den Februar habe ich schon seit Monaten hingefiebert, denn in anderthalb Wochen ist es schon soweit und ich fahre endlich In vollen Zügen nach… Venedig!
In meinem Beitrag Woher es kommt… und wohin es geht habe ich ja schon ein bißchen davon erzählt und ich freue mich wahnsinnig, euch mit in die legendäre Buchhandlung Acqua Alta nehmen zu können.

Dementsprechend wundert es wohl auch nicht, daß viele Reiseführer auf meinem Februarstapel liegen. Als Zuglektüre habe ich mich für Ein Winter in Venedig von Claudie Gallay entschieden. Mal abgesehen davon, daß Ort und Jahreszeit perfekt passen und ein Buchhändler eine wichtige Rolle spielen soll war dieses Buch eine Empfehlung von einer lieben Kollegin, also war die Entscheidung schnell getroffen.

Ebenfalls mit in den Zug darf Alles über Heather von Matthew Weiner. Zwar hat es nichts mit Venedig zu tun, aber der Gedanke mit nur einem Buch zu verreisen macht mich nervös (selbst wenn es nur ein paar Tage sind) und dieses Büchlein nimmt nicht viel Platz weg, soll es aber in sich haben. Ich bin gespannt!

Worauf ich mich natürlich schon sehr freue ist das neuste Buch von Haruki Murakami, der einer meiner absoluten Lieblingsautoren ist.
Die Ermordung des Commendatore I – Eine Idee erscheint ist von aussen zumindest schon mal ein richtiges Juwel und ich kann es kaum erwarten, es zu lesen!

Als Graphic Novel durfte diesen Monat Louis Undercover von Fanny Britt und Isabelle Arsenault mit. Ihr erstes Buch Jane, the Fox & Me hatte mich ja im Januar tief berührt, da freue ich mich schon auf das neue.

Und natürlich hatte ich schon angekündigt, daß ich diesen Monat beim Black History Month mitmachen möchte. In den USA wird der BHM im Februar gefeiert und deshalb will ich mich mal ganz bewusst mit afroamerikanischen Autoren beschäftigen.
Mit dabei sind Heimkehren von Yaa Gyasi, das ich eigentlich schon im November lesen wollte, aber dann leider nicht dazu gekommen bin und Sing, Unburied, Sing („Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt“) von Jesmyn Ward. Dieses Buch hat letztes Jahr viele Leser begeistert; unter anderem Barack Obama… Ich weiß noch gar nicht, worum es geht, lasse mich aber gerne überraschen.

Eigentlich hatte ich mir noch drei andere Bücher zum Black History Month bestellt, aber der Importeur hat es wohl nicht ganz so eilig wie ich… 😉
Ich hoffe mal, daß die Titel dann doch im Laufe des Monats eintrudeln und wir zusammen darüber reden können.

Bis dahin wünsche ich euch einen erlebnisreichen Februar!

Andrea