Meine Weihnachtsgeschenketipps: Für Literaturliebhaber

Und schon haben wir den zweiten Advent und ab nächster Woche können wir dann alle in eine gepflegte Weihnachtspanik verfallen.
Von meiner Seite gibt es deshalb heute schon mal ein paar Tipps, welche Bücher Ihr getrost unter Euren Christbaum legen könnt.
Alle Titel sind dieses Jahr erschienen und sollten in jeder Buchhandlung vorrätig sein.

Zu jedem Buch schreibe ich hier ein paar Zeilen, eine ausführliche Rezension findet Ihr immer, wenn Ihr auf die blau unterlegten Titel klickt.
Viel Spaß beim Stöbern!

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Wolf Haas: Junger Mann

Am häufigsten habe ich die letzten Wochen dieses Buch im Laden empfohlen.
In „Junger Mann“ erzählt Wolf Haas von einem übergewichtigen Jungen, der sich in Elsa, die Frau des Fernfahrers Tscho verliebt.
Natürlich setzt er alles daran, der Angebeteten näher zu kommen, da packt ihn Tscho eines Tages kurzentschlossen ein und nimmt ihn mit auf einen denkwürdigen Roadtrip Richtung Griechenland.

„Junger Mann“ macht einfach Spaß zu lesen, es ist leicht geschrieben ohne dabei trivial zu werden, hat gelegentlich regelrecht philosophische Momente und dürfte Fernfahrer wie Akademiker gleichermaßen ansprechen.

Das perfekte Geschenk für: junge Männer, alte Männer und natürlich auch alle Altersgruppen dazwischen, genauso wie für Frauen… Einfach für alle, die gut geschriebene, humorvolle Bücher lieben.

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Alex Capus: Königskinder

In „Königskinder“ bleibt das Ehepaar Max und Tina mit ihrem Auto auf einem verschneiten Gebirgspass liegen. Um sich die Zeit zu vertreiben, beginnt Max die Liebesgeschichte von Jakob und Marie zu erzählen, allerdings nicht ohne daß sich Tina nicht immer wieder einschalten und die Handlung verändern würde…

Dieses Buch eignet sich einfach perfekt dazu, es sich gegenseitig an langen Winterabenden vorzulesen. Mit seinem leichten und charmanten Erzählton hat Alex Campus Charaktere geschaffen, die einem sofort sympathisch sind.

Das perfekte Geschenk für: alle Paare, egal ob sie erst vor kurzem zusammengekommen sind wie Jakob und Marie, oder sich schon so lange kennen wie Max und Tina.

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Juli Zeh: Neujahr

Nicht ganz so gemütlich geht es dagegen in Juli Zehs neustem Buch „Neujahr“ zu.
Darin fährt der Familienvater Henning mit Frau und Kindern über die Feiertage nach Lanzarote. Doch als er sich eine kurze Auszeit gönnt und zu einer Radtour in die Berge aufbricht, bricht auch ein Trauma auf, das lange in ihm geschlummert hat…

Das perfekte Geschenk für: eigentlich alle, aber besonders Eltern von kleinen Kindern werden dieses Buch mit Gänsehaut lesen.

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Benedict Wells: Die Wahrheit über das Lügen

Für alle, die wenig Zeit zum Lesen haben empfehle ich dieses Jahr gerne „Die Wahrheit über das Lügen“, eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten des literarischen Ausnahmetalents Benedict Wells.

In jeder Geschichte schlägt Wells einen anderen Erzählton an, schlüpft in völlig unterschiedliche Charaktere und macht auch den ein oder anderen Ausflug in die Welt des magischen Realismus.

Das perfekte Geschenk für: Studenten im Prüfungsstress und jeden, der immer sagt, er hätte keine Zeit, ein Buch zu lesen. Die Geschichten haben zwar recht unterschiedliche Längen, trotzdem lässt sich jede einzelne recht schnell durchlesen.

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Der Held im Pardelfell

Für alle, die keine Lust auf zeitgenössische Literatur haben empfehle ich dieses Jahr den georgischen Nationalepos „Der Held im Pardelfell“.
Diese Geschichte genießt in Georgien in etwa den selben Status wie hierzulande das „Nibelungenlied“ und wurde nun von Tilman Spreckelsen zeitgemäß nacherzählt.
Dabei ist die Legende zweier Ritter, die versuchen die Frauen, die sie lieben für sich zu gewinnen, überraschend modern und multikulturell.

Illustriert wurde die Geschichte wieder immer ganz wunderbar von meiner Lieblingsillustratorin Kat Menschik, was den „Held im Pardelfell“ nicht nur zu einem Klassiker der Literaturgeschichte, sondern auch zu einem bibliophilen Meisterwerk macht.

Das perfekte Geschenk für: alle die Märchen und Sagen lieben und illustrierte, wunderschön gemachte Bücher zu schätzen wissen.

Für den Fall, daß jetzt aber jemand sagt: „Nein, nein… Die Person, der ich das schenken will hat schon alles gelesen. Alles!!!“, habe ich noch einen Bonus-Tipp.
Mein Favorit in der Königsdisziplin „Hat schon alles, kennt schon alles“ ist „Bibliophile“ von Jane Mount.

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Leider ist dieser Titel bisher nur auf Englisch erschienen, allerdings kann er recht schnell bestellt werden und manche Buchhandlungen (wie zum Beispiel meine) haben ihn auch vorrätig.

In diesem Buch vereint Jane Mount alles, was den Bibliophilen glücklich macht.
Den Großteil machen illustrierte Bücherstapel zu allen möglichen Themen aus. Daneben werden einzigartige Buchhandlungen nebst der dort lebenden Hunde und Katzen vorgestellt, es gibt verschiedene Rätsel, in denen man beispielsweise die passenden Planeten zu SciFi-Geschichten zuordnen muss.
Auf jeder Seite entdeckt man Neues und hat sofort das Bedürfnis, all die wunderbaren Buchhandlungen zu besuchen und die Bücher stapelweise herauszutragen!

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So… das also waren meine Geschenketipps im Bereich Literatur. Nächste Woche empfehle ich Euch dann noch ein paar richtig gute und vor allem schöne Sachbücher für jede Altersgruppe.

Bis dahin wünsche ich Euch einen schönen Advent und lasst Euch nicht stressen!

Eure Andrea

Und hier nochmal meine Tipps, wie ihr den Geschenkekauf zur Weihnachtszeit möglichst stressfrei über die Bühne bringt:

Willkommen im Weihnachtswahnsinn

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Weihnachtliches im Dezember und ein kleines Gewinnspiel

Und schon ist es wieder Dezember und das Weihnachtsgeschäft hat begonnen… Während wir uns im neuen Laden gerade noch alles zurechtruckeln, rennen uns die Kunden natürlich schon die Türen ein und wollen Empfehlungen für ihre Liebsten.

Ich werde Euch die nächsten Sonntage ein paar Geschenke-Tipps mit an die Hand geben, heute wollte ich Euch aber zunächst einmal vorstellen mit welchen Büchern ich ganz persönlich durch den Dezember komme.

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Überraschend weihnachtlich ist es auf meiner Dezemberliste geworden.
Natürlich steht Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers ganz oben auf der Leseliste!
Hier beschreibt Hildegunst von Mythenmetz das Fest Hamoulimepp, das unserem Weihnachten wohl überraschend ähnlich sein soll. 😉
Illustriert wurde das Ganze von Walter Moers und Lydia Rode, die ja auch schon Prinzessin Insomnia einen bunten Look verpasst hat. Dazu dann noch eine Leseprobe von „Der Bücherdrache“, das im Frühjahr erscheinen wird… Ich freu mich!

Als nächstes durfte Petra Hartlieb mit „Weihnachten in der wunderbaren Buchhandlung“ mit. Zwar habe ich den ersten Teil noch nicht gelesen, aber als Buchhändlerin gehe ich mal davon aus, daß ich auch so ins Thema hineinfinden werde.

Ein Buch, das ich gar nicht auf der Liste hatte und das mir der Dumont Verlag im Rahmen der Aktion #GeschichtenvomTeilen (schaut dazu doch auch mal auf Instagram vorbei) zukommen hat lassen, ist Der magische Adventskalender von Jan Brandt.
Und weil man Geschichten am besten teilt, in dem man sie verschenkt, lagen tatsächlich zwei „magische Adventskalender“ im Päckchen, wovon ich ein Exemplar gerne verlosen möchte.
Am Ende dieses Beitrags stelle ich Euch das Buch also noch etwas genauer vor und verrate Euch die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel.

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Endlich komme ich auch dazu, mir „Mittagsstunde“ von Dörte Hansen vorzunehmen!
„Altes Land“ hat mir ja damals unheimlich gut gefallen, nun ist also Hansens zweites Buch erschienen.
Die Besprechungen, die ich bisher gelesen habe waren entweder begeistert oder enttäuscht, das übliche Drama, nachdem man einen Publikumsliebling geschrieben hat.
Ich habe mir aber vorgenommen, da ganz unbefangen heranzugehen.

Thriller lese ich ja eigentlich nie… Dazu bin ich ein zu großer Angsthase!
Einzige Ausnahme: Fred Vargas!
Von ihr habe ich tatsächlich jedes Buch gelesen, also musste natürlich auch „Der Zorn der Einsiedlerin“ her. Wieder einmal gehen wir mit Kommissar Adamsberg auf Spurensuche, allerdings gibt es wohl den Gastauftritt eines Evangelisten. (Wer Fred Vargas nicht kennt wird sich jetzt vermutlich am Kopf kratzen, Fans der drei Evangelisten-Reihe dagegen begeistert in die Hände klatschen.)

Ein Buch, das ich mir bis Dezember aufgehoben habe, weil es nach einer fabelhaften Lektüre für lange, kalte Nächte klingt ist „Geisternächte“ von André Mumot.
Darin geht es um eine Schauspielerin, die so tut, als wäre sie ein Medium, das mit Geistern kommunizieren kann, um so ihr Geld zu verdienen.
Doch eines Tages bekommt sie es mit einen waschechten Mordfall zu tun…
Hört sich doch spannend an, oder?

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Zwei illustrierte Bücher tummeln sich diesen Monat auf meinem Bücherstapel:

„Die entsetzliche Angst der Epiphanie Schreck“ ist bei toonfish, der Kinder- und Jugendreihe des Splitter Verlags erschienen.
Darin geht es um die achtjährige Epiphanie und ihre Angst, die ihr wie ein Schatten folgt. Ein spannendes Thema, gerade für diese Altersgruppe!

Von Shaun Tan habe ich ja schon des Öfteren geschwärmt, nun kann ich mich auf sein neues Buch „Reise ins Innere der Stadt“ freuen.
Viele von Euch kennen ja „Ein neues Land“, welches ohne ein einziges Wort auskommt. Hier nun erwarten den Leser kurze Geschichten und fantastische Bilder von Tieren, die die Stadt erobern.

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Zu guter Letzt kommt wieder meine geliebte Kategorie illustriertes Sachbuch. Hier schaue ich mir diesen Monat „Weltentdecker“ von Jonathan Litton aus dem 360 Grad Verlag an.
Darin erfahren wir alles über Abenteurer und Forschungsreisende, schön illustriert mit ausdrucksstarken Tuschezeichnungen.

So… und nun kommen wir zurück zum Gewinnspiel:

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Zu gewinnen gibt es eine Ausgabe von Der magische Adventskalender von Jan Brandt, illustriert von Daniel Faller.

Darin geht es um den schüchternen Jonas, der eines Tages einen geheimnisvollen Adventkalender vor seiner Tür findet. Doch um die Türchen zu öffnen braucht er die Hilfe von verschiedenen Bewohnern seiner Stadt.
So muss Jonas lernen, auf Leute zuzugehen und findet dabei neue Freunde…

Hört sich doch gut an, oder?
Also ich freue mich schon sehr darauf.
Die Illustrationen finde ich übrigens wahnsinnig gut gelungen. Sie sind recht düster, in Blau- und Schwarztönen gehalten und strahlen erstmal nicht den typischen Weihnachtsbäckerei-Look aus, den man ja zur Genüge kennt.
Mal was anderes… Gefällt mir!

Dann kommen jetzt die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen kann jeder Follower meines Blogs.
Ihr müsst nur einen kleinen Kommentar unter diesem Post hinterlassen, in dem ihr mir verratet, welches Eure liebste Weihnachtsgeschichte ist. Es kann auch einfach etwas sein, was Ihr mit Weihnachten verbindet, bei mir wäre das zum Beispiel „Ronja Räubertochter“.
Teilnahmeschluß ist der 08.12.2018 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird dann ausgelost und unter diesem Post bekannt gegeben.
Bitte meldet euch dann bei mir und schreibt mir Eure Adresse, daß ich Euch den Gewinn zusenden kann. Eure Adresse wird von mir natürlich weder weitergegeben noch gespeichert.

Ich wünsche Euch viel Glück und einen wunderbaren Advent!

Andrea

PS: Letztes Jahr habe ich Euch ein paar Tipps zusammengeschrieben, wie Ihr Eure Weihnachtseinkäufe halbwegs stressfrei erledigen und trotzdem die Geschäfte in Eurer Stadt unterstützen könnt. Ich verlinke Euch das Ganze nochmal hier:

Willkommen im Weihnachtswahnsinn

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Frühlingsgefühle im März

Nein, heute schon vom Frühling zu sprechen wäre tatsächlich etwas verfrüht…
Schließlich beißt die Kälte einem in meinem Fleckchen dieser Welt noch so ins Gesicht, daß man am Liebsten komplett darauf verzichten würde, vor die Tür zu gehen.
Doch meine Buchauswahl diesen Monat bringt mich trotzdem zum strahlen, denn auf diese Titel bin ich schon richtig gespannt!

Fangen wir an mit The Un-Discovered Islands („Von Inseln, die keiner je fand“). Als ich dieses Buch in der Vorschau gesehen habe war ich sofort hin und weg und ich hoffe, es ist wirklich so gut, wie es aussieht und wird mein Lieblingssachbuch 2018!

Sofort verliebt war ich in Tiffany Haddish, als ich sie in einem Interview in der Daily Show gesehen habe. Die Comedienne sprüht nur so vor Lebensfreude und obwohl sie schon einiges mitgemacht hat, ist sie eine regelrechte Naturgewalt an positiver Energie.
Trevor Noah war jedenfalls begeistert von The Last Black Unicorn und nachdem ich „Born a Crime“ geliebt habe, höre ich gerne mal auf seinen Rat. 😉

Zwei Bücher, die die Augen einer Kollegin zum Leuchten gebracht haben waren Jack von Anthony McCarten und Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith. Höchste Zeit also, auch da mal einen Blick hineinzuwerfen.

The Immortalists von Chloe Benjamin hat ja letzten Monat auf Instagram für Furore gesorgt, nachdem es im Belletrist Bookclub gelesen wurde. Wirklich jeder hat anschließend von diesem Buch geschwärmt und jetzt bin ich natürlich auch gespannt, wie es mir gefällt. Last but not least durfte Der Zopf von Laetitia Colombani auf den Märzstapel, weil das Cover einfach zu schön war, um daran vorbei zu gehen.

Habt ihr schon eins dieser Bücher gelesen?
Worauf freut ihr Euch im März?
Ich wünsche uns allen bald angenehmere Temperaturen und einen wunderschönen Frühling!

Fernweh im Februar

Auf den Februar habe ich schon seit Monaten hingefiebert, denn in anderthalb Wochen ist es schon soweit und ich fahre endlich In vollen Zügen nach… Venedig!
In meinem Beitrag Woher es kommt… und wohin es geht habe ich ja schon ein bißchen davon erzählt und ich freue mich wahnsinnig, euch mit in die legendäre Buchhandlung Acqua Alta nehmen zu können.

Dementsprechend wundert es wohl auch nicht, daß viele Reiseführer auf meinem Februarstapel liegen. Als Zuglektüre habe ich mich für Ein Winter in Venedig von Claudie Gallay entschieden. Mal abgesehen davon, daß Ort und Jahreszeit perfekt passen und ein Buchhändler eine wichtige Rolle spielen soll war dieses Buch eine Empfehlung von einer lieben Kollegin, also war die Entscheidung schnell getroffen.

Ebenfalls mit in den Zug darf Alles über Heather von Matthew Weiner. Zwar hat es nichts mit Venedig zu tun, aber der Gedanke mit nur einem Buch zu verreisen macht mich nervös (selbst wenn es nur ein paar Tage sind) und dieses Büchlein nimmt nicht viel Platz weg, soll es aber in sich haben. Ich bin gespannt!

Worauf ich mich natürlich schon sehr freue ist das neuste Buch von Haruki Murakami, der einer meiner absoluten Lieblingsautoren ist.
Die Ermordung des Commendatore I – Eine Idee erscheint ist von aussen zumindest schon mal ein richtiges Juwel und ich kann es kaum erwarten, es zu lesen!

Als Graphic Novel durfte diesen Monat Louis Undercover von Fanny Britt und Isabelle Arsenault mit. Ihr erstes Buch Jane, the Fox & Me hatte mich ja im Januar tief berührt, da freue ich mich schon auf das neue.

Und natürlich hatte ich schon angekündigt, daß ich diesen Monat beim Black History Month mitmachen möchte. In den USA wird der BHM im Februar gefeiert und deshalb will ich mich mal ganz bewusst mit afroamerikanischen Autoren beschäftigen.
Mit dabei sind Heimkehren von Yaa Gyasi, das ich eigentlich schon im November lesen wollte, aber dann leider nicht dazu gekommen bin und Sing, Unburied, Sing („Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt“) von Jesmyn Ward. Dieses Buch hat letztes Jahr viele Leser begeistert; unter anderem Barack Obama… Ich weiß noch gar nicht, worum es geht, lasse mich aber gerne überraschen.

Eigentlich hatte ich mir noch drei andere Bücher zum Black History Month bestellt, aber der Importeur hat es wohl nicht ganz so eilig wie ich… 😉
Ich hoffe mal, daß die Titel dann doch im Laufe des Monats eintrudeln und wir zusammen darüber reden können.

Bis dahin wünsche ich euch einen erlebnisreichen Februar!

Andrea

Review: Der Fuchs und der Stern

Heute möchte ich euch ein kleines aber feines Buch vorstellen, das ich schon länger umschlichen und mir jetzt doch endlich zugelegt habe.

„Der Fuchs und der Stern“ ist ein dünnes Bändchen. Ein Märchen, das hauptsächlich von seinen wunderbaren, im Ornamentstil gehaltenen Illustrationen lebt.

Darin geht es um einen Fuchs, dessen einziger Freund ein Stern ist. Als dieser Stern aufhört zu scheinen fällt der Fuchs zunächst in tiefe Trauer, doch dann macht er sich auf die Suche um seinen Stern zu finden.

Obwohl „Der Fuchs und der Stern“ ihr erstes Buch ist, war die Autorin Carolie Bickford-Smith keine Unbekannte für mich. Schließlich designed sie schon seit Jahren die Cover für die fabelhafte Penguin Clothbound Classics Reihe, die mich früher oder später noch ins Armenhaus bringen wird… Doch das ist – wie Michael Ende immer zu sagen pflegte – eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden...

„Der Fuchs und der Stern“ ist eine Fabel, die vom Leser – je nach Gemütslage – auf verschiedene Arten gedeutet werden kann.
Freunde von liebevoll gestalteten Büchern sollten auf jeden Fall mal einen Blick hinein werfen.

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Neue Bücher, neues Jahr

Willkommen im neuen Jahr!
Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Rutsch! 🙂

Ich freue mich schon auf meinen Januarstapel, bei dem es wunderlich zugeht. 😉
Zum Beispiel mit Ein Wunder alle hundert Jahre von Ashley Ream. Da weiß ich noch gar nicht, was mich erwartet, aber das Cover hat mir einfach wahnsinnig gut gefallen.

Noch wunderlicher wird es mit dem Titel Das Wunder aus dem Wunderraum Verlag!
Vor einigen Jahren habe ich „Room“ (Raum) von Emma Donoghue gelesen und war absolut geplättet von diesem Buch. Danach habe ich dann noch „The Sealed Letter“ gelesen, was mich nicht wirklich begeistern konnte. „Das Wunder“ hört sich jedenfalls spannend und interessant an, da gebe ich der Autorin gern nochmal eine Chance.

Nachtlichter von Amy Liptrot wäre jetzt vermutlich kein Buch gewesen, daß ich mir ausgesucht hätte, wären meine Kolleginnen nicht absolut begeistert davon gewesen!
Hohe Erwartungen also, mal sehen, ob sie dieses Buch erfüllen kann.

Über The End We Start From von Megan Hunter bin ich auf Instagram gestolpert… #CoverOpfer! 😉
Ein sehr schmales Bändchen, bei dem jeder Satz ein eigener Absatz ist… Geheimnisvoll oder der Versuch, aus einer Kurzgeschichte ein ganzes Buch zu machen? – Ich werde berichten!

Zu guter Letzt habe ich mir Olga, das neue Buch von Bernhard Schlink aus den Leseexemplaren in der Arbeit ausgesucht.
In der zwölften Klasse haben wir damals „Der Vorleser“ als Schullektüre gelesen, wovon ich sehr angetan war. Später dann „Die Heimkehr“, was nicht schlecht war, mich aber auch nicht wirklich mitgerissen hat. Wie bei Emma Donoghue gibt es also nach vielen Jahren ein erneutes Treffen mit einem alten Bekannten. 😉

Was steht bei euch im Januar auf den Leselisten?
Kennt ihr das auch… Autoren, die euch begeistern konnten und die ihr trotzdem total aus den Augen verloren habt?

Ich wünsche euch einen großartigen Start ins neue Jahr!

Parallel Lesen

Viele von euch tun es, andere verzweifeln daran…
Ich frage mich, ob ich die Einzige bin, die das Ganze exzessiv plant.
Heute geht es darum, mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen.

Während meiner Schulzeit habe ich immer nur ein Buch gelesen. Manchmal hat es mich gelangweilt, dann habe ich es zur Seite gelegt und ein anderes angefangen. Zwei Bücher oder mehr habe ich nie zur selben Zeit gelesen, aber mit der Ausbildung zur Buchhändlerin begannen meine Lesegewohnheiten immer chaotischer zu werden.
Jedes Buch, das sich spannend anhörte wurde sofort mitgenommen.
Jedes Leseexemplar nach Hause getragen.
In jedes Buch wurde hinein gelesen, die Hälfte der Bücher vergessen, zur Seite gelegt, Monate später wieder zur Hand genommen…
In meiner ersten eigenen kleinen Wohnung stapelten sich auf jeder Fläche halbgelesene Bücher.

Mir war klar, daß ich etwas dagegen tun musste… Aber was?

Ein Freund schlug mir vor, einen Monat lang nur „one book at a time“ zu lesen.
Ich freute mich auf das Experiment. Ich stellte mir vor, jedes Buch dann besser würdigen zu können. Vielleicht sogar schneller zu lesen, wenn man durch keine andere Geschichte abgelenkt würde.
Anfangs lief das Experiment gut… Ich hatte mich natürlich entschieden, das spannendste Buch auf meinem Stapel zu beenden und flog geradezu durch die Geschichte.
Doch das nächste Buch hatte seine Längen. Nichts dramatisches… Nichts, weswegen man das Buch hätte abbrechen müssen oder ihm gar keine Chance geben. Aber doch genug um nur noch mit einem Seufzen danach zu greifen und mit dem Gefühl, sich ein wenig zu quälen.

Ein einziges Buch zu lesen funktionierte also für mich nicht. Mein Spaß am Lesen wurde weniger und ich laß immer langsamer…
Ich musste eine Möglichkeit finden, mehrere Bücher parallel zu lesen, diese aber auch zu beenden und nicht monatelang verstauben zu lassen.

Und so begann ich meine Monatsstapel zu planen.
Wer meinen Blog kennt, weiß daß ich jeden Monat einen kleinen Stapel Bücher vorstelle, die ich mir vorgenommen habe.
Ich versuche, diese Stapel nicht zu groß werden zu lassen und behalte im Blick, was noch im Laufe des Monats erscheinen wird.
Jeder dieser Stapel hat sechs bis sieben Bücher, die ich dann in der Regel auch weitestgehend parallel lese.
Anfang des Monats werden die Bücher für die ich mich entschieden habe gekauft. Spontankäufe versuche ich zu vermeiden sondern plane diese Bücher für den nächsten Monat ein.
Die Titel auf meinem Stapel sollen eine bunte Mischung sein, denn ich lese verschiedene Bücher in verschiedenen Situationen:
Zwei, drei anspruchsvollere Romane für die Zugfahrten.
Auch wenn viele von euch schreiben, daß sie sich schwer damit tun, in vollen Zügen zu Lesen, habe ich mich daran gewöhnt und genieße die 40 Minuten zur Arbeit, in denen keines meiner Kinder ganz schnell etwas braucht.
Im Idealfall sind sich die Bücher nicht zu ähnlich, spielen in unterschiedlichen Ländern oder Epochen… Sonst wird es selbst mir zu verwirrend.
Ein Sachbuch darf auch gerne mal auf den Stapel. Am Besten eines mit kurzen Kapiteln oder Abschnitten, in die man schnell wieder hineinfindet, wenn man unterbrochen wird.
Das ist perfekt für kurze Wartezeiten. Gedichtbände sind da aber auch nicht schlecht.
Ein leichtes Buch für die Badewanne. Im besten Fall leichte Kost und auch leicht vom Gewicht her. 😉 Dafür sind Jugendbücher klasse!
Und natürlich eine Graphic Novel für die Abende, an denen die Kinder keine Ruhe finden, der Mann etwas im Fernsehen schauen will, was vom Lesen ablenkt. – Für die Zeiten eben, in denen gerade gar nichts geht.

So habe ich für jede Situation das richtige Buch und wenn ich dann zu müde oder zu traurig für einen anspruchsvollen Roman bin, kann ich schnell zu einem lustigen Jugendbuch greifen.

Ich achte sehr darauf, meinen Monatsstapel auch innerhalb des Monats zu beenden. Manchmal bleibt ein Buch übrig, aber das ist dann definitiv als nächstes dran.
Und so ist auch der SUB unter Kontrolle.

Zum Abschluss möchte ich noch von meinem seltsamsten Parallelleseerlebnis erzählen:
Es war ein heißer Sommer und ich wollte mich abkühlen. Also griff ich nach einem Liebling von mir: „Der Name der Rose“. Bald bibberte ich im ersten Novemberschnee von Norditalien, aber an einer Stelle wurde ich plötzlich stutzig…
Dort wurden seltsame Wesen ohne Münder beschrieben, die an der Quelle des Ganges leben und sich vom Duft verfaulender Früchte ernährten. „Die Astomoi!“, flüsterte ich…
Dann lies ich das Buch sinken und fragte mich, was zum Teufel ich da gerade gesagt hatte. Also schnappte ich mir die Neuübersetzung von Grimmelshausens „Simplicissimus“ (für alle, die sich darüber wundern: Reinhard Kaiser hat das Ganze wunderbar vom „Teutsch“ des 17. Jahrhunderts in modernes Deutsch übertragen), in der ich zu dem Zeitpunkt hin und wieder gelesen hatte und blätterte ein paar Seiten zurück.
Tatsächlich wurden dort die selben Wesen beschrieben, nur daß Grimmelshausen eben auch ihren Namen erwähnt hatte!
Natürlich musste ich googeln und fand heraus, daß beide, Grimmelshausen und Eco, bei Plinius dem Älteren abgeschrieben hatten. Aber hätte ich die beiden Bücher nicht parallel gelesen, hätte ich diese kurzen Abschnitte vermutlich nicht weiter beachtet und würde mich heute nicht mehr an die fabelhaften mundlosen Wesen an der Quelle des Ganges erinnern. 😉

Wie haltet ihr das so?
Lest ihr auch parallel und wenn ja, wieviele Bücher dürfen es höchstens sein?
Achtet ihr auch auf eine bunte Mischung?
Habt ihr auch verschiedene Bücher für verschiedene Leseumgebungen?
Ich freu mich auf eure Antworten. 🙂

Mehr zu meinen Lesegewohnheiten gibt es hier: Mein Leben als Leser