Review: Hundert Stunden Nacht

Als Emilias Vater, dem Rektor ihrer Schule, vorgeworfen wird eine Beziehung zu einer Schülerin zu haben bricht eine Welt für Emilia zusammen. Was folgt sind Morddrohungen über Facebook und Twitter und Emilia beschließt abzuhauen: Sie stiehlt die Kreditkarte ihres Vaters und bucht einen Flug nach New York.
Doch dort angekommen reißen die Katastrophen nicht ab: Das traumhafte Apartment, das sie schon im voraus bezahlt hatte existiert gar nicht und zu allem Überfluss ist Hurrikan Sandy im Anmarsch.
Ein Glück, daß Emilia schnell neue Freunde findet und während draußen der Sturm wütet kämpfen die Jugendlichen in ihrem Unterschlupf mit ihren eigenen Problemen…

„Hundert Stunden Nacht“ hatte ich mir auf Empfehlung einer Kollegin aus der Jugendbuchabteilung mit in den Urlaub genommen. Nachdem ich ja in letzter Zeit eher enttäuscht von Jugendbüchern war hatte ich nicht viel erwartet, aber ich war doch ganz angetan von den liebenswerten Charakteren und der Geschichte.
Besonders, weil ich selbst ein Fan davon bin wenn es draußen stürmt. 😉

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Review: The People in the Trees

Anfang des Jahres waren ja all meine Kollegen von Hanya Yanagiharas zweitem Buch „Ein wenig Leben“ absolut begeistert. Allerdings ging ihnen das Thema Kindesmißbrauch ziemlich an die Nieren. Persönlich war ich hin und her gerissen… Ich wollte gerne dieses großartige Buch lesen, aber ich weiß, wie nahe mir solche Themen gehen…

Deshalb hielt ich mich für besonders schlau, als ich mich für Yanagiharas Debütroman „The People in the Trees“ entschied. Ich dachte mir: toller Erzählstil, ohne Kindesmissbrauch, das lese ich und wenn es dann übersetzt wird, kann ich sofort darüber berichten.
Als ich aber das Buch zuhause aufschlug musste ich doch ein bißchen lachen, denn der erste Satz lautet: „Renowned Scientist Faces Charges of Sexual Abuse“. Soviel also zu meinen Plänen dieses Thema zu meiden…
In „The People in the Trees“ geht es allerdings vorwiegend um einen Wissenschaftler, der einen vergessenen Volksstamm in Mikronesien aufspührt. Mit der Zeit wird ihm bewusst, wie alt die Einheimischen werden. – Offenbar bis zu mehreren hundert Jahren.
Bald macht er auch den Grund dafür aus: eine seltene Schildkrötenart, deren Fleisch den Bewohnern ein unnatürlich langes Leben beschert. Doch die Unsterblichkeit scheint einen Fluch mit sich zu bringen…
Insgesamt hat mir „The People in the Trees“ richtig gut gefallen. Die Missbrauchsgeschichte kommt eher am Rande vor, also war es für mich noch erträglich. Ich denke, ich werde „Ein wenig Leben“ auch mal in Angriff nehmen müssen wenn ich die Nerven dafür habe. 😉

Meine Weltreise im August

Die Urlaubszeit ist da und ich wünschte, ich könnte am Strand liegen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen…
Aber leider ist die Urlaubsplanung dieses Jahr ziemlich schief gelaufen und so bleibe ich zuhause auf Balkonien und reise in meinen Büchern um die Welt…
Mit Lady Orakel von Margaret Atwood geht es nach Italien und Kanada, in Underground Railroad von Colson Whitehead reise ich in die amerikanische Vergangenheit, mit Euphoria von Lily King erforsche ich den Dschungel von Neuguinea, in Gray von Leonie Swann schlendere ich durch Camebridge, anschließend haue ich aus den Niederlanden ab um Hundert Stunden Nacht mit Anne Woltz in New York zu verbringen und zu guter Letzt mache ich einen Roadtrip nach Istanbul mit Benedict Wells in Becks letzter Sommer.

Ich freue mich schon!