Review: Atlas Obscura

Heute möchte ich euch ein Buch ans Herz legen, das mich restlos begeistert hat! – Und das, obwohl es fast komplett an mir vorbei gegangen wäre.

Zugegeben… Von außen ist der „Atlas Obscura“ nicht unbedingt der größte Hingucker.
Ich weiß nicht, wie oft ich in der Buchhandlung daran vorbei gelaufen bin, ohne ihn überhaupt wahrzunehmen.
Doch dann packte ein Kollege ihn auf den Lieblingsbücher-Tisch. Also blieb ich stehen, schlug den „Atlas Obscura“ auf und war sofort hin und weg!

Aber was ist der „Atlas Obscura“?

Bestimmt hattet ihr in eurer Kindheit ein Buch, in dem Sehenswürdigkeiten und Naturphänomene vorgestellt wurden. „Wunder der Welt“ hieß meines damals.
Ich weiß noch, daß ich mir immer wieder die Bilder der Pyramiden oder der chinesischen Mauer angesehen habe…
„Atlas Obscura“ hebt diese Art von Büchern auf eine ganz andere Ebene.
Auf fast 500 Seiten kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus!

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Da gibt es Unterwasserfriedhöfe, riesige Kreuzfahrtschiffe, die im Dschungel gestrandet sind, gigantische Karstlöcher inmitten einer Stadt, gruselige Skulpturen und giftige Seen…
Die Themen wechseln von wunderschönen Naturphänomenen, über beeindruckende Bauwerke, bis hin zu schockierenden Ritualen.

Ihr merkt schon… Ich habe wohl mein Lieblingssachbuch des Jahres gefunden!

Besonders schön ist, daß man den „Atlas Obscura“ wirklich jedem mit gutem Gewissen empfehlen kann und daß man damit auch all die Opas und großen Brüder beschenken kann, die sonst kaum ein Buch in die Hand nehmen.
Denn in uns allen schlummert doch ein Forscher und Entdecker. 🙂

Lieblingsillustratoren: Shaun Tan

Heute geht es weiter in meiner Reihe Lieblingsillustratoren und zwar mit Shaun Tan, den die Wenigsten von euch vielleicht kennen, aber einige von euch hoffentlich bald lieben werden. 🙂

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„Ein neues Land“ war eine Graphic Novel, die mir von sämtlichen Buchtipp-Algorithmen im Internet immer und immer wieder vorgeschlagen wurde.
Und immer und immer wieder habe ich es weggeklickt. Vielleicht ließen mich das Tierchen auf dem Cover und der englische Titel „The Arrival“ an eine Alien-Geschichte denken, jedenfalls ignorierte ich dieses Buch so gut es ging für eine viel zu lange Zeit.
Eines Tages muss mich der Algorithmus dann doch mürbe gemacht haben, denn irgendwann nahm ich es mit nach Hause und ich las es in einem Rutsch durch.
Wobei lesen vielleicht das falsche Wort ist, denn in der ganzen Geschichte steht kein einziges Wort. Ich versank regelrecht in „Ein neues Land“, ich lachte und weinte abwechselnd. Am nächsten Abend las ich es nochmal und am darauffolgenden Tag schon wieder. Und jedes mal kamen mir die Tränen.
Es ist die Geschichte eines Mannes, der seine Familie und seine Heimat verlassen muss um in einem neuen Land ein neues Leben aufzubauen. Dabei ist dieses Land so fantastisch, daß weder der Protagonist, noch der Leser versteht, was es mit einzelnen Ritualen und Gegenständen auf sich hat.
Erst durch die Hilfe von Freunden lernt er, sich in seiner neuen Welt zurecht zu finden.
Gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise ist „Ein neues Land“ ein unglaublich berührendes Buch. Wer nichts bei diesen Bildern empfindet muss ein Herz aus Stein haben…
Meine absolute Leseempfehlung!

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Nachdem ich mich in „Ein neues Land“ verliebt hatte habe ich angefangen, mir nach und nach mehr Bücher von Shaun Tan zu kaufen.
Dabei fiel mir auf, daß sich die Bücher wahnsinnig unterscheiden. Sowohl in der Schreibart, als auch was die Illustrationen betrifft.

„Eric“ ist ähnlich wie „Ein neues Land“ in Graphittönen gehalten, allerdings wird es von einer Geschichte begleitet.
Es geht darin um den kleinen, seltsamen Austauschschüler Eric, der alles ein wenig anders macht, als von ihm erwartet…
Ein kleines Büchlein für zwischendurch, daß sich als Mitbringsel wirklich gut eignet.

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Ganz anders wiederum sind „The Lost Thing“ (Die Fundsache) und „The Red Tree“ (Der rote Baum). Hier verwendet Tan gedeckte Öl-, bzw. Acrylfarben und zum Teil auch Kollagetechniken. Shaun Tan ist definitiv vielseitig!

„The Red Tree“ ist eigentlich nur eine Sammlung von kurzen Sätzen und dazu passenden Bildern, die vom Alltag mit Depressionen erzählen, „The Lost Thing“ dagegen ist eine längere Geschichte, deren Filmadaption 2011 den Oscar für den besten animierten Kurzfilm gewonnen hat.

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Eines der seltsamsten Bücher das ich besitze ist wohl „Rules of Summer“  (Die Regeln des Sommers). Darin werden absolut merkwürdige Regeln aufgestellt und mit knallbunten Bildern in einen aberwitzigen Zusammenhang gebracht.
Ich verstehe dieses Buch nicht, aber ich mag es!
Mein Großer schnappt es sich auch immer wieder, zeichnet Szenen daraus ab und fragt mich, was alles zu bedeuten hat.
Wir rätseln dann zusammen und das ist auch schön. 🙂

Für alle, die jetzt an Shaun Tan interessiert sind empfehle ich ganz klar „Ein neues Land“. Allerdings lohnt es sich auch einen Blick in seine anderen Bücher zu werfen.

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Mehr von Shaun Tan findet Ihr hier:

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Review: Reise ins Innere der Stadt

 

Review: Leere Herzen

Wahnsinn!
Ich hätte nicht gedacht, daß mich dieses Jahr noch ein Buch so schockieren könnte wie Der Report der Magd, doch Juli Zeh kommt mit „Leere Herzen“ verdammt nah dran.

Deutschland in wenigen Jahren… Mittlerweile regiert das „Bündnis Besorgter Bürger“ (AfD und PEGIDA lassen grüßen), die nach und nach die Grundpfeiler der Demokratie im Sinne der Effizienz abschaffen…

Britta interessiert sich nicht für Politik. Sie ist eine liebevolle Ehefrau und Mutter, die eine kleine, aber sehr erfolgreiche Heilpraxis leitet.
Mithilfe eines Algorithmus durchsucht sie Internet und Darkweb um potenzielle Selbstmörder zu finden. Diesen bietet sie eine kostenlose Therapie an.
Den überwältigenden Anteil ihrer Patienten kann Britta heilen und einige spenden auch etwas Geld für ihre Organisation mit dem Namen Die Brücke, doch es sind die hoffnungslosen Fälle, die das Geschäft lukrativ machen.
Absolut entschlossene Selbstmörder vermittelt die Brücke an terroristische Vereinigungen. Egal, ob Islamisten, Ökoaktivisten oder Separatisten… Der Terror hat sich zu einem Geschäft entwickelt.

Gewissensbisse hat Britta keine. Schließlich werden die maximalen Opferzahlen vertraglich geregelt, Kollateralschäden vermieden und sie gibt verzweifelten Menschen einen letzten Sinn im Leben…

Doch dann kommt es zu einem Anschlag, der nicht von der Brücke abgewickelt wurde.
Offenbar hat Britta Konkurrenz auf dem Terrormarkt bekommen und plötzlich wird ihr durchorganisiertes Leben komplett auf den Kopf gestellt…

Ich bin immer noch ziemlich geplättet von „Leere Herzen“.
Das Buch ist gerade deshalb so verstörend, weil alles absolut nachvollziehbar klingt.
Über den Schluss werde ich noch ein wenig nachdenken müssen, aber ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen!

 

Mehr von Juli Zeh findet ihr hier:

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Review: Neujahr

Tausend Leben

Als ich zwölf Jahre alt war wurde mir klar, daß ich irgendetwas tun musste, um meinem Leben zu entkommen.
Ich dachte nie an Selbstmord, nein, dafür war ich schon immer zu positiv. Ich war mir absolut sicher, daß ich nur ein paar Jahre durchstehen müsste, bevor alles wieder besser werden würde, doch solange musste ich einen Ort finden, an dem ich vor der realen Welt sicher war.

Im nachhinein betrachtet ist mir nichts wirklich schlimmes passiert… Es war das Päckchen aus Mobbing, schulischen Problemen und einem Körper, der mir zu schaffen machte.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen, besonders im Teenageralter und jeder hat seine Bewältigungsstrategien… Manche mobben mit, manche kapseln sich ab, manche suchen sich ein Hobby… Ich verschwand in meinen Büchern.

Bis dahin hatte ich tatsächlich mehr oder weniger lustlos gelesen… Ich war selten in Buchhandlungen. Meine Mutter hatte mir ihre Sammlung an Jugendbüchern vermacht und sich gedacht, daß mich das wohl durch die Pubertät bringen würde, aber besonders scharf war ich nie auf angestaubte Bücher wie „Pucki wird eine glückliche Braut“.

Aber eines Tages war ich bei einer Schulfreundin und betrat das Zimmer ihrer Schwester. Sie war eine begeisterte Leserin und ich war fasziniert von ihrem vollgestopften Bücherregal.
Selbst nach all den Jahren weiß ich noch, wie glücklich und zufrieden mich der Anblick der vielen Bücher gemacht hat. Die Titel waren alle neu und klangen so spannend!
Zumindest spannender als „Pucki als junge Hausfrau“! 🙂
Am nächsten Tag plünderte ich mein Sparschwein, radelte in die Stadt und begann Bücher zu kaufen.
Sobald ich mir meine Bücher selbst aussuchte, bekam ich auch viel mehr Lust zu lesen. Ich las und las und las und vergaß alles um mich herum.

Meine Mutter sagte mir gelegentlich, daß es noch ein anderes Leben gäbe, außerhalb der Bücher… Aber ich mochte dieses Leben nicht. Ich konnte es jeden Tag kaum erwarten, von der Schule heim zu kommen und in ein anderes Leben zu schlüpfen.
Andere mochten ihr langweiliges Leben, ich führte hundert Leben!

In dieser Zeit hatte ich ziemliche Probleme mit einer Art Neurodermitis. Sobald ich meine Haare wusch wurde meine Kopfhaut klebrig und begann sich regelrecht abzulösen. Meine Mutter musste meine Hände festhalten, damit ich nicht kratzte bis ich blutete, so sehr juckte und brannte es.
Am nächsten Tag ging ich immer mit blut- und eiterverklebten Haaren in die Schule.
Das perfekte Opfer!
Die Jungen in meiner Klasse gründeten einen Anti-Andrea-Club. Mit ausgedruckten Clubausweisen und eigener Hymne.
Hätte ich meine Bücher nicht gehabt, weiß ich nicht was aus mir geworden wäre.

An den Vormittagen war ich ein Opfer, an den Nachmittagen, sobald ich mein Buch aufgeklappt hatte, war ich eine Heldin, eine Kriegerin, eine Göttin…
An den Vormittagen stand ich heulend an der Tafel, weil es mein Mathelehrer offenbar pädagogisch wertvoll fand, mir zweimal die Woche eine mündliche sechs einzutragen, an den Nachmittagen befehligte ich Armeen, brachte die Erde zum beben und die Menschen zitterten vor mir…

Erst sehr viel später las ich bei George R. R. Martin, den Satz, der mein Leben und das Leben vieler Leser absolut auf den Punkt gebracht hat:
„A reader lives a thousand lives before he dies… The man who never reads lives only one.“

Seit 18 Jahren nun arbeite ich im Buchhandel. Bei vielen Kunden und Kollegen erfährt man irgendwann, daß sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Es muss nicht immer gleich ein Anti-Club gegründet worden sein, aber viele begeisterte Leser fühlten sich an gewissen Punkten in ihrem Leben fehl am Platz, nicht wirklich zugehörig und suchten nach einem Ort, an dem sie jemand anderes sein konnten.

Studien haben ergeben, daß Vielleser sehr empathische Menschen sind. Natürlich… Wir schlüpfen im Laufe der Zeit in so viele Leben. Wir sind schwul oder lesbisch, Opfer und Täter, schön oder hässlich, Sklaven, Verstoßene, Mitläufer und Behinderte. Und auch wenn wir die Erfahrungen nicht am eigenen Leib machen, bleibt ein kleiner Teil der Schicksale über die wir lesen immer bei uns und macht uns zu vielschichtigen und offenen Menschen.

Vielleicht war es rückblickend das Beste, was mir passieren konnte, daß ich so unter meiner Neurodermitis zu leiden hatte und daß sich die Jungen aus der siebten Klasse die Mühe gemacht haben, ein Hass-Lied auf mich zu komponieren.
Denn ohne das alles hätte ich mich nie in Bücher verstecken müssen.
Ohne sie hätte ich nicht tausend Leben, sondern nur eins.

Review: Turtles All the Way Down

Eines Tages stolpern Aza Holmes und ihre beste Freundin Daisy unvermittelt in ein kleines Abenteuer…
Der in der Nachbarschaft lebende Milliardär Russell Pickett  ist spurlos verschwunden und lässt seine beiden Söhne ratlos zurück.
Seine Firma bietet eine Belohnung von 100.000 Dollar, falls man Hinweise zu seinem Verbleib geben kann und Daisy wittert eine Chance ihren winzigen College Fond aufzubessern. Sie überredet Aza mit ihr auf Picketts Grundstück herumzuschnüffeln und natürlich werden sie dabei ertappt. Konsequenzen gibt es aber keine, denn Aza kennt Davis, Picketts älteren Sohn, aus ihrer Kindheit…

Aza und Davis freunden sich miteinander an. Beide haben einen Elternteil verloren und beide haben mit Problemen zu kämpfen. Denn Aza leidet an einer Zwangsstörung, die ihr schwer zu schaffen macht. Immer wieder findet sie sich in einer Gedankenspirale gefangen, die sie an nichts anderes als die Bakterien in ihrem Körper denken lässt. An manchen Tagen werden diese Gedanken zu einem solchen Problem, daß Aza sogar Dinge tut, die ihrem Körper schaden, nur um die Angst vor den Bakterien unter Kontrolle zu bringen.

Wer John Greens Vlogs kennt, weiß daß auch er immer wieder unter Zwangsstörungen leidet.
In „Turtles All the Way Down“ greift er auf sein Lieblingsthema zurück; die Suche nach verschwundenen Menschen und gewährt einen Einblick in eine Gedankenwelt, die für außenstehende oft nur schwer nachzuvollziehen ist.

„Turtles All the Way Down“ war für mich eine gelungene Mischung aus Teenie-Freundschaft, erster Liebe, einem geheimnisvollen Verschwinden und sehr persönlichen Problemen.
Für manche wird es vielleicht etwas zuviel des Ganzen sein, für mich war es aber wirklich gute Unterhaltung mit einem sehr authentischen Einblick, was psychische Probleme für den Betroffenen und die Menschen in seinem Umfeld bedeuten.

Deutscher Titel: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Kleiner Disclaimer für alle Schildkröten-Enthusiasten:
Die Schildkröten aus dem Titel sind leider nur metaphorischer Natur.
Für jeden, der sich an Schildkröten erfreut, habe ich meine Lena vor die Linse gesetzt.
Sie befindet sich mittlerweile im wohlverdienten Winterschlaf . 🙂

Review: Die Stadt der Träumenden Bücher Teil 1: Buchhaim

Kennt ihr Bücher bei denen man juchzen möchte vor Freude? 🙂

Nachdem mich ja Prinzessin Insomnia & der alptaumfarbene Nachtmahr nicht so richtig begeistern konnte war ich dennoch sehr gespannt auf die zweite Neuerscheinung von Walter Moers in diesem Jahr: Die Graphic Novel zu „Die Stadt der Träumenden Bücher“.

Daß ich ein großer Fan von gut gemachten Graphic Novels bin dürftet ihr mittlerweile wissen, was ihr aber noch nicht wisst ist, wie sehr meine Kollegen und ich von „Die Stadt der Träumenden Bücher“ begeistert sind. Als es damals auf den Markt kam, kamen wir Buchhändler aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus… Wir sprachen jeden Tag über unsere Lesefortschritte, halfen uns die Anagramme der Buchlinge zu lösen und fanden selbst eigene Buchling-Namen für uns. Es könnte sogar passiert sein, daß wir bei einer Gelegenheit aus dem Fluchtplan unserer Etage in eine Karte von Buchhaim gebastelt haben.

Als ich die Graphic Novel also letzte Woche aufschlug, war ich sehr nervös, ob sie einem meiner Lieblingsbücher gerecht werden würde…
Aber schon nach ein paar Seiten war ich absolut begeistert!

Die Illustrationen haben mit einem normalen Comic-Buch nichts mehr gemein… Es sind regelrechte Gemälde, die Illustrator Florian Biege da abgeliefert hat!
Jede Seite ist mit unheimlich viel Liebe zum Detail gestaltet und ich hatte oft das Gefühl, Szenen aus einem Film vor mir zu haben.
Vielleicht habe ich sogar vor Glück gequietscht, als ich alle Hauptcharaktere der Zamonienbücher auf einer Seiter versteckt gefunden habe… Da waren Blaubär mit seinen Freunden Fredda und Qwert, Rumo und Rala, Ensel und Krete, sogar Echo das Krätzchen!

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In diesem ersten Teil begleiten wir den angehenden Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz auf seiner Reise in die Bücherstadt Buchhaim. Dort sucht er nach dem Autor eines geheimnisvollen Manuskripts. Doch noch bevor er herausfinden kann, was es damit auf sich hat, macht er sich bereits mächtige Feinde. Hilflos wird er in den düsteren Katakomben unter der Stadt zurückgelassen, von wo die wenigsten je lebend zurück gekommen sind…

Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Teil im Januar auf den Markt kommt!

Einziges kleines Manko: Mit 25€ pro Band, also insgesamt 50€, ist „Die Stadt der Träumenden Bücher“ natürlich kein Schnäppchen. Ich finde zwar, daß der Preis für so ein aufwändig gestaltetes Buch absolut gerechtfertigt ist, aber zu einem Spontankauf werden sich vermutlich nicht viele Kunden verleiten lassen…
Deshalb mein Tipp: Ab damit auf die Weihnachtswunschliste! 😀

Zu meiner Besprechung von Band 2 bitte hier entlang:

Review: Die Stadt der Träumenden Bücher Teil 2: Die Katakomben

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Review: The Little Book of Lykke

Eigentlich lese ich ja keine Lifestyle-Bücher…
Letztes Jahr sah mein großer Sohn aber einen Fernsehbeitrag über Hygge und bat mich, ein Buch zu besorgen, um sicher zu gehen, daß wir es uns im Winter auch richtig hyggelig machen können.
Zu dem Zeitpunkt war noch kaum etwas auf Deutsch auf dem Markt, also entschied ich mich für „The Litte Book of Hygge“ von Meik Wiking.

Was mich an dem Buch sofort begeisterte waren die hübschen Illustrationen und Wikings humorvoller Schreibstil bei dem er gerne auch mal ein bißchen selbstironisch wird.

Deshalb habe ich mir dann auch letzten Monat gleich sein zweites Buch „The Little Book of Lykke“ besorgt.
Lykke ist das Dänische Wort für Glück. Die Dänen landen ja im World Happiness Report seit Jahren schon immer ganz oben auf dem Treppchen und daß, obwohl sie einen der höchsten Steuersätze in der Welt haben!

„The Little Book of Lykke“ ist kein typisches Sei Glücklich!-Buch, sondern konzentriert sich eher darauf, wie eine ganze Gesellschaft glücklicher werden kann und welche äußerlichen Faktoren zu individueller Zufriedenheit führen können.

Dabei gibt er auch viele Tipps, wie man als einzelner anfangen kann, seine unmittelbare Gemeinschaft positiv zu verändern, sei es im Job, in der Nachbarschaft oder durch Vernetzung von Menschen.

Insgesamt fand ich das Hygge-Buch zwar besser, aber die vielen Tipps und Wikings wirklich netter Schreibstil haben das Buch durchaus lesenswert gemacht.

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Deutscher Titel: Lykke. Der dänische Weg zum Glück