Review: Hilda and the Stone Forest

Nachdem ich ja letzte Woche von meinem Graphic Novel Haul berichtet hatte kommt hier eine kleine Besprechung des ersten Comics den ich mir vorgenommen hatte:
„Hilda and the Stone Forest“ von Luke Pearson.

Dies ist der mittlerweile fünfte Band in der Reihe um die kleine Abenteurerin Hilda.
Gemeinsam mit ihrer Mutter lebt sie in einem skandinavischen Land, das unserer Welt eigentlich recht ähnlich sieht, wären da nicht all die Trolle, Hausgeister, Riesen und ähnliche mythische Wesen, die dort leben.

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In den ersten beiden Büchern der Reihe lebten Hilda und ihre Mutter allein in den Bergen, wo Hilda den ganzen Tag draußen verbrachte, doch seit die kleine Familie in die Stadt gezogen ist verwandelt sich Hildas Mama immer mehr in eine Helikoptermutter.
Hilda darf kaum noch zum Spielen nach draußen gehen und in diesem Teil reicht es Hildas Mama endgültig und sie verhängt Hausarrest.
Natürlich wäre Hilda nicht Hilda, wenn sie nicht sofort wieder versuchen würde auszubüchsen, doch alles läuft schief und plötzlich finden sich Hilda und ihre Mutter in einer Höhle wieder, in der es vor Trollen nur so wimmelt…

Diesen Hilda-Band brachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu Ende.
Weinend, weil die Geschichte mit einem ziemlichen Cliffhanger endet, während alle bisherigen Bände in sich abgeschlossen waren…
Und lachend, weil sich diese kleine Ankündigung auf der letzten Seite richtig spannend anhört:

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Die Hilda-Bände:
1. Hilda and the Troll (…und der Troll)
2. Hilda and the Midnight Giant (…und der Mitternachtsriese)
3. Hilda and the Bird Parade (…und die Vogelparade)
4. Hilda and the Black Hound (…und der schwarze Hund)
5. Hilda and the Stone Forest (…und der Steinwald)

 

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Review: Gray

Zuerst einmal muss ich sagen, daß ich kein großer Fan von Tierkrimis bin.
Die einzige Ausnahme davon war für mich „Glennkill“.
Ich hatte das Buch vor gefühlt hundert Jahren von Kollegen aufs Auge gedrückt bekommen, weil sich niemand für diesen Schafskrimi interessierte und ich ja Schafe „so nett fände“.
Also nahm ich „Glennkill“ damals mit nach Hause und erwartete nichts von diesem Buch. – Zwei Tage später war ich damit fertig und restlos begeistert.
Was mich an Tierkrimis stört ist diese Vermenschlichung der Tiere. Bei „Glennkill“ waren die Schafe die Helden, aber sie hörten dabei nie auf sich wie Schafe zu verhalten.
Leonie Swanns zweites Buch „Garou“ erwartete ich deshalb auch mit Spannung, aber irgendwie funktionierte die Geschichte für mich nicht so wie im ersten Teil.

Deshalb hatte ich „Gray“ auch gar nicht auf meiner Liste, bis eine Kollegin davon schwärmte. Ich dachte mir, mal rein schauen kann ja nicht schaden…

In „Gray“ ist die Hauptperson tatsächlich ein Mensch 😉 – der Cambridge-Dozent Augustus Huff.
Eines Tages wird Elliot, einer seiner Studenten, tot aufgefunden. Er ist offenbar von Dach der Kirche gefallen oder gesprungen. Notgedrungen übernimmt Huff die Pflege von Elliots Studienobjekt Gray, einem Graupapagei. Gray ist ein schlaues Kerlchen, er kann sprechen und spielt seltsame Spiele, die ihm Elliot beigebracht hat.
Huff ist fasziniert von Gray und entdeckt bald, daß der kleine Papagei eine Menge Wörter und Sätze aufgeschnappt hat, die Elliots Tod in einem anderen Licht erscheinen lassen.
War es etwa doch Mord?
Mit der Hilfe von Gray beginnt Huff Nachforschungen anzustellen und gerät schon bald selbst unter Verdacht.

Tatsächlich hat mit „Gray“ gut gefallen.
Der Papagei wurde nicht wirklich vermenschlicht, sondern agierte noch in einem glaubwürdigen Rahmen, die Charaktere waren sehr liebenswert, die Geschichte war nicht unbedingt so spannend, daß man sich die Fingernägel abgeknabbert hätte, ließ den Leser aber bis zum Schluß im Ungewissen.

Ein nettes Buch für den Urlaub. 🙂

Zeit für (mehr) Graphic Novels!

Diesen Sommer habe ich schon eine ganze Reihe richtig guter Graphic Novels und Comics gelesen. Zeit also für den nächsten Schwung! 😀

Gestern habe ich mir diese Schätze geholt:

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Monstress Band 2: Das Blut von Marjorie Liu und Sana Takeda.
Den ersten Band habe ich Anfang des Jahres gelesen und war ehrlich gesagt ein bißchen hin und her gerissen, weil ich die Illustrationen so unglaublich schön fand, die Handlung war für meinen Geschmack etwas brutal. (Ich bin aber auch recht zart besaitet 😉 )
Nachdem mir die Charaktere aber richtig gut gefallen haben und Band 1 mit einer ziemlich überraschenden Wendung geendet hat muss ich wissen, wie es weiter geht!

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Bei den „Rivers of London“-Comics ist mittlerweile Band 3 am Start!
Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan der Romane und finde die Comics eine tolle Ergänzung der Reihe.
Ben Aaronovitchs Humor und Tempo wird finde ich ziemlich gut umgesetzt.

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Hilda habe ich diesen Sommer richtig ins Herz geschlossen…
Dieses kleine, abenteuerlustige Mädchen lebt in einer skandinavischen Phantasiewelt und schlittert von einem Abenteuer ins nächste.
Einziges Problem: Mein Zehnjähriger klaut mir ständig meine „Hilda“- Comics! 😀

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Zuletzt hatte ich ja Animals of a Bygone Era von Maja Säfström gelesen und war begeistert von ihren Illustrationen und dem witzigen Aufbau des Buches.
Natürlich musste da ihr zweites Buch schnell her!

 

Welche Graphic Novels und Comics gefallen euch so?
Ich freu mich über eure Tipps! 🙂

Review: Animals of a Bygone Era

Heute mal etwas ganz besonderes:
„Animals of a Bygone Era“ von Maja Säfström ist ein wunderbar illustriertes kleines Buch über ausgestorbene Tiere (keine Dinosaurier!).
Die liebevollen schwarz-weiß Zeichnungen liefern kurze Informationen zu Tieren von denen man bisher zum Teil noch nie etwas gehört hat, immer mit einem kleinen Kommentar der den Leser zum Schmunzeln bringt.

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Ich habe ja eine Schwäche für so schöne, einzigartige Bücher!
Das zweite Buch von Maja Säfström ist schon bestellt! 😀

Review: Lady Orakel

Anfang des Jahres hatte ich ja (endlich mal!) Der Report der Magd gelesen und war total geplättet von diesem wahnsinnig gutem Buch!
Zeit also, mehr von Margaret Atwood zu lesen… Meine Kollegen empfahlen „Oryx & Crake“ und „Alias Grace“ aber für den Urlaub wollte ich mich nicht unbedingt mit Endzeitszenarien oder Mordprozessen belasten.
Nach langem Überlegen fiel dann meine Wahl auf „Lady Orakel“ weil es sich am amüsantesten anhörte.

Joan ist schon als Kind übergewichtig… Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die sich eine zarte Ballerina wünscht. Die Einzige, mit der Joan unbefangen Spaß haben kann ist ihre Tante Lou, doch als diese stirbt stellt sie eine Bedingung an Joan: Sie gibt ihr genug Geld um dem Elternhaus und ihrer ständig nörgelnden Mutter zu entkommen, doch zuerst muss sie 100 Pfund abnehmen.
Joan schafft es und flieht vor der Mutter, aber es fällt ihr schwer einen Platz im Leben zu finden.
Nach und nach schlüpft sie von einer Rolle in die andere; Geliebte, Ehefrau, Medium, verhinderte Terroristin, Autorin von Groschenromanen…
Niemand scheint die richtige Joan zu kennen, am wenigsten sie selbst. Als ihre verschiedenen Identitäten aufzufliegen drohen beschließt Joan wieder fliehen. – Diesmal auf spektakuläre Weise…

Natürlich war „Lady Orakel“ lange nicht so spannend und eindringlich wie Der Report der Magd aber für den Urlaub war es ein durchaus gutes Buch.
Ich mag ja diese Idee der verschiedenen Identitäten, die in einer Person schlummern.
Bestimmt lese ich in Zukunft noch mehr von Margaret Atwood. 🙂

 

Mehr von Margaret Atwood:

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Review: Der Report der Magd

Review: Euphoria

Nach The People in the Trees von Hanya Yanagihara ist Lily Kings „Euphoria“ nun schon mein zweites Expeditions-Buch diesen Sommer… Auch eine Möglichkeit rumzukommen. 😉

Neuguinea in den 1930er Jahren: Bei einer Feier lernt der britische Anthropologe Andrew Bankson die Ethnologin Nell Stone und ihren Ehemann Fenn kennen.
Spontan beschließen die drei gemeinsam am Ufer des Sepik Flusses zu forschen und Bankson ist sofort fasziniert von der resoluten Nell.
Bald schon werden seine Gefühle für sie immer stärker, doch Nells Ehemann scheint das nur recht zu sein. – Auf der Suche nach Erfolg und Anerkennung macht er sich auf die Jagd nach einem heiligen Artefakt der Eingeborenen und bevor Nell und Bankson begreifen, was Fenn vorhat kommen Ereignisse ins Rollen, die sie nicht mehr aufhalten können.

„Euphoria“ wurde zwar von dem Leben der Anthropologin Margaret Mead inspiriert, die Geschichte wurde allerdings sehr frei interpretiert und steht definitiv für sich.
Lily King schreibt recht sachlich, ohne Kitsch aber trotzdem fühlt man sofort mit den Charakteren.
Als Urlaubslektüre ist „Euphoria“ perfekt, wenn man einen exotischen, historischen Roman ohne die obligatorische Schnulze lesen möchte. 😉

Review: Hundert Stunden Nacht

Als Emilias Vater, dem Rektor ihrer Schule, vorgeworfen wird eine Beziehung zu einer Schülerin zu haben bricht eine Welt für Emilia zusammen. Was folgt sind Morddrohungen über Facebook und Twitter und Emilia beschließt abzuhauen: Sie stiehlt die Kreditkarte ihres Vaters und bucht einen Flug nach New York.
Doch dort angekommen reißen die Katastrophen nicht ab: Das traumhafte Apartment, das sie schon im voraus bezahlt hatte existiert gar nicht und zu allem Überfluss ist Hurrikan Sandy im Anmarsch.
Ein Glück, daß Emilia schnell neue Freunde findet und während draußen der Sturm wütet kämpfen die Jugendlichen in ihrem Unterschlupf mit ihren eigenen Problemen…

„Hundert Stunden Nacht“ hatte ich mir auf Empfehlung einer Kollegin aus der Jugendbuchabteilung mit in den Urlaub genommen. Nachdem ich ja in letzter Zeit eher enttäuscht von Jugendbüchern war hatte ich nicht viel erwartet, aber ich war doch ganz angetan von den liebenswerten Charakteren und der Geschichte.
Besonders, weil ich selbst ein Fan davon bin wenn es draußen stürmt. 😉