Zeit für (mehr) Graphic Novels!

Diesen Sommer habe ich schon eine ganze Reihe richtig guter Graphic Novels und Comics gelesen. Zeit also für den nächsten Schwung! 😀

Gestern habe ich mir diese Schätze geholt:

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Monstress Band 2: Das Blut von Marjorie Liu und Sana Takeda.
Den ersten Band habe ich Anfang des Jahres gelesen und war ehrlich gesagt ein bißchen hin und her gerissen, weil ich die Illustrationen so unglaublich schön fand, die Handlung war für meinen Geschmack etwas brutal. (Ich bin aber auch recht zart besaitet 😉 )
Nachdem mir die Charaktere aber richtig gut gefallen haben und Band 1 mit einer ziemlich überraschenden Wendung geendet hat muss ich wissen, wie es weiter geht!

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Bei den „Rivers of London“-Comics ist mittlerweile Band 3 am Start!
Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan der Romane und finde die Comics eine tolle Ergänzung der Reihe.
Ben Aaronovitchs Humor und Tempo wird finde ich ziemlich gut umgesetzt.

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Hilda habe ich diesen Sommer richtig ins Herz geschlossen…
Dieses kleine, abenteuerlustige Mädchen lebt in einer skandinavischen Phantasiewelt und schlittert von einem Abenteuer ins nächste.
Einziges Problem: Mein Zehnjähriger klaut mir ständig meine „Hilda“- Comics! 😀

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Zuletzt hatte ich ja Animals of a Bygone Era von Maja Säfström gelesen und war begeistert von ihren Illustrationen und dem witzigen Aufbau des Buches.
Natürlich musste da ihr zweites Buch schnell her!

 

Welche Graphic Novels und Comics gefallen euch so?
Ich freu mich über eure Tipps! 🙂

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Review: Animals of a Bygone Era

Heute mal etwas ganz besonderes:
„Animals of a Bygone Era“ von Maja Säfström ist ein wunderbar illustriertes kleines Buch über ausgestorbene Tiere (keine Dinosaurier!).
Die liebevollen schwarz-weiß Zeichnungen liefern kurze Informationen zu Tieren von denen man bisher zum Teil noch nie etwas gehört hat, immer mit einem kleinen Kommentar der den Leser zum Schmunzeln bringt.

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Ich habe ja eine Schwäche für so schöne, einzigartige Bücher!
Das zweite Buch von Maja Säfström ist schon bestellt! 😀

Review: Lady Orakel

Anfang des Jahres hatte ich ja (endlich mal!) Der Report der Magd gelesen und war total geplättet von diesem wahnsinnig gutem Buch!
Zeit also, mehr von Margaret Atwood zu lesen… Meine Kollegen empfahlen „Oryx & Crake“ und „Alias Grace“ aber für den Urlaub wollte ich mich nicht unbedingt mit Endzeitszenarien oder Mordprozessen belasten.
Nach langem Überlegen fiel dann meine Wahl auf „Lady Orakel“ weil es sich am amüsantesten anhörte.

Joan ist schon als Kind übergewichtig… Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die sich eine zarte Ballerina wünscht. Die Einzige, mit der Joan unbefangen Spaß haben kann ist ihre Tante Lou, doch als diese stirbt stellt sie eine Bedingung an Joan: Sie gibt ihr genug Geld um dem Elternhaus und ihrer ständig nörgelnden Mutter zu entkommen, doch zuerst muss sie 100 Pfund abnehmen.
Joan schafft es und flieht vor der Mutter, aber es fällt ihr schwer einen Platz im Leben zu finden.
Nach und nach schlüpft sie von einer Rolle in die andere; Geliebte, Ehefrau, Medium, verhinderte Terroristin, Autorin von Groschenromanen…
Niemand scheint die richtige Joan zu kennen, am wenigsten sie selbst. Als ihre verschiedenen Identitäten aufzufliegen drohen beschließt Joan wieder fliehen. – Diesmal auf spektakuläre Weise…

Natürlich war „Lady Orakel“ lange nicht so spannend und eindringlich wie Der Report der Magd aber für den Urlaub war es ein durchaus gutes Buch.
Ich mag ja diese Idee der verschiedenen Identitäten, die in einer Person schlummern.
Bestimmt lese ich in Zukunft noch mehr von Margaret Atwood. 🙂

 

Mehr von Margaret Atwood:

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Review: Der Report der Magd

Review: Euphoria

Nach The People in the Trees von Hanya Yanagihara ist Lily Kings „Euphoria“ nun schon mein zweites Expeditions-Buch diesen Sommer… Auch eine Möglichkeit rumzukommen. 😉

Neuguinea in den 1930er Jahren: Bei einer Feier lernt der britische Anthropologe Andrew Bankson die Ethnologin Nell Stone und ihren Ehemann Fenn kennen.
Spontan beschließen die drei gemeinsam am Ufer des Sepik Flusses zu forschen und Bankson ist sofort fasziniert von der resoluten Nell.
Bald schon werden seine Gefühle für sie immer stärker, doch Nells Ehemann scheint das nur recht zu sein. – Auf der Suche nach Erfolg und Anerkennung macht er sich auf die Jagd nach einem heiligen Artefakt der Eingeborenen und bevor Nell und Bankson begreifen, was Fenn vorhat kommen Ereignisse ins Rollen, die sie nicht mehr aufhalten können.

„Euphoria“ wurde zwar von dem Leben der Anthropologin Margaret Mead inspiriert, die Geschichte wurde allerdings sehr frei interpretiert und steht definitiv für sich.
Lily King schreibt recht sachlich, ohne Kitsch aber trotzdem fühlt man sofort mit den Charakteren.
Als Urlaubslektüre ist „Euphoria“ perfekt, wenn man einen exotischen, historischen Roman ohne die obligatorische Schnulze lesen möchte. 😉

Review: Hundert Stunden Nacht

Als Emilias Vater, dem Rektor ihrer Schule, vorgeworfen wird eine Beziehung zu einer Schülerin zu haben bricht eine Welt für Emilia zusammen. Was folgt sind Morddrohungen über Facebook und Twitter und Emilia beschließt abzuhauen: Sie stiehlt die Kreditkarte ihres Vaters und bucht einen Flug nach New York.
Doch dort angekommen reißen die Katastrophen nicht ab: Das traumhafte Apartment, das sie schon im voraus bezahlt hatte existiert gar nicht und zu allem Überfluss ist Hurrikan Sandy im Anmarsch.
Ein Glück, daß Emilia schnell neue Freunde findet und während draußen der Sturm wütet kämpfen die Jugendlichen in ihrem Unterschlupf mit ihren eigenen Problemen…

„Hundert Stunden Nacht“ hatte ich mir auf Empfehlung einer Kollegin aus der Jugendbuchabteilung mit in den Urlaub genommen. Nachdem ich ja in letzter Zeit eher enttäuscht von Jugendbüchern war hatte ich nicht viel erwartet, aber ich war doch ganz angetan von den liebenswerten Charakteren und der Geschichte.
Besonders, weil ich selbst ein Fan davon bin wenn es draußen stürmt. 😉

Review: The People in the Trees

Anfang des Jahres waren ja all meine Kollegen von Hanya Yanagiharas zweitem Buch „Ein wenig Leben“ absolut begeistert. Allerdings ging ihnen das Thema Kindesmißbrauch ziemlich an die Nieren. Persönlich war ich hin und her gerissen… Ich wollte gerne dieses großartige Buch lesen, aber ich weiß, wie nahe mir solche Themen gehen…

Deshalb hielt ich mich für besonders schlau, als ich mich für Yanagiharas Debütroman „The People in the Trees“ entschied. Ich dachte mir: toller Erzählstil, ohne Kindesmissbrauch, das lese ich und wenn es dann übersetzt wird, kann ich sofort darüber berichten.
Als ich aber das Buch zuhause aufschlug musste ich doch ein bißchen lachen, denn der erste Satz lautet: „Renowned Scientist Faces Charges of Sexual Abuse“. Soviel also zu meinen Plänen dieses Thema zu meiden…
In „The People in the Trees“ geht es allerdings vorwiegend um einen Wissenschaftler, der einen vergessenen Volksstamm in Mikronesien aufspührt. Mit der Zeit wird ihm bewusst, wie alt die Einheimischen werden. – Offenbar bis zu mehreren hundert Jahren.
Bald macht er auch den Grund dafür aus: eine seltene Schildkrötenart, deren Fleisch den Bewohnern ein unnatürlich langes Leben beschert. Doch die Unsterblichkeit scheint einen Fluch mit sich zu bringen…
Insgesamt hat mir „The People in the Trees“ richtig gut gefallen. Die Missbrauchsgeschichte kommt eher am Rande vor, also war es für mich noch erträglich. Ich denke, ich werde „Ein wenig Leben“ auch mal in Angriff nehmen müssen wenn ich die Nerven dafür habe. 😉

Meine Weltreise im August

Die Urlaubszeit ist da und ich wünschte, ich könnte am Strand liegen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen…
Aber leider ist die Urlaubsplanung dieses Jahr ziemlich schief gelaufen und so bleibe ich zuhause auf Balkonien und reise in meinen Büchern um die Welt…
Mit Lady Orakel von Margaret Atwood geht es nach Italien und Kanada, in Underground Railroad von Colson Whitehead reise ich in die amerikanische Vergangenheit, mit Euphoria von Lily King erforsche ich den Dschungel von Neuguinea, in Gray von Leonie Swann schlendere ich durch Camebridge, anschließend haue ich aus den Niederlanden ab um Hundert Stunden Nacht mit Anne Woltz in New York zu verbringen und zu guter Letzt mache ich einen Roadtrip nach Istanbul mit Benedict Wells in Becks letzter Sommer.

Ich freue mich schon!