Minimalismus schön und gut… – Nur wohin mit den Büchern?

Ein Gespenst geht derzeit um, das uns das Fürchten lehrt.
Es trägt meist weiß, lächelt viel und erschreckt uns mit der Ansage, daß man nicht mehr als dreißig Bücher besitzen sollte…
Die Rede ist von Marie Kondo, die gerade durch ihre Netflix-Doku „Tidying Up“ in aller Munde ist.
Ich selbst habe die Serie nicht gesehen, doch einige meiner Kollegen wirkten danach geradezu verstört.
Einer starrte bei einem abendlichen Absacker nur mit leerem Blick vor sich hin.
„Sie ist so klein…“, flüsterte er. „Und so grausam…“

Kein Wunder, denn allein der Gedanke nur noch dreißig Bücher zu besitzen ist für die meisten Buchhändler eine Qual und trotzdem bin ich gerade selbst dabei, die Titel, die sich in meiner Wohnung tummeln dramatisch zu reduzieren.

Schuld daran ist aber nicht Marie Kondo, sondern der Plan, die Zimmer demnächst neu zu verteilen; und so bin ich seit Anfang des Jahres fast täglich am Ausmisten.
Dem fallen nun auch etliche Bücher zum Opfer, aber keine Sorge… Von meinen etwa 3.000 Titeln sind erst etwa 500 fortgegeben worden. Von den berüchtigten dreißig bin ich also noch meilenweit entfernt.

Doch was tun mit all den Büchern?
Heute möchte ich Euch deshalb Möglichkeiten vorstellen, neue Heime für Eure alten Titel zu finden und auf einige Dinge hinweisen, die Ihr dabei beachten solltet.

Verkaufen

Um das gleich mal vorweg zu nehmen: ja, als Buchhändlerin besitze ich sehr viele Leseexemplare und als Bloggerin natürlich auch viele Rezensionsexemplare und ja, ich weiß, daß man diese nicht verkaufen darf.
Die meisten Leseexemplare sind ohnehin als solche gekennzeichnet, oder wurden im Laden „entwertet“, so daß ich die im Vorfeld leicht aussortieren kann.

Was mir allerdings immer einen kleinen Stich versetzt sind Titel, die ich vor Jahren für teures Geld gekauft und dann nie gelesen habe. Und wenn ich ganz ehrlich bin weiß ich, daß ich sie in den nächsten Jahren wohl auch nicht lesen werde. Ein kleiner Obolus hilft mir dann doch dabei, mich endlich von ihnen zu trennen.

Früher habe ich einzelne Titel schon mal bei Ebay verkauft, aber das ganze Gerenne für die paar Euro ging mir schnell gehörig auf die Nerven.
Deshalb habe ich die letzten Wochen viel bei Momox und reBuy verkauft.
Das Prinzip ist denkbar simpel: mit einer Handy-App kann man den Barcode des Buches scannen und erfährt sofort, ob das Buch angekauft wird und wenn ja für wieviel.
So kann man sich fröhlich durchs Regal arbeiten, die Bücher, CDs und DVDs in Kisten packen, gratis Versandaufkleber ausdrucken und zur nächsten DHL oder Hermes-Filiale bringen.
Die Lieferung wird dann überprüft und das Geld aufs Konto überwiesen.

Nun muss man sagen, daß man weiß Gott nicht mehr viel für seine alten Medien bekommt. Im Schnitt war es wohl etwa ein Euro bei mir.
Trotzdem war ich sehr zufrieden mit diesem Service, weil ich so alles recht einfach bündeln konnte und wenn man riesige Mengen hat wie ich, kommt am Ende auch ein schönes Sümmchen zusammen.

Was ich allerdings absolut nicht empfehlen kann ist der Abholservice von Hermes.
Man kann zwar einen Wunschtermin ausmachen, allerdings muss man an diesem Tag von 8:00-20:00 Uhr verfügbar sein.
Ich wollte es trotzdem gerne testen, wer allerdings nicht kam war der Hermes-Bote. Rückfrage beim Kundenservice, neuer Termin, selber Spaß.
Irgendwann habe ich dann die Pakete selbst zu Hermes-Shop gekarrt, aber eines davon ist seit zwei Wochen verschwunden…
Naja, ich hoffe, es taucht bald mal auf.

Verschenken

Meine Leseexemplare und alles, was ich nicht verkaufen konnte, musste also auf anderem Wege ein neues Zuhause finden.
Blöd nur, wenn die Freunde nicht unbedingt den selben Buchgeschmack haben und die Kollegen sich selbst vor alten Leseexemplaren kaum retten können.

Ein Glück, daß es im Umfeld meiner Eltern noch begeisterte Leser gibt, die viele meiner Bücher mit Handkuss genommen haben.
Zumindest der Chor meiner Mutter und der Englischkurs meines Vaters sind jetzt erstmal mit Lesestoff versorgt und besonders schön ist es, wenn man so in den Genuß von kleinen Tauschgeschäften kommt.
Eine Freundin meiner Mutter war beispielsweise so lieb, mir meine Tagesdecke in mühevoller Kleinarbeit neu einzufassen.
Bezahlt werden wollte sie dafür nicht, aber sie hat sich dann wahnsinnig über einen Stapel Bücher gefreut. Und ich mich über meine geflickte Decke.

Spenden

Ach ja, Bücher spenden… Ein schwieriges Thema!
Es gibt ja viele kleine Büchereien, Sozialkaufhäuser und Flohmärkte für gute Zwecke, die sich nur darüber freuen können, meine alten Bücher zu verkaufen! – Richtig?
Hmmm… Bedingt!

Ich selbst habe süße 18 Jahre lang als Büchereiassistentin ehrenamtlich in unserer kleinen Gemeindebücherei gearbeitet und irgendwann konnten wir den Begriff „Buchspende“ kaum noch hören.
Wenn wir darauf angesprochen wurden, erklärten wir, daß wir nur Bestseller annehmen würden, die nicht älter als vier Jahre wären. Daraufhin nickten alle nur und sagten: „Ja klar! Die sind noch ganz neu!“

Was wir dann aber kistenweise in die Bücherei geschleppt (oder in einem Fall einfach im Regen vor die Tür gekippt) bekamen war immer der selbe Anblick: etwa zwanzig Jahre alte, zerlesene Buchclubausgaben, die „Wohnungsauflösung, weil Oma tot!“ zu rufen schienen.
Klar kann man sich fünf uralt Ausgaben von „Die Muschelsucher“ ins Regal stellen. Nur halt leider nicht, wenn man als Bücherei für die Kunden halbwegs attraktiv bleiben möchte.

Die Spender, berauscht vom so genannten Helper’s High und froh, endlich Omas Wohnung wieder ein Stück weit ausgemistet zu haben, konnten nicht verstehen, wenn wir den Kopf schüttelten und sagten: „Tut uns leid, das können wir wirklich nicht brauchen!“
Sie traten sofort die Flucht an, ließen die Kisten zurück und riefen: „Na, dann könnt ihr die auch auf dem Flohmarkt verkaufen! Gern geschehen!“

Also die Kisten in das kleine, muffige Kämmerchen (unsere einzige Möglichkeit etwas zu lagern) gezerrt, wo sie bis zum nächsten Bücherflohmarkt in einem halben Jahr Schimmel ansetzen durften… Oh joy!

Tatsächlich freuen sich viele kleine Büchereien über Buchspenden.
Aber lasst sie bitte selbst entscheiden, welche Titel für sie Sinn machen!
Wenn ihr also Eure Bücher spenden wollt: sprecht die Büchereimitarbeiter an und fragt nach, was sie wirklich brauchen. Macht vielleicht ein Foto der Bücher und schickt es der Büchereileitung, so daß sie eine Auswahl treffen kann.
Und ladet Eure ausrangierten Titel nicht kommentarlos irgendwo ab, sondern redet mit den Leuten und fragt nach, ob aktuell Spenden angenommen werden.

Aussetzen

Auch das Aussetzen von Büchern erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Webseiten wie Bookcrossing oder öffentliche Bücherschränke laden dazu ein, Platz im Regal zu schaffen und neue Besitzer für seine alten Schätze zu finden.
Doch nicht alles gehört hierher.

Wer Danis Blog Brösels Bücherregal liest wird vielleicht schon von den Problemen gehört haben, die ihr die Organisation eines Bücherschrankes bereitet.
Immer wieder muss sie ausrücken, um das zugemüllte Regal in einen präsentablen Zustand zu bringen und gelegentlich auch von Pornografie zu bereinigen.

Wenn ich selbst an einem öffentlichen Bücherschrank vorbei komme muss ich mich oft wundern, was da so alles steht. Denn während einige Leser wirklich schöne Titel teilen, kann man sich über anderes nur wundern. Ein schimmeliges Buch über Inneneinrichtung aus den 70er Jahren, das die Hälfte seiner Seiten eingebüsst hat… Ganz ehrlich, wer will das noch?

Und so muss man sich an den letzten und endgültigsten Schritt des Ausmistens machen:

Entsorgen

Vielen blutet das Herz bei dem Gedanken, Bücher wegzuwerfen und unlängst machten die Müllmänner von Ankara von sich reden, als sie eine Bibliothek mit den Büchern gründeten, die sie im Abfall gefunden hatten.

Wer sich die Bilder dieser Bücherei anschaut wird überraschenderweise recht neuwertige Titel erkennen und das muss ich ganz deutlich sagen: solche Bücher sollte man nun wirklich nicht wegwerfen!
Wenn ein Buch aber wirklich schon so zerlesen ist, daß die Seiten herausfallen und zum Teil fehlen, wenn es auf dem Dachboden Schimmel angesetzt hat oder im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel stinkt… Dann sollte man es vielleicht doch lieber entsorgen, statt es in einen Bücherschrank oder als Spende in die Bücherei zu bringen.

Das waren also meine Tipps und Anregungen zum Thema „Bücher aussortieren“.
Wie geht es Euch dabei? Mistet Ihr Eure Regale auch regelmäßig aus, oder könnt Ihr Euch nur schwer trennen?
Wohin gehen Eure alten Bücher?

Liebe Grüße,
Andrea

PS: Wer sich jetzt die Lippen nach den Büchern auf dem Foto leckt und sich ihrer gerne annehmen würde… Tut mir leid. Die bleiben erstmal schön bei mir. 😉

Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 20 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit 2017 gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

40 Kommentare zu „Minimalismus schön und gut… – Nur wohin mit den Büchern?“

  1. Danke für den sehr aufschlussreichen Beitrag. Von Marie Kondo lasse ich mich nicht kirre machen, sie ist auch nicht die erste „Aufräumguru“, aber wohl die am stärksten in den Medien wahrgenommene…

    Nur 30 Bücher? Dann würde ich mir selbst seelische Schäden zufügen. Es soll jede/r für sich selbst entscheiden und dem Gefühl folgen, welche und wie viele Bücher man zuhause haben möchte. Ich habe eine Zeit lang fast keine Bücher mehr gekauft, weil ich zuvor eine Phase hatte, in der kein Mängelexemplar vor mir sicher war.
    Mittlerweile gehe ich es entspannt an, ich nutze sehr gern den offenen Bücherschrank in meinem Revier. Was meine neu gekauften Bücher betreffen: Selbst wenn ich sie sehr pfleglich behandle und dann einige davon aussortieren möchte, lohnt sich oft ein Verkauf bei eBay & Co sehr selten, es sei denn, es handeln sich um die „Bestseller“. Meistens stifte ich die Bücher den offenen Bücherschränken in Wien und auch in Erfurt, wenn ich auf Heimaturlaub weile.

    Sonnige Grüße aus Wien!

    Gefällt 2 Personen

    1. Ah, Grüß mir das schöne Wien zurück!
      Das mit den seelischen Schäden empfinden meine Kollegen und ich genauso.
      Wir haben natürlich bei Bier und Schorle gleich Pläne für eine eigene Fernsehserie gemacht, bei der wir die Wohnungen von langweiligen Leuten mit guten Büchern aufwerten. 😀

      Gefällt 2 Personen

  2. Moin Andrea!

    In einer Montagsfrage habe ich das gegenteilige Phänomen schon einmal beleuchtet:
    https://andreaskueckleselust.com/2018/11/12/montagsfrage-11/

    Den Artikel von den Müllmännern aus Ankara habe ich auch mit Interesse und Freude gelesen, zumal ich seit einiger Zeit mit dem Gedanken spiele, hier in unserer Kirchengemeinde einen öffentlichen Bücherschrank zu etablieren.

    Das Kreuz mit den ungewollten Spenden gutmeinender Mitmenschen kenne ich leider zu gut: Während meiner Zeit als Krankenpfleger in einem Wohnheim für behinderte Kinder landeten häufig die Dachbodenfunde (schimmelige Bilderbücher, muffige Stofftiere, unvollständige Puzzles und Gesellschaftsspiele u.v.m.) bei uns im Eingangbereich. Behinderte Kinder können so etwas ja auch super gebrauchen und freuen sich darüber wie bolle, da sie ja sonst nichts haben vom Leben! Meine spontan ausgestoßenen Schreie, wenn ich wieder einen solchen Karton entdeckt hatte, spiegelten den Grad meiner Freude wieder…!

    Liebe Grüße
    Andreas

    Gefällt 1 Person

    1. Hahaha! Ja, diese Schrei kann ich mir nur zu gut vorstellen! 😀
      Es ist schon seltsam, wieviel Müll einerseits produziert wird, während anderes aufbewahrt wird, bis es wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist und selbst dann kann es nicht weggeworfen sondern muss gespendet werden.
      Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, am Ende jeden Jahres ein Gruppenbild meiner gelesenen Bücher zu machen und dann zu überlegen, welche Titel ich gerne weiter bei mir hätte und wer ein neues Zuhause bekommt.
      So sind die Bücher dann noch recht aktuell und finden eher ein neues Heim, als wenn ich 20 Jahre warten würde. 😉
      Liebe Grüße zurück,
      Andrea

      Gefällt 1 Person

  3. Bücheregal ausmisten….OMG! Als ich aus der Wohnung im Haus meines Vaters auszog, konnte ich nicht alle Bücher mitnehmen und habe sie zum Teil einfach dortgelassen und einen recht kleinen Teil habe ich in Umzugshilfe eingetauscht. Mein Vater ist eher der Bücherbanause und hat die dann – „du wolltest sie ja nimmer“ annehmend – dem Lionsclub geschenkt. Ich habe eine zum Verzweifeln große Kochbuchsammlung, die ich echt gern reduzieren möchte (weil noch nie daraus gekocht und nur wegen der schönen Bilder, hungrig oder um die Serie zu vervollständigen gekauft) – die stehen im (trockenen) Keller. Ich habe jetzt statt 5 hohe Ikea-Regale nur noch 1 großes und 3 halbhohe und vermisse einzelne Bücher nur selten aber es blutet mir schon jedes Mal das Herz wenn ich an meine alte Sammlung denke….

    Gefällt 1 Person

    1. Haha… Von deinem Vater hast du ja schon mal geschrieben.
      Wie würde sich der wohl neben Marie Kondo machen? Von dem was du so schreibst würde sie neben ihm ganz schön alt aussehen. 😂
      Den lad ich mal ein, wenn meine Eltern umziehen. Meine Mama kann nämlich nix wegschmeißen und mein Vater verzweifelt ein bißchen daran.
      Aber ja… Eine schöne Büchersammlung, die muss einfach sein. 🤗

      Gefällt 1 Person

  4. Seufz, hab ich auch schon durch. Bei mir war es nicht die Omi, sondern die Eltern und ein Umzug. Da bin ich ähnlich vorgegangen wie du, nur ohne das Verschenken. Damals gab es niemand an den ich hätte schenken können. Das ging dann auch los mit Rebuy und Momox. Diverse Anfragen an Büchereien, die aber ablehnten, weil das ein zu großer Aufwand für sie sei (Papierkram). Glücklicherweise haben wir hier etliche Bücherschränke, die ich dann fleißig gefüttert (und aufgeräumt habe). Ich finde es immer wieder grotesk, wenn ich Gesetzestexte jeglicher Art aus längst vergangener Zeit dort sehe. Glücklicherweise ist meist ein Mülleimer in der Nähe. Da nehme ich mir gerne raus diese zu nutzen – auch heute noch.

    Ein Buch habe ich verschenkt. Da ging es um irgendwas mit Bau aus anno dazumal. Nachdem ich dem Mann meiner Chefin sagte, dass ich es weg werfe, wollt er es dann doch. 😀

    Ansonsten bin ich da inzwischen sehr konsequent, da ich weiß wie es ist, wenn man „zu viele“ Bücher hat. So stelle ich sie regelmäßig bei Tauschticket ein, verschenke sie wenn möglich oder tausche anderweitig irgendwie. Der Nachteil daran ist, dass ich inzwischen mehr ungelesene als gelesene Bücher im Regal stehen habe. 😀

    Liken

    1. Ja, es ist tatsächlich relativ aufwendig, Bücher in der Bücherei ins System einzupflegen.
      Wenn wir die über die Büchereianbieter bestellt haben, dann kamen die schon foliert, mit Ordnungsnummern und Barcodes versehen und mit den Datensätzen, die man gleich ins System einspielen konnte.
      Ich erinnere mich noch mit Schrecken an die Zeit bevor dieser Service angeboten wurde. Da haben wir ganze Nachmittage mit folieren und einpflegen verbracht, und das dann natürlich ehrenamtlich.
      Für manche ist es ein unbezahlter Vollzeitjob, eine Gemeindebücherei am Laufen zu halten und ich habe wirklich absolutes Verständnis dafür, wenn man dann beschließt, daß man nichts annehmen möchte was noch mehr Arbeit verursacht.

      Find ich gut, daß du in den Bücherschränken für Ordnung sorgst!
      Wenn da nur schimmliges Zeug steht ist natürlich die Hemmschwelle für den nächsten geringer, da sein eigenes schimmliges Zeug dazuzustellen.

      Liken

  5. Habe deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen. Ich bin auch so ein altmodischer Leser, der am liebsten die gedruckten Exemplare besitzt als eine nicht fassbare E-Book-Edition. Aber auch mir wird’s manchmal zu viel – am liebsten verschenke oder verhökere ich natürlich die Bücher. Zu wissen, dass jemand anderes noch etwas damit anfangen kann, ist schön. Das Bücher-Aussetzen habe ich hier in Irland noch nicht erlebt – leider. (Vielleicht sollte ich mal anfangen damit?) In letzter Zeit bin ich aber besonders versessen auf alte Bücher, die eigentlich nicht mehr zu gebrauchen sind. Vor allem so richtig alte Schinken mit vergilbten, angerissenen Seiten und zerfleddertem Bucheinband haben es mir angetan. Zum Upcyceln. Die werden bei mir umgewandelt in Collagen und Notizbücher. Insofern – wer weiß, vielleicht hast du ja auch Bastler in deinem Umfeld, die sowas noch gebrauchen könnten? Ich hab jedenfalls nie genug alte Bücher auf Halde für meine Bastelwut…

    Gefällt 1 Person

    1. Tatsächlich kenn ich eine Künstlerin, die mit alten Büchern arbeitet. Die kann sich wohl kaum retten vor Buchspenden, dabei ist sie – wie du – eher an ausgefallenen alten Büchern interessiert.
      Mir hat sie mal ein Tierchen gehäkelt. Sieht aus wie eine Seegurke mit Gewächse aus alten Seiten. Sehr schön. 🙂

      Liken

      1. Naja, der Körper ist aus Stoff gehäkelt in das das Papier eingewebt wurde.
        Sie hat aber auch mal einen ganzen Wandbehang aus Papier und Garn gehäkelt. Es sah so weich aus, daß es mich wirklich angestrengt hat, nicht mein Gesicht hineinzupressen sobald sie mir den Rücken zugedreht hat. 😂

        Gefällt 1 Person

  6. Marie Kondo hat diese Aussage aber auch relativiert, als sie sagte, dass das eben ihre Methode ist, die nicht jeder detailgenau so umsetzen muss. Bei ihrer Art des Aufräumens geht es ja darum, ein Gefühl für das zu bekommen, was einem im Leben wichtig ist und was man andererseits nicht in die Zukunft mitnehmen möchte. Für uns Leseratten sind die Bücher besonders wichtig, also wird auch da mehr Wert drauf gelegt als z.b. auf Klamotten. Die Dame verurteilt da auch niemanden: wenn es einen sentimentalen Wert hat, wird das so akzeptiert. Und das finde ich gut so, dass es jeder selbst entscheiden kann 🙂

    Zu den alten Büchern: man kann auch wunderbar damit basteln! Diese, die man wirklich nicht mehr verkaufen, verschenken oder spenden möchte, kann man als umweltfreundliches Geschenkpapier verwenden oder aus alten, dicken Büchern mit einfachen Kniffen einen Nachtschrank bauen 😍 da habe ich ganz tolle Anleitungen für gesehen 🙂 auch als Origamipapier, Zimmerdeko oder andere künstlerische Vorhaben sind alte Buchseiten prima geeignet.

    Viel Spaß beim Aussortieren 😁

    Gefällt 2 Personen

    1. Haha! Danke! 😅
      Ich habe die Serie bisher noch nicht gesehen, weil ich selber schon genug von meiner eigenen Umräumerei habe.
      Was mir auffällt ist allerdings, welche Wellen solche Sendungen schlagen.
      Plötzlich quellen die Kleidercontainer über, in den Second Hand Läden finde ich niegelnagelneue Jeans und ich habe selbst schon ein schlechtes Gewissen, daß ich ausgerechnet in dieser Zeit, in der soviel aussortiert wird selbst mitmachen muss. Besser wäre es da antizyklisch vorzugehen. 😉

      Gefällt 1 Person

  7. Hi. Gut dass man noch selber entscheiden kann, ob man so wie die „kleine grausame Frau“ leben will oder wie man selber möchte! Bibliotheken sind wunderbar, wer nur 30 Bücher besitzen möchte, lebt nun mal in einer anderen Welt. Mir ist schon klar, dass in den Sendungen wohl vor allem Dingen Extreme dargestellt werden, aber die meisten Menschen müssen sich nur ab und zu von Büchern trennen, Buchliebhaber trifft es da natürlich besonders! Und die vielen Wege für neue Bücher Zuhause finde ich toll! So haben schon Schätze neue Regale gefunden und aus vergilbten Seiten werden Kunstwerke. Für das fehlende Paket drücke ich alle Daumen.
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 1 Person

    1. Danke! 😘 🤗
      Natürlich wird das in diesen Serien immer extrem dargestellt und das war auch ein Kritikpunkt meiner Kollegen, daß alles sehr überspitzt und geskriptet ist.
      Prinzipiell finde ich den Gedanken wirklich gut, hin und wieder eine Bestandsaufnahme seiner Sache zu machen, zu überlegen, was man wirklich braucht und dabei auch sein eigenes Konsumverhalten in Frage zu stellen.
      Ich bin ja vor einiger Zeit auf Second Hand Klamotten umgestiegen und damit sehr glücklich.
      Die Bücher sind mir unheimlich wichtig und sie fliegen mir auch geradezu zu. Aber es ist nicht schlecht ab und zu zu überlegen, ob man nicht noch jemand anderem eine Freude damit machen kann.
      Liebe Grüße zurück,
      Andrea

      Gefällt 1 Person

      1. Da bin ich voll auf Deiner Seite. Second Hand mag ich schon lange und Bestandsaufnahmen und Aussortieren ist selbst bei mir Sammler wichtig. (Gerade da 😉 ich weiss)
        Aber genau wie Du schreibst, überspitzt und geskriptet… so wird es ja auch in der Presse gesehen. Schade, man könnte da ja auch mal alles netter bringen.
        noch mal liebe Grüsse
        Nina

        Gefällt 1 Person

  8. Ich lese viel, trenne mich aber oft von Büchern die ich gelesen habe, um das Regal nicht zu voll werden zu lassen, da ich ohnehin nur ein „Einmalleser“ bin und einen Roman oder Sachbuch in der Regel kein zweites Mal lese. Neben den Tipps von Dir kann ich noch die Tauschplattform „Tauschticket“ empfehlen. Dort täusche ich häufiger Bücher und hole mir dafür anderes, was ich gerne lesen möchte.

    Gefällt 2 Personen

  9. Ich halte nicht viel von Kondo und ihren Methoden (zumindest die, die ich davon kenne). Ich selbst habe mich von 60qm Wohnung für mich allein auf 9qm Zimmer in einer Generationen-WG reduziert. Dabei musste ich zwangsläufig ausmisten. Auf den 9qm stehen mehr als 30 Bücher aber fast ausschließlich alles Bücher, die ich auch behalte. Allerdings steige ich immer mehr auf eBooks um. Auch Rezensionsexemplare fordere ich fast ausschließlich nur noch als eBooks an. Der Tolino ist halt einfach die praktischere Bibliothek.

    Ich habe letztes Jahr einen offenen Bücherschrank für unseren Stadtteil in München organisiert. https://www.powerschnute.de/2018/11/21/leselaunen-oder-warum-hier-eine-woche-lang-nichts-passiert-ist/ Eingeweiht haben wir ihn dann am 17.11. Seitdem wird er täglich betreut und kontrolliert von mir und einem Team von 16 Freiwilligen. Ohne tägliche Kontrolle ist er kaum nutzbar. Seitdem haben wir einige hundert Bücher aussortieren und entsorgen müssen. Allein an Readers Digest Ausgaben waren es ungefähr 150. Die meisten Leute ignorieren einfach den Zweck des Schrankes. Sie wollen nur ihre Regale leeren. Aber wir wussten vorher schon aus den Erfahrungen anderer Betreiber, dass das passieren wird, deswegen sind wir entsprechend unempfindlich, was das Wegwerfen von Büchern angeht.

    Trotzdem bekommen wir regelmäßige Anfragen, ob wir noch Bücherspenden annehmen. Da lehne ich grundsätzlich ab. Meistens sind diese Spenden nämlich nicht einzelne Bücher sondern wir reden da echt von einer 100+ Büchern pro Spende.

    In unserer Kirchenbücherei haben wir dasselbe Problem. Die enttäuschen Gesichter, wenn wir sagen, dass die Bücher nicht mehr zu gebrauchen sind, tun mir dann oft richtig leid.

    Gefällt 1 Person

    1. Na, dann weißt du ja genau wovon ich spreche!
      Aber sehr, sehr cool, daß du einen Bücherschrank betreust!
      Wo in München ist er denn? Vielleicht komme ich ja mal vorbei. 😊
      Ich denke, das ist bei vielen Menschen ganz tief verwurzelt, daß man Bücher nicht wegwerfen darf. An sich ja ein feiner Zug…
      Aber wenn man auf dem Dachboden noch ein stinkendes, mottenzerfressenes Laken findet, dann käme man auch nicht auf die Idee, das noch zu spenden… (Hoffe ich zumindest!) 😅
      Ich bin dafür, die Bücher, die einem nicht so viel bedeuten dann nicht jahrzehntelang zu horten, sondern sich zu einem Zeitpunkt nach neuen Besitzern umzuschauen, zu dem sie noch halbwegs attraktiv sind.
      Wenn sich alle daran halten würden, dann wären auch die Bücherschränke nicht so zugemüllt.

      Gefällt 2 Personen

      1. ganz genau. Ich bin da mittlerweile nicht mehr zimperlich. Was keiner mehr haben will, fliegt weg. Wobei ich letztens eine Erstauflage von Goethes Leiden des jungen Werther aus dem Schrank gezogen habe von 1916. Die durfte dann bei mir einziehen. Das ist schon ein kleines Schätzchen.

        Unser Schrank steht in Berg am Laim in der Baumkirchner Str. 22-26 direkt am Grünen Markt 🙂 Und er ist passend grün 😀

        War auch ein Jahr Arbeit, den Schrank zu organisieren, die Finanzierung zu sichern, den Standort von der Bezirksinspektion bestätigt zu bekommen, dann zu bestellen, die ganzen Anträge für die Einweihungsfeier und und und. Auf privatem Grund ist das da wesentlich einfacher als auf öffentlichem. Dafür freue ich mich jetzt umso mehr auf den Sommer. am Grünen Markt ist im Sommer immer viel los und ich kanns kaum erwarten zu sehen, ob die Leute sich dann zu ihrem Eis vom Pastello noch ein Buch aus dem Schrank holen und in der Sonne sitzen 😀

        Gefällt 2 Personen

      2. das freut mich 🙂 Haltestelle S-Bahn ist Berg am Laim. Alternativ die U2 von Giesing bis Josephsburg oder die Tram bis Baumkirchner Str. (das ist am nächsten am Grünen Markt). 🙂

        Gefällt 1 Person

  10. Wegen meiner/unserer vielen Umzüge hat sich meine Büchersammlung laufend verkleinert und trotzdem habe ich noch vier Regale/Schränke voll, einschliesslich Comics.
    Normalerweise – hehe, das kann ich so sagen – veranstalte ich vor einem Umzug eine Art „open house“, wo ich alle Bücher und andere Gegenstände zusammensammele, die ich nicht mitnehmen will, und Freunde, Verwandte und Nachbarn einlade, sich zu bedienen. Der Rest geht zum Blauen Kreuz oder, wenn vorhanden, zum Bücherschank. In Rødvig hatten wir so einen am Yachthafen. Dort waren Bücher in vielen Sprachen zu finden wegen der vielen ausländischen Segler.

    Was Marie Kondo anbetrifft, so gibt sie ja nur Anregungen. Man kann schliesslich selber entscheiden, was für einen geeignet ist oder nicht. Es ist nicht Maries Schuld, wenn man ihren Ideen sklavisch folgt und sich dabei schlecht fühlt … 😉

    Liken

  11. Ich kann noch Booklooker und Tauschticket empfehlen. Das ist natürlich sehr mühsam, weil man da Geduld und Platz haben muss, denn die Bücher gehen ja nie sofort weg. Ich sortiere aber jeden Monat nach meinem Monatsrückblick aus und stelle diese Bücher dann gleich ein. Große Mengen gehen bei mir auch an Momox und Rebuy.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich fand das jetzt recht unkompliziert. Bei mir waren es insgesamt 12 Kisten bisher. Wenn ich die Sachen alle einzeln verkauft hätte, wäre ich bestimmt wahnsinnig geworden. 😅
      So diszipliniert wie du bin ich nämlich nicht. Ich sortiere immer erst am Ende des Jahres aus. 😉
      Liebe Grüße zurück,
      Andrea

      Liken

      1. Ich mache das auch, weil mir einfach der Stauraum fehlt. Bücher müssen einfach regelmäßig weg. 😉
        12 Kisten sind echt enorm! Ich muss auch dringend mal wieder Platz schaffen.
        Liebe Grüße,
        Jenny

        Gefällt 1 Person

  12. Ach du Schreck..
    Bücher ausmisten.. ein wirkliches Problem auch bei uns.Auch wir haben gefühlte Kilometer Bücher, die teilweise die Regale schon in Doppelreihen bevölkern.
    „Man wirft Bücher nicht weg“, das haben wir auch wohl 1000 mal gehört , aber was macht man mit Titeln, die nun wirklich nicht gelesen wurden, nicht gelesen werden, und das Regal okkupieren?
    Deine Lösungen sind ja alle ganz nett ,nur die meisten, da werden wir wie Du auch nichts mit, die Freunde haben bereits genug Bücher und stehen vor dem gleichen Problem. Bücherei, die haben auch keine Interesse. Verkaufen? Auch nicht lösungsorientiert..
    Also bei uns bleibt nur die Bestückung diverser Bücherschränke im öffentlichen Raum übrig…oder eben…. wirklich …. Augen zu und Mülltonne auf.
    LG KuR
    .

    Liken

  13. Hallo Andrea,

    ich war jetzt gerade 2 Wochen mit einer Gruppe Amerikanerinnen unterwegs, und die haben beim Namen Marie Kondo nur die Augen verdreht. Der Grundtenor: wieder mal so eine Modeerscheinung, die man nicht allzu ernst nehmen und vor allem auch vor dem Hintergrund japanischer Wohnverhältnisse sehen sollte. Ich habe vor einiger Zeit ein Buch von ihr gelesen, und dabei ist mir vor allem der Rat in Erinnerung geblieben, alles sofort wegzuschmeißen, was man gerade nicht braucht, man könne es ja notfalls wieder kaufen. Das genaue Gegenteil vom schonenden Umgang mir Ressourcen: NO WAY! Andererseits fand ich den Tipp, Dinge bewusst zur Hand zu nehmen, um herauszufinden, ob man eine emotionale Verbindung dazu hat, sehr nützlich.

    Das Thema „Bücherverlassenschaften“ ist mir vor einigen Wochen in Form von 15 Bananenkisten mit hochwertiger Literatur in deutscher und englischer Sprache begegnet. Zu meinem Leidwesen hatte die ursprüngliche Besitzerin auch noch den gleichen Büchergeschmack wie ich. Ich habe dann zunächst mal die Wollte-ich-ohnehin-schon-mal-lesen-Exemplare herausgepickt (2 Bananenkisten) und das eine oder andere Buch aus meinen Beständen geopfert, um dafür Platz zu schaffen. Den Rest bin ich teilweise über Rebuy losgeworden, das geht dank App wirklich ruckizucki. Und da dort vor allem die echten Longseller kaum genommen werden, weil es offenbar zu viele davon auf dem Markt gibt, habe ich diese in der Handbibliothek unseres Instituts zur freien Entnahme für alle Kolleg*innen unterbracht. Das ist natürlich ein Glück, das nicht alle haben.

    In meiner alten Wohnhausanlage gab es auch den netten Brauch, nicht mehr benötigte Bücher bei den Briefkästen „auszusetzen“. Diese haben dann meist innerhalb kürzester Zeit Interessenten gefunden. Bücher wirklich wegzuschmeißen bringe ich absolut nicht übers Herz. Für 50 Shades of Gray würde ich da vielleicht eine Ausnahme machen, aber die Hausfrauenratgeber aus den 50er-Jahren warten im Keller darauf, ob sie nicht doch noch einmal den Weg in ein Antiquariat finden.

    Den Bericht von meiner Vietnamreise gibt es demnächst, bis dahin liebe Grüße
    Niamh

    Liken

  14. Dumme Ratschläge wie den mit den 30 Büchern muss man nicht beachten. Das ist etwas für Leute, die früher Suhrkamp-Bände nach Farben gekauft haben. Im übrigen finde ich fast immer noch einen Platz für ein Buch, z.B. in einem Raumteiler-Regal im Arbeitszimmer oder in Wandregalen im Flur. Allerdings kaufe ich inzwischen weniger Bücher als früher, aber ich lese alle, wirklich alle! Wenn ich allerdings der Meinung bin, dass einmal lesen reicht – was selten vorkommt – wandert das Buch, wenn ich es mit gutem Gewissen weitergeben kann, in ein öffentliches Bücherregal. Bei uns gibt es das in fast jedem Dorf, und alle sind super gepflegt! Ich habe dort schon etliche Schätze entdeckt wie die zauberhaften Romane von Elisabeth von Arnim oder die „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz – nach Jahrzehnten wieder gelesen und hochaktuell gefunden. Auch in den Wertstoffhöfen und in zahlreichen Second-Hand- oder Gebrauchtmöbel- Läden gibt es Bücherecken, dort allerdings wirklich oft mit arg verstaubten Exemplaren.

    Gefällt 1 Person

    1. Hahaha! Suhrkamp nach Farbe kaufen, ja das ist auch so eine Sache. 😉
      Bei uns gibt es leider keine öffentlichen Bücherschränke, die halbwegs vernünftig zu erreichen wären. Manchmal plane ich Ausflüge in Gegenden wo es welche gibt, aber mit dem Auto eine dreiviertel Stunde zu fahren, nur für einen Spaziergang und um ein paar Bücher auszusetzen ist meistens ein bißchen übertrieben.

      Gefällt 1 Person

  15. Ich verkaufe auch das meiste auf Momox. Ab und zu habe ich auch schon Bücher in den öffentlichen Bücherschrank gestellt, aber das geht natürlich nur so mit 2-3 Büchern, denn wie du sagst, kann man das nicht zumüllen. In meiner Stadt sehe ich häufig Kartons mit alten Büchern auf der Straße mit dem Hinweis „Zu Verschenken“. In denen habe ich schon oft Bücher für mich selbst gefunden und sie scheinen sich tatsächlich recht schnell zu lehren. So eine Kiste voller Klassiker vor dem Germanistik Gebäude der Uni abzuladen, ist auf jeden Fall eine gute Idee! Ich glaube, das werde ich auch mal versuchen, denn mir steht auch eine Ausmisten Phase bevor. Generell ist mein Trick aber: So viele eBooks wie möglich kaufen, denn die nehmen keinen Platz ein!

    Gefällt 1 Person

    1. Ah, danke daß du an mich gedacht hast!
      Vea Kaiser spricht mir da ein Stück weit aus der Seele. Ich finde diese minimalistischen Bücherregale auch schrecklich.
      Allerdings kann sich im Lauf der Zeit auch wirklich zu viel ansammeln. Und wenn man keine sieben Wohnungen hat, wie ein Karl Lagerfeld, dann entwickelt sich das doch irgendwann zum Problem.
      Hier ist das Ausmisten der Bücher mittlerweile beendet, ca 500 Titel haben ein neues Zuhause gefunden und die restlichen 2000 dürfen bleiben. 😉
      Jetzt geht es dann aber ans Zimmer umräumen… Puh… Zum Lesen komm ich aktuell kaum noch. 😉

      Gefällt 1 Person

  16. Oje, das Problem kenne ich. Allerdings hatte ich immer mal wieder die Gnade, mein Büchergestell auszumisten. Ich verfüge also über eine überschaubare Menge an Büchern.
    Beim Ausmisten stelle ich mir in die Frage: „Will ich dieses Buch nochmals lesen?“ (Kondo würde es wohl genauso machen 😉 Es ist erstaunlich, wie viele Bücher man allein mit dieser Frage aussortieren kann.

    Ich fülle jeweils eine Kiste und stelle sie ein paar Stunden lang (nicht mehr, weil diese Art der Entsorgung regelwidrig ist) mit einem grossen „Zum gratis Mitnehmen“ vor die Haustüre. Funktioniert eigentlich immer recht gut, ausser der ordnungswütige Hauskobold hat das Gefühl, sowas gehe gar nicht.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich hab auch sehr sehr zögerlich angefangen, aber irgendwann sind alle Dämme gebrochen. 😉
      Da ich ja auch sehr viele Graphic Novels und illustrierte Bücher habe, bleibt mir schon recht viel erhalten, weil ich ja da immer mal wieder hineinblättere, aber gerade Unterhaltungsromane können gerne ein neuen Zuhause finden.

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s