Review: Weltentdecker

Heute möchte ich Euch einmal wieder ein schönes Buch aus der Kategorie illustriertes Sachbuch vorstellen.
„Weltentdecker“ von Jonathan Litton aus dem 360 Grad Verlag ist ein wunderbares Buch für Jung und Alt, in dem von Forschern, Abenteurern und Reisenden berichtet wird, die uns die Welt erklärt und ein Stückchen näher gebracht haben.

Angefangen bei polynesischen Seefahrern aus dem 7. Jahrhundert, die bereits erste Karten aus Zweigen flochten, über Lewis und Clark, die den Wilden Westen kartografierten, bis hin zu den Apollo Missionen, die den ersten Menschen auf den Mond brachten…
„Weltentdecker“ liefert ein beeindruckendes Panorama dieser Reisen über Wasser und Land und durch Eis und Schnee.

Viele dieser Forscher und ihre Reisen sind natürlich bekannt, wie Darwins Weltumseglung auf der Beagle, Amundsens Expedition zum Südpol, oder Sir Edmund Hillarys Besteigung des Mount Everest.
Doch es gibt auch viele spannende Geschichten über Abenteurer, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte, wie von James Holman, der in seinem Leben mehr als 400.000 Kilometer gereist war und das völlig blind!
Oder von Henry Brown, einem Sklaven, der sich kurzerhand selbst per Holzkiste in die Freiheit verschickte.

Manche dieser Reisen haben Weltgeschichte geschrieben, wie die Wiederentdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Andere wiederum sind eher in Vergessenheit geratene kuriose Randnotizen, wie die abenteuerliche Weltumrundung des Thomas Stevens, der mit einem Hochrad durch Amerika, Europa und Asien radelte, und das nur zwei Jahre bevor das moderne Fahrrad erfunden wurde und das Hochrad schon wieder veraltet war.

Bebildert wurde „Weltentdecker“ von gleich vier verschiedenen Illustratoren, trotzdem hat es einen sehr einheitlichen Stil mit pastellig kolorierten Tuschezeichnungen.

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Empfohlen wird „Weltentdecker“ von 8-80 Jahren und auch wenn es dadurch wohl eher in der Kinderbuchabteilung zu finden ist, kann ich es ebensosehr für interessierte ältere Leser empfehlen.
Viele Geschichten sind so spannend, daß man sofort mehr über die vorgestellten Abenteurer erfahren möchten und gleich bei Wikipedia weiterliest oder nach Dokus googelt.

„Weltentdecker“ zeigt einmal wieder deutlich wieviel Spaß Sachbücher machen können. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 20 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit 2017 gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

10 Kommentare zu „Review: Weltentdecker“

  1. Hi. Du hattest ja schon so was zu den Entdeckern angekündigt und ich liebe ja so Titel. Sie machen auch hungrig auf mehr, das finde ich immer so toll. Ich recherchiere oft hinterher wirklich mehr. Da ist es doch mal wieder egal, ob das Buch eher in der Kinderbuch Abteilung steht. Schön, wird definitiv geholt! (Hast Du Dir bestimmt gedacht 🙂 oder?)
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 1 Person

      1. Hmmm… Lass mich mal überlegen…
        Den Kompass hat sich mein Mann irgendwann mal gekauft und benutzt ihn nie. Den kleinen Atlas hab ich mir irgendwann mal besorgt, als mir aufgefallen ist, daß ich eher zum Handy greife, als zu einen großen, schweren Atlas, wenn ich eine Karte brauche. So ein kleiner ist dann wirklich empfehlenswert.
        Die Lupe ist hier vor kurzem beim Ausmisten aufgetaucht und scheint niemandem zu gehören.
        Ich vermute, daß sie sich mein Mann irgendwann mal von seiner Oma ausgeliehen hat und vergessen hat, sie zurück zu geben.
        Die Oma kann mittlerweile leider keinen Anspruch mehr darauf erheben, also ist das jetzt einfach mal meine. 😉
        Und den Ammoniten habe ich von meiner Mama bekommen.
        Ich liebe Fossilien und habe schon als Kind viele gesammelt. Wenn meine Mama im Urlaub ist und es dort irgendwo Ammoniten zu kaufen gibt, bringt sie mir einen mit. Der auf dem Foto ist ganz schlicht, da hat sie mir schon ausgefallenere mitgebracht, aber ich mag ihn sehr. 😊

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