Review: Sunshine State

Mittlerweile dürften wohl die meisten mitbekommen haben, daß ich an Büchern mit schönen Covern einfach nicht vorbeigehen kann… Nicht einmal dann, wenn die Kritiken ziemlich verhalten sind.
So auch bei „Sunshine State“…
Bei einer so wunderschönen Gestaltung muss man doch zuschlagen!
Oder hätte ich besser auf die Kritiken gehört?

In „Sunshine State“ hat Sarah Gerard acht sehr unterschiedliche Essays versammelt; sowohl die Länge als auch die Themen der Geschichten variieren stark.
Das verbindende Element ist wohl einfach, daß sie alle in Florida spielen.

Es gibt kürzere, sehr persönliche Geschichten und längere Essays, die sich fast wie Drehbücher oder Exposés zu kurzen Dokumentarfilmen lesen.
Darin geht es um die verschiedensten Themen; von einer Firma, die mit dem Schneeballsystem den großen Reibach macht, während alle Leute, die für sie arbeiten verarmen, einer Kirche, die darum kämpft, kostenloses Frühstück für Obdachlose anzubieten, bis zu dem Gründer einer Vogelauffangstation, der dafür berüchtigt ist, Vögel mit nach Hause zu nehmen und dort regelrecht zu horten…

Die anderen Besprechungen, die ich zu diesem Buch gelesen habe, warnten davor, daß die Qualität der Geschichten sehr stark variieren würde und ich kann das nur bestätigen.
Manche Essays sind wirklich interessant und besonders Gerards persönlichere Erzählungen sind zum Teil sehr berührend und stellenweise wunderbar spitzfindig, andere Geschichten dagegen sind einschläfernd langweilig.

Ich habe überlegt, woran es liegen könnte, und zum Teil unterscheidet sich der Schreibstil sehr stark, zum anderen waren auch einfach Themen dabei, die mich absolut nicht fesseln konnten.

Schade! Denn neben dem schönen Cover gibt es hier wirklich gute Denkansätze… nur leider konnten mich zwar einzelne Geschichten, nicht aber das ganze Buch überzeugen.

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

7 Kommentare zu „Review: Sunshine State“

  1. Schade! Ja, vielleicht solltest du dir die Cover … dieses ist wirklich wunderschön und ich hab auch eine Schwäche für so etwas…. abscannen?
    Sonst sammeln sich so viele Bücher für die man eigentlich keinen Platz hat. 😉
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 1 Person

      1. Oh gern weitergeben! Ich hätte so gern 2 Reihen zum verschieben. Und an einem eine Frontalpräsentationsmöglichkeit. Gerade WG so schöner Cover. Oder Lieblings Bücher
        Aber dafür bräuchte man viel Geld.

        Gefällt 1 Person

  2. Da ich das Problem kenne empfehle ich in diesem Fall die „Kleine Vogelkunde Ost-Afrikas“ von Nicholas Drayson – Das Cover ist zum verlieben. Die Story ist nun ja… aber als Sommerlektüre kann es durchgehen. 🙂

    Gefällt 1 Person

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