Review: Women in Science

Im letzten Jahr gab es ja einen regelrechten Boom im Bereich „Illustriertes Sachbuch über berühmte Frauen“. Mittlerweile habe ich zwar schon ein paar Bücher zu dem Thema gelesen, Little Leaders zum Beispiel, oder The Little Book of Feminist Saints. Trotzdem wollte ich auch noch einen Blick in „Women in Science“ werfen, bevor ich mir eine kleine Pause von diesem Genre gönne.

Denn je mehr man zu diesem Thema liest, desto öfter stolpert man über die selben Persönlichkeiten. Also fand ich die Idee spannend, mir ein Buch vorzunehmen, das sich ausschließlich mit Frauen beschäftigt, die sich in den Wissenschaften einen Namen gemacht haben, oder zu Unrecht vergessen wurden.

Es beginnt mit der Astronomin und Mathematikerin Hypatia, die vor etwa 2.300 Jahren lebte und endet mit Wissenschaftlerinnen, die auch heute noch forschen.
Dazwischen werden kleine geschichtliche Überblicke oder Statistiken eingeschoben.

Rachel Ignotofskys Zeichenstil ist sehr reduziert und grafisch, trotzdem schafft sie es, den Frauen in ihren Illustrationen eine gewisse Persönlichkeit mitzugeben.

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„Women in Science“ hat mir, wie schon die anderen Bücher dieses Genres, gut gefallen. Denn trotz der Wiederholungen, die fast unvermeidlich sind, entdeckt man doch immer wieder andere, inspirierende Frauen und gelegentlich auch völlig neue Geschichten von solchen, die man bereits aus anderen Büchern kannte.

Deutscher Titel: „Furchtlose Frauen, die nach den Sternen greifen“

Mehr zu dem Thema findet ihr hier:

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Review: Little Leaders

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Review: The Little Book of Feminist Saints

 

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

15 Kommentare zu „Review: Women in Science“

  1. Hi! Ich finde es toll, dass es zu dem Thema ein Buch gibt. Viele Frauen aus Wissenschaft und Technik haben gerade in der Geschichte nie viel Anerkennung bekommen. Klar, einige kennt man, aber es sind doch viel zu wenige. Wir vergessen manchmal, dass es noch gar nicht lange her ist, dass zB. Frauen noch nicht mal studieren durften. Was der Welt da an Wissen entgangen ist!
    Weisst Du, ob es eine deutsche Übersetzung geben wird?
    Liebe Grüsse
    Nina

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  2. Solche Bücher finde ich super! Es gab in der Menschheitsgeschichte so viele kluge Frauen, denen Steine in den Weg gelegt wurden… und diejenigen, die sich trotzdem durchgesetzt und die Welt verändert haben, wurden einfach aus den Geschichtsbüchern gestrichen, oder ihre Leistungen wurden Männern angedichtet. Traurig, sowas.
    Gerade vorletztes Semester hatte ich ein Seminar über „19th Century American Women Writers“. Es gab schon damals unglaublich erfolgreiche Bestsellerautorinnen, die ein riesiges Leserpublikum erreichten und oftmals mit ihren Werken die Welt der Bücher, der Politik und der Gesellschaft nachhaltig veränderten. Trotzdem wurden ihre Namen aus den Geschichtsbüchern getilgt und ihre Bücher nie als würdig befunden, von der aufkommenden Literaturwissenschaft des zwanzigsten Jahrhunderts auch nur erwähnt zu werden – einfach deshalb, weil sie Frauen waren.
    Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe jetzt durch deine Rezension ein neues Buch für meine Wunschliste! 😀 Weil es einfach viel zu viele bedeutende Frauen gab und gibt, von denen man noch nie etwas gehört hat.

    Gefällt 1 Person

      1. Sowas ist echt gemein… klar, Männern passiert sowas auch, aber die können den Ideendieb in den meisten Fällen wenigstens verklagen. Frauen werden / wurden dafür nur ausgelacht, weil man ihnen solche Leistungen gar nicht zutraut… Zum Glück befindet sich unsere Welt (oder zumindest unser Teil der Welt ^^) allmählich im Wandel.

        Gefällt 1 Person

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