Review: Frida

Heute möchte ich etwas tun, das ich bisher noch nie gemacht habe; nämlich zwei Bücher in eine Review packen.
Beide Bücher waren aber in den letzten Wochen untrennbar für mich, weil sie sich so wunderbar ergänzt haben, da möchte ich sie auch in der Besprechung nicht auseinander reissen.

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon erwähnt, daß ich mir die Graphic Novel „Frida – Ein Leben zwischen Kunst und Liebe“ von Vanna Vinci besorgt habe.
Ein wenig wusste ich schon über das Leben von Frida Kahlo, aber noch lange nicht genug und dieses Buch schien mir ein guter Einstieg zu sein.

Darin erzählt Frida Kahlo ihr Leben von der Geburt bis zum Tod. Besonders spannend ist dabei, daß Fridas Gesprächspartner(in) der Tod selbst ist. Die beiden plaudern miteinander wie alte Freunde, die noch eine Rechnung offen haben.
Sehr gelungen, finde ich…

Doch bald schon merkte ich, daß Vanna Vinci sich nicht damit begnügt hat, einfach das Leben von Frida Kahlo in eine Graphic Novel zu packen, sie greift auch deren Malstil auf und bezieht sich auf ihre Bilder.
Ich suchte in meinem Regal nach einem Bildband über Frida Kahlo aber es war einfach nichts zu finden… Da musste schnell einer her!

Aufmerksam geworden bin ich dann auf „Frida Kahlo – Verschollene, zerstörte und kaum gezeigte Bilder“ von Helga Prignitz-Poda, was sich als richtiger Glücksgriff erwies!
Zuerst hatte ich ein bißchen bedenken, daß nur obskure Skizzen darin gezeigt werden könnten, aber erstaunlicherweise sind die meisten Bilder von Frida Kahlo in Privatbesitz.

Und tatsächlich werden in der Graphic Novel immer wieder Bilder zitiert, die Frida an Freunde oder Liebhaber verschenkte und die in eben diesem schönen Bildband zu finden sind!

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Deshalb hatte ich immer beide Bücher beim Lesen auf dem Schoß und verglich die Gemälde mit den Zeichnungen der Graphic Novel.
Viele Bilder wurden spannender, weil ich sie in eine Geschichte einordnen konnte und wenn mir etwas in Vanna Vincis Buch zu kurz abgehandelt wurde, konnte ich es im Bildband nochmal genau nachlesen.
Für mich war das ein doppelter Genuss!

Zum Schluss noch eine kleine Warnung: In der Graphic Novel werden Unfälle, Operationen und Abtreibungen zum Teil recht grafisch dargestellt.
Es ist eine wirklich gelungenes Buch, aber manchmal tat es ein bißchen weh, so genau hinschauen zu müssen.

 

Eine weitere, ganz wunderbare Biografie von Frida Kahlo stelle ich hier vor:

Frida Kahlo – Eine Biografie

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

9 Kommentare zu „Review: Frida“

  1. Frida Kahlo war für mich schon immer eine sehr faszinierende Frau – ich hatte früher einen Kalender, der die Wand meines Zimmers verschönerte und 12 ihrer schönsten (oder eher beeindruckendsten) Bilder zeigte. Dass es ein Graphic Novel gibt, dass sich ihrem Leben widmet, war mir neu und deshalb bin ich umso glücklicher, dass ich durch dich darauf aufmerksam wurde. Auch toll, dass du den Bildband gleich mit integriert hast.
    Liebste Grüße und danke für die super Rezension!
    Ida

    Gefällt 2 Personen

  2. Huhu!
    Huch, ich dachte, ich hätte diesen Beitrag schon kommentiert, aber offensichtlich nicht! 😀
    Frida Kahlo ist eine faszinierende Persönlichkeit, und die Idee, den Tod zum Gesprächspartner zu machen, finde ich sehr interessant. Auch der Bildband klingt nach einer gelungenen Auswahl!
    Ich habe deinen Beitrag für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt! HIER (mein Blogspot-Blog) und HIER (mein WordPress-Blog).
    LG,
    Mikka

    Gefällt 1 Person

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