Review: The Furthest Station

Endlich mal wieder ein richtiges „Zug-Buch“ hier bei Lesen… in vollen Zügen. 😀

Doch zunächst einmal: Wer Police Constable Peter Grant bisher noch nicht kennt… Schnell! Auf in die nächste Buchhandlung! 😉
Stellt euch einfach vor, Harry Potter wäre als schwarzer Muggel geboren worden und hätte zuerst eine relativ erfolglose Ausbildung zum Polizisten gemacht, bevor er sein magisches Talent entdeckt hätte. 😉
In der „Flüsse von London“-Reihe paart sich britischer Humor, Krimi und Fantasy zu einer wirklich unterhaltsamen Mischung mit grandiosen Charakteren.

Eigentlich hätte der mittlerweile siebte Teil der Serie erscheinen sollen, doch „The Furthest Station“ fällt ein wenig aus der Reihe.
Tatsächlich wurde das Buch als „Rivers of London“-Novella angekündigt, was auch den Umfang von zarten 120 Seiten erklärt.
Offenbar hat Aaronovitch auch für die Zukunft geplant, die Haupthandlung in den Romanen weiterzuführen und Nebengeschichten in den Novellas und Graphic Novels weiter zu führen.

In diesem Band bekommt es Peter mit einer Reihe von Geistererscheinungen in der Londoner U-Bahn zu tun. Die Geister scheinen nichts böses im Sinn zu haben und verschwinden ebenso schnell, wie sie gekommen sind, doch was steckt hinter den Ereignissen?
Tatkräftige Unterstützung bekommt Peter diesmal von seiner kleinen Cousine und angehenden Zauberlehrling Abigail.

Ich muss sagen, daß mir diese Novella, obwohl sie so kurz war, wirklich gut gefallen hat.
Bei den Romanen wird ja mittlerweile ein ziemliches Hintergrundwissen vorausgesetzt, was bestimmte Entwicklungen angeht, da ist es ganz erfrischend eine einfache Peter Grant Geschichte zu lesen, ohne daß man sich erinnern muss in welchem Zusammenhang einzelne Personen stehen.
Trotzdem eignet sich „The Furthest Station“ nicht wirklich zum Einstieg in die Reihe, denn die Hauptcharaktere werden nicht weiter eingeführt und Wissen über Magie und wie die Zusammenarbeit mit der „richtigen“ Polizei läuft werden vorausgesetzt. Ich denke aber, wer die ersten zwei, drei Bücher gelesen hat und Lust auf eine kleine Geschichte zum Wiedereinstieg hat, hat findet sich ganz schnell wieder in der magischen Welt des Peter Grant.

Deutscher Titel: Geister auf der Metropolitan Line

 

Mehr von Ben Aaronovitch:

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Review: Black Mould

Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 20 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit 2017 gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

17 Kommentare zu „Review: The Furthest Station“

  1. Habs gestern auch sofort durchgeschmökert. Mal ein richtiger fixer Kriminalfall mit supernatural Elementen. War echt klasse und unterhaltsam. Vor allem, dass Kumar und Abigail mal vermehrt dabei waren, fand ich echt klasse 😍😍😍

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  2. Das ist eine der Reihen, bei denen ich mich frage, was mit mir nicht stimmt. Die Reihe wird allenthalben gelobt, ich dagegen fand schon den ersten Teil etwas befremdlich. Insbesondere den namensgebenden Teil, der sich mit den „Flüssen von London“ befasst. Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht verstanden… 🙂

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    1. Klar, die ganze Idee mit den Flussgöttern ist schon ziemlich schräg, das hat mich auch ein bißchen verwirrt am Anfang.
      Aber es wird später noch ein bißchen besser erklärt.
      Ich kann aber schon verstehen, wenn jemand sagt: Oh Mann, daß sind ein zu großer Haufen schräger Ideen auf einmal! 😉

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  3. Ich hab ehrlich gesagt das Interesse an der Serie schon beim vorletzten Buch verloren. Das letzte schlummert noch ungelesen auf dem eReader und dieses jetzt auch (ich hatte vergessen, dass ich es vorbestellt hatte).

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    1. Ach… Mich strengt diese Nebenhandlung mit dem Faceless Man mittlerweile auch ziemlich an. Da wünschte ich, das würde endlich mal eine Auflösung finden.
      Aber wenn du Furthest Station eh schon hast kannst du ja ruhig mal rein lesen. Das ist ja kurz und man hat nicht das ganze Hintergrundgedöns. 😉

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  4. Ich höre zum ersten mal davon und du hast mich wirklich Neugierig gemacht 🙂 Finde deine Erzählung darüber sehr interessant und ja, warscheinlich wird mein Buchhändler einmal mehr von meiner Anwesenheit „heimgesucht“ 🙂 Schönes Wochenende wünsche ich dir!

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