Review: Töte mich

Amélie Nothomb ist eine der Autorinnen von der ich bis auf zwei, drei Ausnahmen alles gelesen habe.
Besonders gefallen mir die autobiographischen Geschichten aus ihrer Kindheit, ihre anderen Romane lese ich aber meistens auch in einem Rutsch durch, wobei ich den Inhalt bei einigen schnell wieder vergesse, bei anderen aber noch lange darüber nachdenke. Nothombs schrulliger Schreibstil ist allerdings in all ihren Büchern durchgängig temporeich und scharfsinnig.

In ihrem neusten Roman „Töte mich“ erzählt Amélie Nothomb „Lord Arthur Saviles Verbrechen“ von Oscar Wilde neu.
Graf Henri Neville wird von einer Wahrsagerin vorhergesagt, daß er auf seinem Gartenfest einen der Gäste umbringen wird. Seiner jüngsten Tochter Sérieuse kommt das sehr gelegen, denn sie empfindet ihr Leben als so trostlos, daß sie ihren Vater kurzerhand bittet doch einfach sie zu töten.
Neville wehrt sich mit Händen und Füßen gegen den Wunsch seiner Tochter, allerdings scheint es ihm selbst unausweichlich seinem Schicksal zu entgehen…

Wie man es von Amélie Nothomb nicht anders erwartet glänzt sie auch in „Töte mich“ wieder mit ihren verrückten Dialogen und treibt die Geschichte diesmal trotz des düsteren Themas sehr humorvoll auf die Spitze.
Definitiv eines ihrer Bücher, das ich so schnell nicht vergessen werde. 🙂

 

Mehr von Amélie Nothomb findet ihr hier:

2018-10-12_17.00.24

Review: Happy End

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Autor: Lesen... in vollen Zügen

Seit 19 Jahren arbeite ich als Buchhändlerin in München und seit knapp einem Jahr gibt es nun "Lesen... in vollen Zügen". Hier möchte ich euch vorstellen, welche Bücher mich gerade bewegen. Meine Beträge verfasse ich im Plauderton, eben so, wie ich auch mit meinen Kunden im Laden ins Gespäch komme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller deutsch- und englischsprachiger Literatur. Aber ich bin auch ein großer Fan von schönen Illustrationen und stelle deshalb regelmäßig Graphic Novels und spannende illustrierte Sachbücher vor. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Haruki Murakami, Banana Yoshimoto und Amélie Nothomb. Außerdem mache ich mir immer wieder Gedanken zum Thema Leseverhalten in der Rubrik Mein Leben als Leser und plaudere aus dem Nähkästchen in Bekenntnisse einer Buchhändlerin. Wem jetzt aber die Züge bei "Lesen... in vollen Zügen" zu kurz kommen, der kann gerne bei In vollen Zügen nach… vorbei schauen. Hier berichte ich von meinen Zugreisen, den Büchern, die mich dabei begleiten, den Städten die ich besuche und natürlich auch von schönen Buchhandlungen, die es dort zu entdecken gibt.

13 Kommentare zu „Review: Töte mich“

      1. 😂 Ja… Diogenes ist nicht unbedingt der billigste Verlag, dafür leisten sie sich noch schönes Leinen.
        Amelie Nothomb ist nicht jedermanns Sache, da tun 20€ schon weh wenn man mit ihrem verrückten Stil nicht klar kommt.
        Ein Glück, daß es einen Haufen Taschenbücher von ihr gibt. Die Frau schreibt wie der Wind! 😂

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